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Die Schuldlosen


€ 12,00
 
kartoniert
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November 1994

Beschreibung

Beschreibung

»Der Roman Die Schuldlosen schildert deutsche Zustände und Typen der Vor-Hitlerperiode. Die hierfür gewählten Gestalten sind durchaus >unpolitisch<; soweit sie überhaupt politische Ideen haben, schweben sie damit im Vagen und Nebelhaften. Keiner von ihnen ist an der Hitler-Katastrophe unmittelbar >schuldig<. Trotzdem ist gerade das der Geistes- und Seelenzustand, aus dem - und so geschah es ja - das Nazitum seine eigentlichen Kräfte gewonnen hat. Politische Gleichgültigkeit nämlich ist ethischer Perversion recht nah verwandt.« Hermann Broch

Portrait

Hermann Broch wuchs in Wien auf, leitete zwanzig Jahre lang die Textilfabrik seiner Familie, begann 1927 mit dem Leben als freier Schriftsteller, musste als Jude nach dem 'Anschluss' von 1938 aus Österreich fliehen. Er emigrierte im gleichen Jahr in die USA, wo er anfänglich in New York lebte. 1942 wurde Princeton, New Jersey, sein fester Wohnsitz. 1949 siedelte er über nach New Haven, Connecticut, wo er Kontakte zur Fakultät der Yale University hatte; im dortigen German Department wurde er Lektor ehrenhalber. 1951 erlag er einem Herzschlag.


EAN: 9783518388679
ISBN: 3518388673
Untertitel: Band 5: Die Schuldlosen. Roman in elf Erzählungen. 'suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Verlag: Suhrkamp Verlag AG
Erscheinungsdatum: November 1994
Seitenanzahl: 352 Seiten
Format: kartoniert

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Dieter Plep - 12.07.2006, 00:11
kaleidoskopisches Gesellschaftsbild
Ein seltsames Gemisch zunächst: Erzählungen, die nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, dazwischen altertümlich wirkende Dichtung. Schon der Auftakt, eine als Disputation gehaltene Lehrstunde bei einem Rabbiner, läßt rätseln, ob man wirklich verstehen und recht deuten wird, was anscheinend doch klar vor Augen liegt... "Aber wenn wir alt werden und nach rückwärts zu lauschen lernen, hören wir ein leises Murmeln, und das ist die Zeit, welche wir verlassen haben." Dieses Buch sollte man lesen, wenn man in sehr ruhiger Gemütsverfassung ist, und auch dann nur in kleinen Abschnitten, lieber vor- und zurückblätternd, manche Passage wiederholend. Keinesfalls sollte man erwarten, in den Charakteren wie in jenen eines Tatsachenberichts oder eines Historischen Romans die Ära, welche sie wie eine Hülle um sich tragen, wie eine Fotographie repräsentiert zu sehen.