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Gilles Deleuze im Wunderland


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kartoniert
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Mai 2003

Beschreibung

Beschreibung

Deleuze verschränkt modale Zeitphilosophie und nietzscheanische Werdensphilosophie auf eigentümliche Weise. Einerseits untersucht er Zeit als medienabhängiges Sprachspiel, andererseits sucht er nach dem 'Wesen' des Differenten in Gestalt von 'un peu de temps à l'état pur'. Den Asinotropie-Gedanken der Zeitphilosophie beibehaltend, ist alles Werden bei Deleuze Folge von Asymmetrie. Der ursprungsphilosophische Rückgang bleibt verwehrt. Zeit - wie ein reelhomogenes Diskontinuum über einer fragilen Synthese aus Sukzessivität und Simultaneität errichtet - wird zum Modell für Differenzphilosophie. - Letztlich führt die Verschränkung von Zeit- und Werdensphilosophie zum Aufbrechen der modalzeitlichen Trias. Hintergrund sind Deleuzes Kritik (a) an der Rückführung modalzeitlicher Momente auf modallogische Argumente, (b) an der Auszeichnung einer aktuell wahrnehmbaren Wirklichkeit (Gegenwart) als Beglaubiger und Maß der anderen beiden, virtuell genannten Zeiten, womit Hegels Zurückweisung einer unmittelbaren sinnlichen Gewißheit aufgenommen wird.

Portrait

Mirjam Schaub ist Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin und z.Zt. Visiting Research Fellow am Institute for Advanced Studies in the Humanities (IASH) der University of Edinburgh.


EAN: 9783770538331
ISBN: 3770538331
Untertitel: Zeit- als Ereignisphilosophie. 1. , 2003. 5 schwarz-weiße Abbildungen.
Verlag: Fink Wilhelm GmbH + Co.KG
Erscheinungsdatum: Mai 2003
Seitenanzahl: 295 Seiten
Format: kartoniert
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