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'Schuld' im Kontext der Handlungslehre Hegels


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Dezember 2012

Beschreibung

Beschreibung

Die philosophische Rede von der Schuld umgreift ein breites Bedeutungsspektrum, von der Existenz- und Religionsphilosophie bis zur Ästhetik. Hegel bestimmt den Begriff der Schuld jedoch vornehmlich im Zusammenhang seiner Lehre von der Handlung als einem konstitutiven Bestandteil seiner Moralitätskonzeption. Zentraler Gegenstand dieser Untersuchung sind deshalb Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts; sie bezieht jedoch auch handlungstheoretische Aspekte der Phänomenologie des Geistes, der Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte sowie der Wissenschaft der Logik ein. Die Auseinandersetzung mit dem von Hegel begründeten und mit seiner Schuld- und Strafkonzeption untrennbar verwobenen Begriff der Handlung erfolgt jedoch nicht im rein philosophiehistorischen Interesse, sondern sie erweist Hegels Handlungskonzeption mit Blick auf aktuelle Diskussionen innerhalb der Rechtswissenschaft als bedeutenden historisch-systematischen Bezugspunkt sowie als mitunter notwendiges Korrektiv.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. Einführung. 1.1 Hegels Konzeption der Handlung als Ausdruck einer >objektiven Finalität< - 1.2 Der Streit um die Willensfreiheit
2. Zum Bedeutungswandel der Schuld. 2.1 Von der objektiven zur subjektiven Schuldauffassung - 2.2 Zur Schuldauffassung der antiken Tragödie im Vergleich zur Moderne - 2.3 Ein Blick in die Geschichte des Rechts - Exkurs I: Über die Wurzeln der Schuld in der Haftung - Gerhard Dulckeits Philosophie der Rechtsgeschichte - Exkurs II: Schuld und Schulden - Nietzsches Genealogie der Schuld
3. »Schuld hat erst der für sich freie Wille.«. Zur Herausbildung schuldfähiger Subjektivität in Hegels Lehre vom subjektiven Geist - 3.1 Zum Verhältnis von Erkennen und Wollen - 3.2 Leiden an der Differenz: das praktische Gefühl -
3.3 Zur Genese selbstbestimmten Handelns: Trieb und Willkür - 3.4 Gewohnheit und Triebökonomie - 3.5 Die Schuld des für sich freien Willens - 3.6 Vom endlichen und unendlichen Willen: Zusammenfassung und Ausblick
4. Der schuldige Mensch: Hegels Theorie der Moralität. 4.1 Zum Übergang vom abstrakten Recht zur Moralität - 4.2 Zur Dialektik der Moralität (GPR §§¿104 bis 114) - 4.3 »Die Aufgabe [...] ist unendlich.« - >Das Gute und das Gewissen< (GPR §§¿129 bis 138) - 4.4 Zur Bedingung der Möglichkeit moralischer Urteile - 4.5 Das Böse und die Schuld - 4.6 Schuld als Bildungsprozeß der Entfremdung
5. »Der Stein aus der Hand ist des Teufels.«. Hegels Lehre von der Handlung -
5.1 Handlung und Imputation in den Grundlinien - 5.2 Das Problem der Zurechnungsunfähigkeit - 5.3 Handlungstheoretische Aspekte in der Phänomenologie des Geistes - 5.4 Handlungslogische Implikationen in Hegels Philosophie der Weltgeschichte und die Frage nach der Schuld - 5.5 Die Idee des Guten und der »Schluß des Handelns«
6. Strafe und Gnade. 6.1 Hegels Theorie der Strafe - 6.2 Gnade und Begnadigung - 6.3 Zur strafrechtlichen Rezeption der Handlungslehre Hegels
7. Schlußbemerkungen
EAN: 9783787322831
ISBN: 3787322833
Untertitel: 'Hegel-Studien, Beihefte'. 1. , Aufl.
Verlag: Meiner Felix Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Dezember 2012
Seitenanzahl: 471 Seiten
Format: kartoniert
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