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Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit

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Juni 2003

Beschreibung

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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Note: 3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Medienwissenschaft Arbeitsfeld 2), Veranstaltung: HPS: Medienökonomische Theorien, Sprache: Deutsch, Abstract: In unserem täglichen Umgang mit Menschen, Medien und Informationen sind wir
darauf angewiesen, Zeit und Interesse zu investieren und unsere Aufmerksamkeit auf
verschiedene Themengebiete zu lenken. Der gegenseitige Austausch von
Aufmerksamkeit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Der Wunsch nach Beachtung
ist in jedem Menschen verankert, denn davon hängt das persönliche Ansehen und
damit das eigene Selbstwertgefühl ab. Bei der Aufmerksamkeit handelt es sich um
ein knappes Gut, das jede Unterhaltung kostet und dessen Einnahme stets im
Mittelpunkt steht. Da es den Menschen also nicht möglich ist, einem Sachverhalt
unbegrenzte Aufmerksamkeit zu schenken, muß er ökonomisch mit dieser
haushalten, und sie gezielt zu seinem besten Nutzen einsetzen.
Georg Franck sieht die Grundlage des aufmerksamen Daseins in der Anwesenheit
des erlebten Bewusstseins. Das Bewusstsein wiederum ist die Seele. Indem die
Menschen etwas spüren, merken und empfinden erleben sie als ein aufmerksames
Wesen ihre Umwelt. Die Vorstellung dieses Daseins scheint nicht möglich, daher
besteht seine Erfahrung in der Selbstaufmerksamkeit. Die Wissenschaft jedoch
leugnet eine eigene Wirklichkeit des Seelischen , da sie nur subjektiv sein und
handeln kann. Sie bringt sich damit um ihre interessantesten Züge, denn sie verbannt
alles aus ihr, was mit dem zwischenmenschlichen Einwirken zusammenhängt.
Dennoch präsentiert sich der Wissenschaftsbetrieb als das eigentliche Musterbeispiel
für die bestehende Ökonomie der Aufmerksamkeit1, in dem der Wettbewerb in
einem täglichen Kampf um die Beachtung statt findet. Das praktisches Funktionieren
der Wissenschaft erweist sich als immaterielle Ökonomie, denn
zwischenmenschlicher Tausch der Aufmerksamkeit und der Wettbewerb um diese
haben hier die ausschlaggebende produktive Funktion.
Im Folgenden ist es das Ziel, den Wettbewerb um das Gut Aufmerksamkeit
eingehender zu erläutern und in den Mittelpunkt der Ausführungen zu stellen. Dabei
sollen Definitionen zum Verständnis hilfreich sein, die einen Einblick in den
organisierten Kampf um die Aufmerksamkeit in der Wissenschaft und dessen
Rationalität erleichtern. Um eine Vergleichbarkeit herzustellen wird die Bedeutung
der Aufmerksamkeit im Mediensystem näher erläutert und der ökonomische
Wettbewerb dem wissenschaftlichen Wettbewerb gegenübergestellt.
1 Franck, Georg (1998): Ökonomie der Aufmerksamkeit. Ein Entwurf. München / Wien: Carl Hanser
Verlag. S. 28.

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EAN: 9783638194525
Untertitel: Dateigröße in KByte: 472.
Verlag: GRIN Verlag
Erscheinungsdatum: Juni 2003
Seitenanzahl: 17 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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