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Philip und die anderen


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März 2003

Beschreibung

Beschreibung

TITLE:Philip und die anderenIn Philip und die anderen erzählt Cees Nooteboom die Geschichte eines jungen
Mannes, der, einem traumhaften chinesischen Mädchen auf der Spur, quer
durch Europa trampt, von Bekanntschaft zu Bekanntschaft eilt und in den
Jugendherbergen und auf den Straßen seine "Schule des Lebens" besucht.
In sieben Kapiteln entfaltet der "fabulierende Magier" (FAZ) ein melancholisches
Märchen, in dem die Erotik keine nebensächliche Rolle spielt: Hier erfahren
wir, so der Schriftsteller Hermann Lenz, "tastend und staunend das Lebensgefühl
der Jugend, die einem unbestimmten Ziel entgegengeht und der Welt mit Zärtlichkeit
begegnet". Philip und die anderen, Nootebooms Erstling, vor gut fünfzig
Jahren geschrieben und als Kultbuch von Generation zu Generation weitergereicht,
ist ein ganz besonderer Roman: "Es ist erstaunlich", schrieb der Kritiker
Rolf Brockschmidt, "mit welcher Sprachgewandtheit Nooteboom mit 21 Jahren
dieses Buch schrieb, dessen Bilderwelten von Tod und Vergänglichkeit, von
Sehnsucht und Fernweh unweigerlich an die deutsche Romantik erinnern, ja,
dieses Buch ist eigentlich ein sehr deutsches Buch in diesem romantischen
Sinn." Daß dieses Buch, 1958 bei Diederichs in Köln erschienen, jetzt neu
gelesen und erneut entdeckt werden kann, verdanken wir Helga van Beuningen,
die Cees Nootebooms Arbeiten seit vielen Jahren ins Deutsche überträgt
- und der mit der Neuübersetzung dieses Romans ein Meisterstück gelungen
ist. Im Vorfeld seines 70. Geburtstages im Juli 2003 ist es ein Geschenk
für die vielen Leserinnen und Leser Nootebooms.
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Portrait

Cees Nooteboom wurde am 31. Juli 1933 in Den Haag geboren. 1955 erschien sein erster Roman (Philip en de anderen), der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel Das Paradies ist nebenan veröffentlicht wurde (und 2003 in der Neuübersetzung von Helga van Beuningen unter dem Titel Philip und die anderen erneut eine große Lesergemeinde fand). Nooteboom berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band Paris, Mai 1968). Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportagen als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller. 1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem inzwischen auch verfilmten Roman Rituale (Rituelen) große Erfolge. Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist, umfaßt Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane wie Allerseelen (Allerzielen). Die neun Bände seiner Gesammelten Werke enthalten neben den bereits publizierten Büchern zahlreiche erstmals auf deutsch vorliegende Texte. Der Quarto-Band Romane und Erzählungen versammelt die gesamte fiktionale Prosa des Autors.
Cees Nooteboom lebt in Amsterdam und auf Menorca.


Pressestimmen

Wer an die Glocke schlägt, die in der Jugend gegossen und durch mehr oder weniger langes Läuten eingeweiht, danach aber eingemottet und fast vergessen wurde, dem ist man dankbar für jedes Wort, das an dieses für immer verklungene Läuten erinnert. Hier ist sie, die Sehnsucht von früher, als alles leicht war, als man sein Bündel schnüren und durch die Welt ziehen konnte, getrieben wie Pihilp von einer Sehnsucht ohne Namen, aber mit einem Gesicht: in eine unbekannte Asiatin verliebt sich der junge Mann durchs Hörensagen, er sieht sie einmal ganz kurz an einem Strand. Und er trifft sie - natürlich, denn sonst wäre es kein Roman - gegen Ende des Buches wieder. Ebenso natürlich, denn sonst wäre es keine Jugend, die zuende geht, verliert er sie aber wieder, indem er freiwillig von ihr lassen muss, weil sie, die junge Frau: weil sie geht und weitermuss in ihrem eigenen Leben.

Was bleibt einem da? Ach, die Sehnsucht findet immer eine Antwort, auch wenn sie nichts gefragt hat, wenn sie nur die lauen Sommernächte durchwebte. Nootebooms Poesie trägt noch heute. Sie wirkt im Hintergrund, entsteht durch die Atmosphäre, obwohl das Buch fast 50 Jahre alt ist. Es trägt noch heute, aber das Heute ist anders. Darum wirkt der Text ein wenig von Gestern, weil man sich in den Leuten, die in dieser seiner Welt auftauchen, nicht wiedererkennt. Aber das Thema - Liebe naürlich - ist so zeitlos und unsterblich, wie man ist, wenn man jung ist. Und das ist immer noch eine Frage der Definition. "Philip und die anderen" - unbedingt anwenden bei akutem Weltschmerz.

© Andreas Reikowski

EAN: 9783518414354
ISBN: 3518414356
Untertitel: Roman. Originaltitel: Philip en de anderen. Empfohlen Ab 16 Jahre. 4. Auflage.
Verlag: Suhrkamp Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: März 2003
Seitenanzahl: 168 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Helga van Beuningen
Format: gebunden
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