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Heterogene Kultur?


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Juni 2012

Beschreibung

Beschreibung

Die Nanowissenschaft wurde in den letzten Jahren zu einem Synonym für Innovation. Das junge und dynamische Forschungsfeld steht an der Schnittstelle einer Vielzahl von Disziplinen. Diese ethnographische Fallstudie fokussiert aus kultursoziologischer Perspektive Aspekte "wissenschaftlicher Kultur". In dieser Betrachtungsweise spielen die Werte und Vorstellungen der Akteure eine wichtige Rolle. Daniela Baus zeigt, was die wissenschaftliche Praxis der Nanoforschung ausmacht. Wie sieht der Arbeitsalltag eines Nanowissenschaftlers aus? Außerdem fragt sie, durch welche Praktiken, Vorstellungen und welches Verständnis der Akteure bezüglich ihrer Arbeit sich die Nanoforschung auszeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Nanoforschung in der Schweiz - Konstruktion eines ethnographischen "Feldes"

2 Aufbau der Arbeit

Teil I: Verortung der Arbeit

1 Neuere Wissenschaftsforschung

1.1 Die soziale Konstruktion wissenschaftlichen Wissens

1.2 Wissenschaft als Praxis

1.3 Die Struktur der Wissenschaft

2 Überlegungen zu "Kultur"

2.1 Kulturkonzepte in der Wissenschaftsforschung

2.2 Anthropologische Kulturkonzepte und postmoderne Kritik

2.3 Kultur als Praxis

2.4 Wissenschaftskultur als Praxis und kulturelle Identität

3 Ethnographie, Multi-sited Ethnography und das ethnographische "Feld"

3.1 Anthropologische und soziologische Ethnographie

3.2 Ethnographie der Wissenschaft - Laborstudien

3.3 Ethnographie enträumlichter Kultur: Multi-sited Ethnography

3.4 Wo oder was ist das Feld?

4 Ethnographische Methoden

4.1 Beobachtung

4.2 Befragung

4.3 Analyse und Theoriebezug

Teil II: Nanoforschung - eine Annäherung

5 Was ist Nano?

5.1 Von Nanometern und Einzelobjekten

5.1.1 Nano als Größenordnung

5.1.2 Die Betonung des Einzelobjektes

5.2 Mikroskopie

5.3 Ursprünge

5.4 Technologie oder Wissenschaft?

5.5 Nano und Gesellschaft

5.5.1 Mediale Repräsentationen

5.5.2 Risiko und Ethik

5.5.3 Public Engagement

5.6 Zusammenfassung und Diskussion

6 Lokalitäten

Teil III: Praxis und Bedeutung

7 Den Nanoobjekten auf der Spur

7.1 Instrumente

7.1.1 Scanning Probe Microscopes

7.1.2 Das Ultrahochvakuum-AFM

7.1.3 Liquid-AFMs

7.2 Heterogene Praxisstile

7.2.1 Molekulare Elektronik - Die Bedienung eines anspruchsvollen Mikroskops

7.2.2 Analyse zweidimensionaler Proteinkristalle - Die Betreuung fragiler Proben

7.2.3 Polymerforschung - Die Kreation von Material

7.2.4 Heterogene Praxisstile und die Rastermikroskopie

7.3 Soziale Organisation wissenschaftlicher Praxis

7.3.1 Formale Sozialstruktur und hierarchische Arbeitsteilung

7.3.2 Autonomie im Labor

7.3.3 Disziplinäre Differenzen gruppeninterner Zusammenarbeit

7.4 Zusammenfassung und Diskussion

8 Warten müssen

8.1 Zeit strukturieren

8.2 Diskrepante Zeitstrukturen: Projektzeit versus Praxiszeit

8.2.1 Projektzeit

8.2.2 Praxiszeit

8.3 Temporale Erfordernisse nanowissenschaftlicher Praxis

8.4 Strategien der Handhabung von sich dehnender Praxiszeit und ablaufender Projektzeit

8.5 Zusammenfassung und Diskussion

9 Ordnung schaffen

9.1 Sauberkeit als Ordnung von Erfahrung

9.2 Reinlichkeit im Labor

9.3 Hygieneroutinen in der experimentellen Arbeit

9.3.1 Saubere Proben

9.3.2 Saubere Mikroskope

9.4 Hygiene als Krisenintervention

9.5 Zusammenfassung und Diskussion

Teil IV: Interdisziplinäre Beziehungen und Selbstverständnis

10 Interdisziplinarität - Praxis und Hindernisse

10.1 Wissenschaftliche Grenzüberschreitungen

10.2 Nanoforschung - ein interdisziplinäres Forschungsfeld?

10.3 Formen interdisziplinärer Kooperation

10.4 Barrieren und Erschwernisse

10.5 Zusammenfassung und Diskussion

11 Kollektive Identitäten

11.1 Identität als ausgehandelte Zuschreibung

11.2 Abgrenzungen, Eingrenzungen und Verflechtungen

11.2.1 "Physik ist eher mit Apparaten und Ausmessen"

11.2.2 "Bio hatte halt immer den Ruf, Naja, das ist halt so n bisschen locker'"

11.2.3 "Chemie ist meistens nicht der ausgeprägteste Studiengang"

11.2.4 Distanzierung von den Nanowissenschaften

11.3 Der Studiengang Nanowissenschaften - Ursprung einer Annäherung?

11.3.1 Interdisziplinäre Identität?

11.3.2 Nanostudierende als Übersetzer

11.4 Positive Konnotationen

11.4.1 Die Auseinandersetzung mit Öffentlichkeiten

11.4.2 Die interdisziplinäre Beschaffenheit des Feldes

11.5 Zusammenfassung und Diskussion

Schluss

1 Rastermikroskopie - Basis nanowissenschaftlicher Kultur

2 Professionelles Selbstverständnis in einem multidisziplinären Forschungsfeld

3 Nanoforschung - eine nicht-disziplinäre Wissenschaft

4 Zur Untersuchung von Wissenschaftskultur in nicht-disziplinären Wissenschaften

Bibliographie

Anhang

1 Feldforschung zur wissenschaftlichen Kultur in der Nanoforschung

2 Interviews zu wissenschaftlicher Kultur in der Nanoforschung

2.1 Transkriptionsregeln

2.2 Interviewleitfäden

2.2.1 Narrativ-biographisches Interview Studierende

2.2.2 Narrativ-biographisches Interview Doktorierende

2.2.3 Narrativ-biographisches Interview Doktorierende Englisch

2.2.4 Experteninterview Doktorierende

2.2.5 Narrativ-biographisches Interview Postdocs

2.2.6 Narrativ-biographisches Interview Postdocs Englisch

2.2.7 Experteninterview Postdocs Englisch

3 Analyse
EAN: 9783828829558
ISBN: 3828829554
Untertitel: Eine Ethnographie multidisziplinärer Nanoforschung. 1. , Aufl.
Verlag: Tectum Verlag
Erscheinungsdatum: Juni 2012
Seitenanzahl: 318 Seiten
Format: kartoniert
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