EBOOK

Und schuf mir einen Götzen / Aufbewahren für alle Zeit / Tröste meine Trauer


€ 19,50
 
kartoniert
Noch nicht erschienen
März 2003

Beschreibung

Beschreibung

Der Humanist und Weltbürger Lew Kopelew hat seine autobiographischen Werke als eine Einheit verstanden und sich stets gewünscht, daß sie als ein großer Bericht über Menschlichkeit und Verständigung in Zeiten von Krieg und Unterdrückung gelesen werden. "Und schuf mir einen Götzen" schildert die Jahre der Kindheit und Jugend, in denen der Sproß eines bürgerlich-jüdischen Elternhauses zum überzeugten Kommunisten wird. "Aufbewahren für alle Zeit!" ist der schonungslose Bericht über den Propagandaoffizier Kopelew, der sich beim Einmarsch der sowjetischen Truppen in Ostpreußen 1945 für eine menschenwürdige Behandlung der deutschen Bevölkerung einsetzte und trotz seiner militärischen Verdienste zu zehn Jahren Lager verurteilt wird. "Tröste meine Trauer" beschreibt die Jahre im Spezialgefängnis Marfino, in dem Kopelew von 1947 bis 1954 einsaß. Gemeinsam bilden die drei Bände das erschütternde, beispiellos aufrichtige Dokument vom Leben und Überleben eines Menschen im Zeichen totalitärer Herrschaft.


Portrait

Lew Kopelew, geb. 1912 in Kiew, wurde in jungen Jahren zum überzeugten Kommunisten. Während des 2. Weltkriegs kämpfte er als Propagandaoffizier für die Befreiung der Sowjetunion von Deutschland. Weil er sich beim Einmarsch der sowjetischen Truppen in Ostpreußen für eine menschenwürdige Behandlung der deutschen Bevölkerung einsetzte, wurde er trotz seiner Tapferkeit und seiner militärischen Verdienste zu zehn Jahren Lager verurteilt. In dieser Zeit lernte er Alexander Solschenizyn kennen, der ihn in seinem berühmten Buch 'Im ersten Kreis der Hölle' zu einem seiner Helden (Lew Rubin) machte. Nach seiner Freilassung 1954 und Rehabilitierung 1956 konnte Lew Kopelew als Literaturwissenschaftler und Germanist arbeiten und veröffentlichen; zunehmend setzte er sich für Andersdenkende ein, so für Solschenizyn und Andrej Sacharow und protestierte entschieden gegen die Niederschlagung des "Prager Frühlings". Dadurch geriet er mit der sowjetischen Obrigkeit in scharfen Konflikt. In den 60er Jahren begenete er erstmals Heinrich Böll. Aus dieser Begegnung wurde eine außergewöhnlich tiefe und im positiven Sinne folgenreiche Freundschaft zweier Menschen, die sich im Krieg als Feinde gegenüber gestanden hatten. Als Lew Kopelew mit seiner Frau Raissa Orlowa 1981 vom Breschenew-Regime ausgebürgert wurde, zog er nach Köln, in die Heimatstadt seines Freundes Böll. Der in der Ukraine geborene 'jüdische Russe' erhielt viele Ehrungen, u.a. 1981 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.


EAN: 9783882438949
ISBN: 3882438940
Untertitel: 'Steidl Taschenbücher'. 3 Bde. Schuber.
Verlag: Steidl Gerhard Verlag
Erscheinungsdatum: März 2003
Seitenanzahl: 1472 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Heddy Pross-Weerth, Heinz-Dieter Mendel
Format: kartoniert
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