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Rene Girards mimetische Theorie


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kartoniert
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Dezember 2004

Beschreibung

Beschreibung

Dieses Buch bietet eine systematische Einführung in die mimetische Theorie des französisch-amerikanischen Literatur- und Kulturwissenschaftlers René Girard, indem es die drei Grundpfeiler dieses Denkansatzes (mimetisches Begehren, Sündenbockmechanismus, Mythos versus biblische Offenbarung) anhand von Beispielen darstellt. Als Hintergrund dienen dabei aktuelle Fragen der Gegenwart (Religion und Moderne, Bürgerkrieg, Todesstrafe, Mann und Frau). Lesebuchartig werden zahlreiche Texte aus Literatur (Cervantes, Shakespeare, Goethe, Kleist, Stendhal, Storm, Flaubert, Dostojewski, Proust) und Philosophie (Platon, Augustinus, Hobbes, Rousseau, Kant, Hegel, Nietzsche, Freud, Camus, Sartre, Lévi-Strauss, Derrida, Vattimo) mittels der mimetischen Theorie verständlich gemacht. Der leicht lesbare Text wird durch Literaturhinweise ergänzt, die einen Einblick in die bisherige Anwendung und Diskussion der mimetischen Theorie ermöglichen.

Portrait

Wolfgang Palaver, geb. 1958 in Zell am Ziller, ist Professor für Christliche Gesellschaftslehre am Institut für Systematische Theologie der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte: Thomas Hobbes; Carl Schmitt; Demokratie und Theologie; Politische Ökonomie und Globalisierung. Wichtigste Publikationen: Politik und Religion bei Thomas Hobbes. Eine Kritik aus der Sicht der Theorie René Girards. Innsbruck 1991; Die mythischen Quellen des Politischen. Carl Schmitts Freund-Feind-Theorie. Stuttgart 1998.

EAN: 9783825834517
ISBN: 3825834514
Untertitel: Im Kontext kulturtheoretischer und gesellschaftspolitischer Fragen.
Verlag: Lit Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2004
Seitenanzahl: 464 Seiten
Format: kartoniert

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Winfried Stanzick - 07.09.2009, 09:04
Grundlegend für eine plausible Religionstheorie
Das vorliegende Buch des Innsbrucker Theologieprofessors Wolfgang Palaver über die mimetische Theorie von Rene Girard ist die umfangreichste und am besten lesbare und verständlichste Einführung und Erklärung des bahnbrechenden Werks von Rene Girard , die ich kenne. Nicht nur erklärt er, wie Girard in verschiedenen Werken seine Theorie entwickelte, sondern tief davon überzeugt, dass es in der Gegenwart nötig sei, eine tragfähige und plausible Religionstheorie zu entwickeln, stellt er Girards Erkenntnisse in einen fast enzyklopädischen Kontext kulturtheoretischer und gesellschaftspolitischer Fragen. Dabei werden die drei Grundpfeiler von Rene Girards mimetischer Theorie, nämlich das mimetische Begehren, der Sündenbockmechanismus und der Mythos als Gegenpart zur biblischen Offenbarung anhand von vielen Beispielen dargestellt. Drängende Fragen der Gegenwart, z. B. das Verhältnis der Religion zur Moderne, das Phänomen des Bürgerkriegs und das Verhältnis von Mann und Frau werden auf der Folie der Theorie diskutiert und sozusagen lesebuchartig macht er Hunderte von Texten aus der Literaturgeschichte anhand der mimetischen Theorie verständlich. Insbesondere die Theologen beider Konfessionen werden in diesem Buch eine Fülle von wichtigen Erkenntnissen finden. Ihnen sei dieses Buch ans Herz gelegt, haben sie doch die Bedeutung von Rene Girards Erkenntnissen bis auf wenige Ausnahmen für ihre Theorie und Praxis noch längst nicht erkannt.