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Haus Tugendhat. Ludwig Mies van der Rohe


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Januar 2015

Beschreibung

Beschreibung

Das Haus Tugendhat in Brünn/Tschechische Republik, von Ludwig Mies van der Rohe 1928-1930 geplant und gebaut, gilt unbestritten als einer der wichtigsten Bauten der europäischen Moderne. 2001 erklärte die UNESCO das Haus zum Welterbe der Kultur. Aufbauend auf dem von Daniela Hammer-Tugendhat und Wolf Tegethoff herausgegebenen Buch (deutsche Ausgabe 1998, englische Ausgabe 2000) beschreiben die drei Autoren in dieser kompletten Neuausgabe private, historische, architekturtheoretische, kunsthistorische und konservierungswissenschaftliche Aspekte des Hauses. Ein besonderer Reiz dieser Monografie liegt in der Veröffentlichung von Fotos aus Familienbesitz, die einen ungewöhnlichen Blick auf das bewohnte Haus zeigen und die intendierte Verbindung von Architektur und Natur nachvollziehbar machen. Die experimentellen künstlerischen Farbfotografien von Fritz Tugendhat gehören zu den Pionierleistungen privat ausgeübter Fototechnik, ihre Erhaltung kann als sensationell bezeichnet werden. Daniela Hammer-Tugendhat stellt die 1931 heftig diskutierte Frage: "Kann man im Haus Tugendhat wohnen?" in einen neuen, kulturhistorisch relevanten Kontext. Mit der Frage des Wohnkonzepts der Moderne setzt sich Wolf Tegethoff am Beispiel des Hauses Tugendhat auseinander: Einleitend beleuchtet er kritisch den Diskurs über das Verhältnis von Auftraggeber und Architekt. Auf der Grundlage der Erforschung des gesamten erhaltenen Planmaterials rekonstruiert er die genaue Baugeschichte des Hauses. Ivo Hammer dokumentiert in zwei Beiträgen die bewegte Geschichte des Hauses seit der Emigration seiner Bewohner bis heute: Auf der Basis der Ergebnisse der von ihm geleiteten internationalen Kampagne zur konservierungswissenschaftlichen Untersuchung des Hauses Tugendhat interpretiert er die Materialität dieses Bauwerks der Moderne im kulturellen Kontext und beschreibt die Ergebnisse der Restaurierung von 2010-2012.

Inhaltsverzeichnis

Daniela Hammer-Tugendhat: Einleitung.
Grete Tugendhat: Zum Bau des Hauses Tugendhat.
Daniela Hammer-Tugendhat: Leben im Haus Tugendhat.
Daniela Hammer-Tugendhat: Kann man im Haus Tugendhat wohnen?- Grete und Fritz Tugendhat: Die Bewohner des Hauses Tugendhat äußern sich.
Grete Tugendhat: Architekt und Bauherr.
Daniela Hammer-Tugendhat: Fritz Tugendhat als Fotograf.
Wolf Tegethoff: Ein Wohnhaus der Moderne im Spannungsfeld seiner Zeit.
Ivo Hammer: Surface is Interface. Geschichte des Hauses Tugendhat bis 1997 und Probleme der Erhaltung.
Ivo Hammer: Familienhaus und Kulturdenkmal. Geschichte des Hauses Tugendhat seit 1997, konservierungswissenschaftliche Untersuchung der Materialität und Restaurierung 2010-12.
Nina Franziska Schneider und Wolf Tegethoff: Katalog der ursprünglichen Möblierung des Hauses Tugendhat.
Farbabbildungen.
Literaturverzeichnis.
Abbildungsnachweis.
Die Familie Tugendhat.
AutorInnen.

Portrait

Daniela Hammer-Tugendhat. Geb. 1946 in Caracas/Venezuela. Studium der Kunstgeschichte und Archäologie in Bern und Wien. Promotion mit einer Arbeit über Hieronymus Bosch und die Bildtradition. Habilitation über Studien zur Geschichte der Geschlechterbeziehung in der Kunst. Professorin für Kunstgeschichte an der Universität für angewandte Kunst in Wien und Dozentin am Kunsthistorischen Institut der Universität Wien. Forschungsschwerpunkt: Malerei der frühen Neuzeit. Ivo Hammer. Geb. 1044. Ausbildung zum Restaurator, Studium der Kunstgeschichte und Archäologie in Freiburg und Wien. Promotion mit einer Arbeit über bürgerlichen Realismus. Von 1976 bis 1997 Leitender Restaurator des österreichischen Bundesdenkmalamtes; Schwerpunkte: Beethovenfries von Gustav Klimt (1902), die romantischen Wandmalereien von Lambach (um 1080)und Salzburg Nonnberg (um 1150), die Fassaden der Festung Hohensalzburg (15./16. Jh.) Seit 1997 Professor für Konservierung/Restaurierung von Wandmalerei/Architekturoberfläche an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden. Wolf Tegethoff. Geb. 1953. Studium der Fächer Kunstgeschichte, Städtebau, Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Bonn und an der Columbia University in New York. Promotion 1081 über die Villen und Landhausprojekte Mies van der Rohes. Hochschulassistent in Kiel, Seit 1991 Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München mit Lehrtätigkeit an den Universitäten Bonn, Haifa, Innsbruck, München, Regensburg und Venedig. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Werk Mies van der Rohes, u.a. Mies van der Rohe: Die Villen und Landhausprojekte (1981, engl. Ausg. 1984).
EAN: 9783990435038
ISBN: 3990435035
Untertitel: 3. Auflage. 195 Schwarz-Weiß- und 140 farbige Abbildungen.
Verlag: Birkhäuser Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Januar 2015
Seitenanzahl: 272 Seiten
Format: gebunden
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