EBOOK

Von Freiheit, Solidarität und Subsidiarität - Staat und Gesellschaft der Moderne in Theorie und Praxis.


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Februar 2013

Beschreibung

Beschreibung

Der Eichstätter Neuzeithistoriker Karsten Ruppert ist ein besonderer Vertreter seines Faches: Er gehört zu den immer weniger werdenden Historikern, die durch Forschungen von der Frühen Neuzeit bis zur Zeitgeschichte ausgewiesen sind. Lange bevor der Mainstream der Forschung es zum Credo erhoben hat, ging sein Blick über die deutschen Grenzen - insbesondere in Richtung Nordamerika - hinaus. Ohne seine Verpflichtung gegenüber der klassischen historisch-kritischen Methode zu verleugnen, hat er sich zudem immer wieder offen für neuere Trends der Geschichtswissenschaft gezeigt. Aus Anlass seines 65. Geburtstages widmen ihm Lehrer, Kollegen und Schüler aus Europa und den USA eine Festschrift mit dem sprechenden Titel »Von Freiheit, Solidarität und Subsidiarität«, die der Breite seiner wissenschaftlichen Interessen Rechnung zu tragen sucht. Sie umfasst 25 Studien zur Ideen- und Verfassungsgeschichte der europäischen Moderne, zu politisch-sozialen Bewegungen und Parteien des 19. und 20. Jahrhunderts, deutscher Außenpolitik im globalen Kontext sowie Identitätsfragen und kulturellen Praxen. Das Interesse gilt ebenso Antikatholizismus, Antisemitismus, Abendlandidee und Kommission für Zeitgeschichte wie deutschem Theater, Gedenkstättenarbeit, Ausländerbeschäftigung und modernem Fußball. Im Fokus stehen Berlin, Stuttgart, Neckarsulm, Leverkusen und Sinsheim, aber auch Großbritannien, Jugoslawien, Russland, Brasilien und der Nahe Osten. Reichskanzler, Bundespräsidenten und Minister werden betrachtet, desgleichen Adlige, Theologen und Wahnsinnige. Etliche Beiträge präsentieren instruktive Fragestellungen, nicht wenige bisher nicht oder kaum beachtetes Quellenmaterial. Der Band vereint renommierteste Fachvertreter wie Margaret Lavinia Anderson, Heinz Hürten oder Rudolf Morsey und eine beträchtliche Anzahl von Nachwuchskräften. Historiker treffen auf Politikwissenschaftler und Germanisten. Die Altersspanne zwischen dem ältesten und dem jüngsten Beiträger liegt sinnfälligerweise bei über 60 Jahren.

Inhaltsverzeichnis

Sektion I: Identität und kulturelle Praxis
Waltraud Schreiber
Gedenkstätten und historische Ausstellungen lesen (lernen). Das Beispiel Gedenkstätte Berliner Mauer
Margaret Lavinia Anderson
Anatomy of an Election. Anti-Catholicism, Antisemitism, and Social Conflict in the Era of Reichsgründung and Kulturkampf
Thomas Pittrof
Theatergeschichte in der Weimarer Republik, davor und danach: Der Fall Wilhelm Carl Gerst
Stephanie von Göwels und Markus Raasch
Betriebliche Identität und Ausländerbeschäftigung. Das Beispiel der Firma Bayer
Mathias Pfaffel
Möglichkeiten und Grenzen politischer Einflussnahme auf unternehmerische Entscheidungen. Das Beispiel der Fusion der NSU Motorenwerke AG und der Auto Union GmbH im Jahr 1969 mit ihren Auswirkungen auf die Anliegergemeinde Neckarsulm
Florian Basel
Zum Problem von Traditionserzählung und Moderne im deutschen Fußball. Ein allgemeiner Blick unter besonderer Berücksichtigung der Rhein-Neckar-Region
Sektion II: Außenpolitik in internationaler Perspektive
Sabine Thielitz
Großbritannien in der Außenpolitik Otto von Bismarcks nach der Reichsgründung bis zum Berliner Kongress 1871-1878
Thomas Fischer
Brasilien und der Völkerbund
Hans-Christof Kraus
Friedrich Thimme. Ein Historiker und Akteneditor im »Krieg der Dokumente« 1920-1937
Marc Christian Theurer
Kontinuität und Diskontinuität. Entspannungspolitik der Bundesrepublik Deutschland am Beispiel Jugoslawiens 1957-1968
Gert Krell
Der Nahost-Konflikt zwischen Geschichte und nationalen Narrativen
Sektion III: Verfassungs- und Geistesgeschichte der Moderne
Hans Fenske
»Die Freyheit ist der Menschen Eigenthum«. Zur Frühgeschichte des deutschen Liberalismus
Markus Raasch
Die politische Ideenwelt des Adels. Das Beispiel der Zentrumspartei in der Bismarckära
Leonid Luks
Die Auseinandersetzung Sergej Bulgakovs mit den totalitären Versuchungen von links und rechts
Gerhard Wenzl
»Das Reich und Europa«. Der Reichsgedanke der Schutzstaffel
Stefan Gerber
Vom Barnabasbrief zum »Mythus des 20. Jahrhunderts«. Philipp Haeuser (1876-1960)
Tobias Hirschmüller
Nicht die »volkstümlich vereinfachte Rolandsfigur«. Die Bismarckidee bei Theodor Heuss
Winfried Becker
Die Abendlandidee
Klaus Stüwe
Staatszweck Sicherheit: Reichweite und Grenzen. Risiken, Gefahren und der Wunsch nach Sicherheit
Sektion IV: Politisch-soziale Bewegungen und Parteiengeschichte
Larry Eugene Jones
Adolf Hitler and the 1932 Presidential Elections. A Study in Nazi Strategy and Tactics
Rudolf Morsey
War Fritz Gerlich für seinen »Geraden Weg« 1932/33 auf Informationen des Nachrichtenhändlers Georg Bell angewiesen? Ein Beitrag zur Gerlich-Forschung
Markus Herbert Schmid
Paradigmenwechsel oder Ausdruck nationalsozialistischer Polykratie? »ZIEL UND WEG« der Protagonisten des NSDÄB
Michael F. Feldkamp
Der Zwischenruf »Der Bundeskanzler der Alliierten!« und die parlamentarische Beilegung des Konfliktes zwischen Konrad Adenauer und Kurt Schumacher im Herbst 1949
Michael Kitzing
Der »Manager der Heusteigstrasse«. Der Beitrag Alex Möllers zur Entstehung und Konsolidierung des Südweststaates
Wilfried Loth
Der Katholizismus und die Durchsetzung der modernen Demokratie
Heinz Hürten
50 Jahre Kommission für Zeitgeschichte. Überlegungen zu Problemen der Katholizismusforschung
Anhang
Autorenverzeichnis

Portrait

Markus Raasch absolvierte von 1999-2003 ein Studium der Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Anschließend promovierte er dort bei Kurt Düwell über das Thema »Wir sind Bayer. Eine Mentalitätsgeschichte der deutschen Industriegesellschaft am Beispiel des rheinischen Dormagen (1917-1997)«. Seit Dezember 2006 ist er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Dort schloss er im Sommersemester 2012 seine Habilitation ab mit der Arbeit »Der Adel auf dem Feld der Politik. Das Beispiel der Zentrumspartei in der Bismarckära (1871-1890)«.
Karsten Ruppert absolvierte von 1967-1972 ein Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie und Pädagogik an der Universität in Bonn. Nach seiner Promotion im Jahre 1978 war er Assistent bei Rudolf Morsey am Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. 1990 schloss er seine Habilitation an der Technischen Universität Karlsruhe ab mit der Arbeit »Im Dienst am Staat von Weimar. Das Zentrum als regierende Partei in der Weimarer Demokratie 1923-1930«. Nach verschiedenen Lehrstuhlvertretungen wurde er am 1. Oktober 1995 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Tobias Hirschmüller absolvierte von 2000-2004 zunächst ein Studium der Sozialen Arbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. 2010 schloss er dann dort ein Magisterstudium mit dem Hauptfach Neuere und Neueste Geschichte ab. Seine Magisterarbeit trug den Titel »Bedeutung und Funktion von Friedrich dem Großen und Otto von Bismarck in der Nationalsozialistischen Geschichtspolitik im Vergleich«. Seit Oktober 2010 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Eichstätter DFG-Projekt »Edition der Akten der Provisorischen Zentralgewalt von 1848/49«. Das Thema seiner Dissertation lautet: »Erzherzog Johann als Reichsverweser der provisorischen Zentralgewalt von 1848/1849«.
EAN: 9783428138067
ISBN: 3428138066
Untertitel: Festschrift für Karsten Ruppert zum 65. Geburtstag. 'Beiträge zur Politischen Wissenschaft'. 28 Schwarz-Weiß-Abbildungen.
Verlag: Duncker & Humblot GmbH
Erscheinungsdatum: Februar 2013
Seitenanzahl: 787 Seiten
Format: kartoniert
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