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Finanzier - Förderer - Vertragspartner


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Dezember 2013

Beschreibung

Beschreibung

Das Verhältnis zwischen Hochschulen und Industrie im 19. und 20. Jahrhundert ist bis heute ein Randthema der deutschen Universitätsgeschichte. Am Beispiel von Jena zeigt die vor­liegende Studie die Motive, Bandbreite und Reichweite der industriellen Förderung universitärer Forschung durch die Carl-Zeiss-Stiftung auf. Dabei wird erkennbar, dass die Zusammenarbeit zwischen Universität und Großindustrie zwar für beide Seiten ertragreich war, aber dennoch stets begrenzt blieb. Die Relationen zwischen Staat, Wissenschaft und Wirtschaft unterlagen im Untersuchungszeitraum einer ausgeprägten Dynamik. Das Spannungsverhältnis zwischen den Partnern ließ dann im 20. Jahrhundert das Experiment einer universitär-industriellen 'Großforschung' scheitern, nicht zuletzt aufgrund einschneidender politisch-gesellschaftlicher Zäsuren insbesondere in der DDR.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt Vorwort I. Das Verhältnis von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft in der geschichts- und sozialwissenschaftlichen Forschung 1. Begrüßung mit Vorbehalt: Die Universität Jena und ihre Förderung durch die optische Industrie beim Aufbruch in die Moderne 2. Die Auswirkungen politik- und ideengeschichtlicher Paradigmen innerhalb der Geschichtswissenschaft auf die Erforschung des Verhältnisses zwischen Staat, Wissenschaft und Wirtschaft 3. Ältere und neue Perspektiven der Wirtschafts-, Sozial-, Wissenschafts- und Technikgeschichte 4. Fragestellung und methodischer Ansatz II. Vorspann: Zu den Ausgangsbedingungen des Zusammenwirkens von Universität, staatlicher Administration und Industrie im 19. Jahrhundert III. Private Wissenschaftsförderung als neuer Eckpfeiler innerhalb des Großbetriebes der Wissenschaft ? Die Carl-Zeiss-Stiftung und die Universität Jena im Kaiserreich und in der frühen Weimarer Republik (1886 1923) 1. Die Universität Jena und der allgemeine Ausbau der Bildungsund Forschungslandschaft im Kaiserreich unter industrieller Beteiligung (1886 1914) 1.1. Private Wissenschaftsfinanzierung, betriebliche Sozialreform, kommunales Engagement: Die Gründung der Carl-Zeiss-Stiftung (1886 1900) 1.2. Zwischen Subsidiarität und finanzieller Grundlagenstütze: Die Carl-Zeiss-Stiftung und das Problem der allgemeinen Reichweite privater Wissenschaftsfinanzierung 1.3. Private Wissenschaftsfinanzierung und -förderung zwischen Eigeninteressen, anwendungsbezogenen Kontexten und sozio-kulturellem Prestige 1.4. Wer zahlt, schafft an? Zum allgemeinen Verhältnis von Staat, industriellem Sponsor und universitärer Verfassung 1.5. Betrieb, Kommune, Universität: Zum Verhältnis der Förderaktivitäten der Carl-Zeiss-Stiftung 1.6. Ausbau und Diversifizierung im Spannungsfeld von Krise und Blüte der deutschen Wissenschaft Inklusion, Exklusion, Separation, Teil 1: Die Einrichtung neuer naturwissenschaftlich-technischer Lehrstühle und Institute in Jena und Göttingen Inklusion, Exklusion, Separation, Teil 2: Die Etablierung betriebs- und rechtswirtschaftlicher Studien an der Jenaer Universität Konkurrenz oder Komplementarität? Private Wissenschaftsfinanzierung und die Gründung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen 2. Der Krieg als Katalysator einer neuen Partnerschaft? Die Zeiss-Stiftung und die Jenaer Universität zwischen Substanzerhalt und politisch-militärischer Mobilisierung (1914 1918) 3. Private Wissenschaftsfinanzierung zwischen Ausbau und Erosion: Die Carl-Zeiss-Stiftung und die Gründung neuer Forschungsförderorganisationen 4. Deuten, Erinnern, Danken: Praktiken des institutionellen Umgangs mit privater Wissenschaftsfinanzierung im Spannungsfeld von Tradition und Umbruch 5. Zwischenresümee IV. Die Industrie als Förderer universitärer Neuprofilierung und Mobilisierung ? Die Zeiss-Stiftung und die Jenaer Universität von den 1920er-Jahren bis zum Ende der NSDiktatur (1924 1945) 1. Am Rande? Die Zeiss-Stiftung und die allgemeine Entwicklung der Universitätsfinanzen (1924 1945) 2. Kontinuitäten und Umbrüche: Einige Bemerkungen zur Förderstruktur der Carl-Zeiss-Stiftung in der Zeit von 1924 1942/45 3. Zum Verhältnis von Stiftung, Universität und Nationalsozialismus 4. Die optische Industrie und die Jenaer Universität im Zweiten Weltkrieg (1939 1945) 5. Zur Traditionsbildung zwischen 1924 und 1945 6. Zwischenresümee V. Vertragspartner wider Willen: Die Jenaer Hochschule und die optische Industrie in der SBZ/DDR (1945 1971) 1. Neubeginn Wiederbeginn Abschied? Die Zeiss-Stiftung und die Förderung der Universität Jena von 1945 bis 1971 2. Wenn wir nicht mehr forschen, können wir auch nicht mehr lehren : Die optische Industrie und die Mechanismen universitärer Schwerpunkt- und Profilbildung in der SBZ/DDR 3. Mangelnde Zuwendung, falsche Prioritäten, systemgebundene Überforderung? Die Vertragsforschung und die allgemeine Wissenschafts- und Wirtschaftspoliti

Portrait

Christoph Matthes wurde mit der vorliegenden Untersuchung an der Universität Jena promoviert.
EAN: 9783412210687
ISBN: 3412210684
Untertitel: Die Universität Jena und die optische Industrie 1886-1971. 'Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen, Kleine Reihe'.
Verlag: Böhlau-Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Dezember 2013
Seitenanzahl: XI
Format: gebunden
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