EBOOK

Ein Regenschirm für diesen Tag


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kartoniert
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April 2003

Beschreibung

Beschreibung

Ein Buch, das die Presse verzaubert hat: wunderlich-poetisch, irr-witzig komisch - ein Buch, in dem man das Staunen über den Alltag und über die Merkwürdigkeit des Lebens wiedererlernen kann. Geld verdienen kann man mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten. Zum Beispiel, indem einer seinem Bedürfnis nach distanzierter Betrachtung der Welt folgt, als Probeläufer für Luxushalbschuhe. Er duchstreift die Stadt mit englischem Schuhwerk, trifft dabei zwangsläufig auf eine seiner offenbar zahlreichen früheren Freundinnen, verfaßt Gutachten, für die er 200 Mark bekommt. Doch das Arrangement bröckelt. Seine letzte Freundin, Lisa, verläßt ihn, weil sie seine Weigerung, an der Welt mehr als nur flaneurhaften Anteil zu nehmen, nicht mehr erträgt. Und als das englische Schuhhonorar auf 50 Mark herabgesetzt wird, ist Not am Mann.

Portrait

Wilhelm Genazino wurde 1943 in Mannheim geboren, arbeitete zunächst als Journalist, später als Redakteur und Hörspielautor. Als Romanautor wurde er 1977 mit seiner ›Abschaffel‹-Trilogie bekannt und gehört seither zu den wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren.
Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt, unter anderem erhielt er 1998 den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 2004 den Georg-Büchner-Preis. 2007 wurde er mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, 2010 mit dem Rinke-Sprachpreis. 2011 wurde Genazino in die Akademie der Künste gewählt. 2013 erhielt er den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2014 den Samuel-Bogumil-Linde-Preis für sein literarisches Werk. Wilhelm Genazino lebt in Frankfurt am Main.

Pressestimmen

»Pointillist der zwischenmenschlichen Beziehung«
Jürgen Verdofsky, Frankfurter Rundschau
EAN: 9783423130721
ISBN: 3423130725
Untertitel: 'dtv'.
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: April 2003
Seitenanzahl: 176 Seiten
Format: kartoniert

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Kundenbewertungen

Polar - 04.07.2007, 13:34
Im Regen wie im Sonnenschein
Ein Mann läuft Schuhe ein. Allein für diese Idee gilt es, Genazino zu rühmen, und es gelingt ihm im Verlauf seiner Geschichte, daß man sich vorstellt, wie auch in der eigenen Stadt jemand unterwegs ist, um ledernde Produkte einzulaufen. Eigentlich ein schöner Beruf, viel zu wenig beachtet. Nur daß auch die ausgeglichenste Tätigkeit einen nicht davor bewahrt, daß die Freundin einen verläßt, weil man sich zu sehr aufs Beobachten verlegt hat, oder daß man in finanzielle Nöte gerät, wenn das Honorar pro Paar gesenkt wird. Mit einmal sieht man sich den profanen Dingen des Lebens ausgesetzt. Doch wenn sie von Genazino erzählt werden, bleiben sie leicht, schwebend und einem Schmunzeln behaftet.
Elisabeth Stein-Salomon - 11.11.2006, 20:20
leise Dramen und Episoden des Alltags
Mit Leichtigkeit und viel skurrilem Humor erzählt Genazino eine Episode aus dem Leben eines sensiblen und gebildeten, aber völlig unambitionierten Mannes, eines Aussenseiters in unserer Gesellschaft. Er ist ein Flaneur und Müßiggänger, der durch die Straßen einer deutschen Großstadt streunt und dabei - im wahrsten Wortsinn - seinem Beruf nachgeht. Er testet Schuhe, "Budapester" und ähnliche Luxusmodelle. Die Ergebnisse seiner Tätigkeit fließen zum Teil in Gutachten über die getragenen Schuhe, zum Teil in erleuchtende Reflexionen über die Grundmerkwürdigkeit des Lebens ein - da ist einer auf der Suche nach der geheimen Magie der Dinge, fängt Impressionen ein, und lässt sie zu Augenblicksbildern gerinnen. Genazinos Buch fasziniert durch diesen "verrückten" Blick auf die Welt, auf die leisen Dramen und Episoden des Alltags.