EBOOK

Verfassung


€ 62,00
 
kartoniert
Sofort lieferbar
September 2002

Beschreibung

Beschreibung

Begriff und Bedeutung der Verfassung gewinnen durch die europäische Verfassungsdiskussion neue Aktualität. Es ist offenkundig, dass Verfassung in einem supranationalen Kontext nicht dasselbe bedeuten kann wie im Nationalstaat. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass die Herausbildung überstaatlicher politischer Handlungseinheiten die nationale Verfassung nicht unberührt lässt. Überdies schärfen die nur zum Teil geglückten Verfassungsprojekte in den ehemals sozialistischen Ländern wie auch in anderen neu konstitutionalisierten Staaten das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen tatsächlicher und normativer Verfassung. Manche Fragen, die sich damit verbinden, sind nicht völlig neu. Sie haben sich vielmehr schon früher gestellt und sind nur durch den Siegeszug des modernen Konstitutionalismus im Verlauf des 20. Jahrhunderts in den Hintergrund getreten. Das gilt etwa für die Frage nach dem Sinn von Verfassung, bevor sich der moderne, auf den Nationalstaat bezogene Konstitutionalismus herausbildete, oder für die Frage nach der Abhängigkeit der normativen Verfassung von den tatsächlichen Zuständen und Machtverhältnissen eines Landes.
Eine Vergewisserung über die Wandlungsprozesse, die sich in der Geschichte des Verfassungsbegriffs widerspiegeln, verspricht daher auch Orientierungshilfen in der jetzigen Umbruchsituation. Gleichzeitig kann sie den Reichtum an Vorstellungen und Bezügen offenbaren, der sich mit dem historischen Begriff der Verfassung verbindet.
Aus dem Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsübersicht: H. Mohnhaupt, A. Verfassung I: Konstitution, Status, Leges fundamentales von der Antike bis zur Aufklärung: Einleitung: Definitionsbreite des modernen Verfassungs-Begriffs - Antike - Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Wort- und Begriffsverwendung - Constitutio und Verfassung im Bereich der Medizin und in der "Politica"-Literatur - "Lex fundamentalis" und "constitution" - Schriftlichkeit: "Verfassung" und Verfaßtes - Kleine Organisationseinheiten und staatlicher Gesamtverband - "Lex fundamentalis" und "Grundgesetze" - "Status" und Staatsform des Reiches - Der doppelte "Verfassungs"-Begriff als rechtlicher und außerrechtlicher Zustand: Staat und Statistik - Territorialstaat und "Landesverfassung" - Die Ordnung des Reiches - Wörterbuchebene und literarische Definitionsversuche: Kombinationsvielfalt und sachliche Differenzierung - "Constitution" und "Nation" bei Vattel - "Verfassung" und Gesetzgebung - Kodifikation des Privatrechts und der "Verfassung" - D. Grimm, B. Verfassung II: Konstitution, Grundgesetz(e) von der Aufklärung bis zur Gegenwart: Entwicklungsrichtung - Die Anfänge des Konstitutionalismus - Die Zeit der Verfassungskämpfe - Konsolidierung und Krise der rechtlichen Verfassung - Ausblick - Literaturverzeichnis

Portrait

Dieter Grimm wurde 1979 Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bielefeld und war von 1987 bis 1999 Richter des Bundesverfassungsgerichts. Seit seinem Ausscheiden aus dem Gericht ist er Professor für Öffentliches Recht an der Humboldt-Universität zu Berlin, ferner künftiger Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Er unterrichtet überdies an der Yale University und der New York University. Zahlreiche Veröffentlichungen.
EAN: 9783428109524
ISBN: 342810952X
Untertitel: Zur Geschichte des Begriffs von der Antike bis zur Gegenwart. 2. Auflage.
Verlag: Duncker & Humblot GmbH
Erscheinungsdatum: September 2002
Seitenanzahl: XI
Format: kartoniert
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben