EBOOK

Rückkehr der politischen Ökonomie


€ 7,99
 
pdf eBook
Sofort lieferbar (Download)
April 2013

Beschreibung

Beschreibung

Offenkundig regeln sich die Märkte nicht selbst. So kehrt die politische Ökonomie zurück, die schon immer nach den politischen Voraussetzungen allen Wirtschaftens gefragt hat. Ihrem Comeback ist die Ausgabe 2/2013 des Mittelweg 36 gewidmet.

Die Gründe für diese Rückkehr erläutert der Harvard-Historiker Charles S. Maier in seinem Beitrag über Das Politische in der Ökonomie. Wie geschichtliche Erinnerung die unterschiedlichen Wahrnehmungen der gegenwärtigen Finanzkrise prägt, ist das Thema des Wirtschaftshistorikers Adam Tooze. Sein Aufsatz "Diesmal ist es wirklich anders gipfelt in einem feinkörnigen Porträt von Paul Krugman, dem gegenwärtig wohl nicht nur in den Vereinigten Staaten prominentesten Interpreten der Weltökonomie.

Zur Rückkehr der politischen Ökonomie gehört zumindest auf rhetorischer Ebene auch die Rückkehr vermeintlich unerbittlicher Tatsachen: Allenthalben wird ein illusionsloser Realismus gefordert. Voraussetzungen und Folgen dieser Forderung für ein Verständnis der Gegenwart beleuchtet der Kulturhistoriker Peter Fritzsche in seinem Essay Seien wir realistisch!

Schon lange vor der Lehman Brothers Pleite im September 2008 hatte der Wirtschaftswissenschaftler Richard Duncan die Krise des internationalen Finanzsystems vorhergesagt: Eine bestechende Analyse des Kapitalismus in seiner gegenwärtigen Form liefert das Interview Eine neue Weltwirtschaftskrise?

Welche Auswirkungen die britische Finanzpolitik auf den Zustand der Universitäten des Landes hat und wie sich dagegen Widerstand formiert, beleuchtet Wolfgang Kraushaars Protest-Chronik.

Inhaltsverzeichnis

Seite 1: "Marx lebt sehr zurückgezogen"
Bilder: Die Dinge, mit denen wir leben
Editorial
Charles S. Maier: Das Politische in der Ökonomie. Zur Machtvergessenheit der Wirtschaftswissenschaft
Adam Tooze: Diesmal ist es wirklich anders. Amerikas "Große Rezession" im Spiegel der Geschichte
Peter Fritzsche: Seien wir realistisch! Über harte und weiche Fakten
Eine neue Weltwirtschaftskrise? Interview mit Richard Duncan
Nachrichten aus dem Institut
Aus der Protest-Chronik

Portrait

Charles S. Maier, Ph.D., Historiker, Leverett Saltonstall Professor of History, Harvard University

Adam Tooze, Ph.D., Wirtschaftshistoriker, Professor of Modern German History, Yale University

Peter Fritzsche, Ph.D., Historiker, Professor of History und Professor of Russian, East European, and Eurasian Studies, University of Illinois (Urbana-Champaign)

Richard Duncan, Ökonom, Chefvolkswirt von Blackhorse Asset Management in Singapur und Autor von "The Dollar Crisis. Causes, Consequences, Cures" (2003) und weiterer Bücher zur globalen Finanzwirtschaft

Wolfgang Kraushaar, Dr. phil., Historiker und Politologe, Hamburger Institut für Sozialforschung

Leseprobe

Alle Beiträge im Themenschwerpunkt dieser Ausgabe des Mittelweg 36 sind - mit Ausnahme des Interviews, das die New Left Review mit dem amerikanischen Ökonomen Robert Duncan geführt hat - aus einer Konferenz hervorgegangen, die das "Berliner Colloquium zur Zeitgeschichte" im September letzten Jahres veranstaltete. Bettina Greiner und Bernd Greiner hatten eine international besetzte Gruppe von Historikern und Ökonomen in die Europäische Akademie geladen, um zwei Tage lang über das inhaltlich von Tim B. Müller vorbereitete Thema "Die Rückkehr der politischen Ökonomie" zu diskutieren. Das zeitdiagnostisch virulente Thema, der abgeschiedene Ort im alten Westen der neuen Hauptstadt und der Zeitpunkt des Treffens erwiesen sich als glückliche Wahl. Es kam zu einem außerordentlich lebhaften Gedankenaustausch, der sich nicht zuletzt auf die Frage konzentrierte, welche analytischen Impulse Geschichtswissenschaft, Wirtschaftsgeschichte und politische Ökonomie einem tiefenscharfen Verständnis der gegenwärtigen Krise zu geben vermögen. Deutlich vernehmbar sind die Echos dieser Fragestellung in den Aufsätzen von Adam Tooze, Wirtschaftshistoriker an der Yale University, und Charles S. Maier, der Zeitgeschichte an der Harvard University lehrt. Doch hat sich auch Peter Fritzsche, Professor an der University of Illinois in Urbana und Vertreter der kulturgeschichtlichen Strömung der jüngeren Historiografie, durch die Wirtschafts- und Sozialhistoriker zu einem Beitrag herausfordern lassen, der das Verhältnis von Kultur und Ökonomie sondiert und dabei Stellung zum diskursiven Ort des ökonomischen Wissens nimmt. Selbstverständlich kann es sich mit den hier veröffentlichten Überlegungen nur um den Beginn einer Debatte handeln. Bereits im nächsten Heft unserer Zeitschrift wird ein Aufsatz von Aaron Sahr einige der ausgelegten Fäden aus geldsoziologischer Perspektive wieder aufgreifen. Sicherlich, so ist mit Charles Maier zu vermuten, wird uns die politische Ökonomie auch
in Zukunft schon deshalb zu interessieren haben, weil sie in die Tagespolitik zurückgekehrt ist: als politische Frage nach der Macht in der ökonomischen Sphäre und nach der Verteilung von Reichtum. (...)

Technik

Dieses eBook wird im PDF-Format geliefert und ist mit einem Wasserzeichen versehen. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die PDF unterstützen:

  • tolino Reader
    Öffnen Sie das eBook nach der automatischen Synchronisation auf dem Reader oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die eBook.de READER App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für PDF-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen über "Jetzt lesen" im Browser, oder mit der kostenlosen Lesesoftware Adobe Digital Editions.

Die eBook-Datei wird beim Herunterladen mit einem nicht löschbaren Wasserzeichen individuell markiert, sodass die Ermittlung und rechtliche Verfolgung des ursprünglichen Käufers im Fall einer missbräuchlichen Nutzung der eBook-Datei möglich ist.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

EAN: 9783868548006
Untertitel: Mittelweg 36, Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Heft 2/2013. 1. Auflage. Dateigröße in MByte: 3.
Verlag: Hamburger Edition HIS
Erscheinungsdatum: April 2013
Seitenanzahl: 96 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben