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Konzept zur Gestaltung der Technologieaufklärung für technologieintensive Großunternehmen


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Juli 2014

Beschreibung

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Inhaltsangabe:Einleitung:
Die Aktualität und anhaltende Brisanz des Themas Innovation wurde der allgemeinen Öffentlichkeit wieder zu Beginn des Jahres 2004 von Seiten der Politik ins Bewusstsein gerufen. Der Kanzler rief das Jahr 2004 höchstpersönlich zum Jahr der Innovation aus. Im Zuge dessen wurde zugleich eine weitere Kommission mit dem Namen ¿Innovationsrat¿ ins Leben gerufen, besetzt mit hochrangigen Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft, die zum Auftrag hat, im Laufe des Jahres ein Konzept auszuarbeiten, das Wege aufzeigt, wie die technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands erhalten und ausgebaut werden kann. Dies ist umso wichtiger, da in der globalisierten Wirtschaft der Einsatz von verbesserten und neuen Technologien mit einer technologieabhängigen Wettbewerbsfähigkeit einhergeht, die über den Markterfolg hinaus die Entwicklung ganzer Volkswirtschaften nachhaltig beeinflusst.
Die besondere Erwähnung der Technologie im Kontext der Innovation zeigt die herausragende Stellung, die diese im aktuellen Wirtschaftsgeschehen einnimmt. Deutlich wird dies, wenn man einige zuletzt besonders erfolgreiche Unternehmen genauer betrachtet und die Quellen deren Erfolgs beleuchtet. Als Beispiel sei hier das koreanische Unternehmen Samsung Electronics erwähnt, dem es gelang nach der Asienkrise Ende der Neunziger vom Problemkind der Branche zu der am schnellsten wachsenden und profitabelsten Firma der Unterhaltungselektronik aufzusteigen. So dominiert Samsung Electronics mittlerweile bspw. den weltweiten Markt für Speicherchips und ist Weltmarktführer bei Monitoren, Videorekordern und Flachbildschirmen. Auch als Produzent von Mobilfunktelefonen konnte Samsung Electronics seinen Weltmarktanteil von 7,5 % auf 11,5 % innerhalb der letzten zwei Jahre steigern und ist somit zum weltweit drittgrößten Hersteller in diesem Markt avanciert.
Dieses Beispiel verdeutlicht, dass die Technologie einen bedeutenden Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb darstellt. Problematisch ist allerdings, dass die Unternehmen bezüglich des technologischen Wandels mit gegenläufigen Entwicklungstendenzen konfrontiert werden. Das von PFEIFFER schon in den 80er Jahren formulierte Dilemma der Entstehungszyklenexpansion bei gleichzeitiger Marktzyklenkontraktion hat weiterhin Bestand und hat sich in den letzten Jahren sogar noch verschärft. Die Tendenz sich verkürzender Marktzyklen ist eine Folge der ständig wachsenden Innovationsvielfalt, was auf dem globalen Herstellermarkt für Mobiltelefone bspw. bis jetzt zu einer Reduktion des Marktzyklus¿ auf neun Monate führte.
Eine differenzierte Betrachtung des Entstehungszyklus¿ erscheint somit notwendig, welche das folgende Phänomen zu Tage bringt. Zwar verbleibt den Unternehmen auf Grund der verkürzten Marktzyklen immer weniger Zeit neue Produkte zu entwickeln, was zu einer tendenziellen Verkürzung der reinen Produktenwicklungszeit führt. Gleichzeitig vergrößert sich aber auch der Zeithorizont der Unternehmen bezüglich des in vielen Unternehmen vom Produktentwicklungsprozess entkoppelten Technologieentwicklungsprozesses. Dieser ist dem Ersteren vorgelagert und nimmt wegen der zunehmenden Komplexität des technologischen Wandels immer mehr Zeit in Anspruch.
Daraus resultiert eine weitere Herausforderung für die Unternehmen im Allgemeinen und den Prozess der Technologieauswahlentscheidungen im Besonderen. Demgemäß geht die zunehmende Bedeutung der Technologie für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens gleichzeitig mit einem verlängerten Zeithorizont der Unternehmen einher, über welchen diese ihre Technologieauswahlentscheidungen zu treffen haben. Zugleich steigt die Notwendigkeit für Unternehmen, die sich in einem technologieintensiven Wettbewerb befinden, relevante technologische Trends rechtzeitig zu erkennen und in ihren Entscheidungen zu berücksichtigen.
Die ressourcenlenkenden, technologiebezogenen Entscheidungen sind der Ansatzpunkt für die Technologieaufklärung (TA), welche Kernthema dieser Arbeit sein soll. Die TA beschäftigt sich mit der systematischen Beschaffung und Bewertung von Informationen über Markt- und Technologietrends und deren Integration in die internen Entscheidungsprozesse. Die TA zielt damit auf die Steigerung der Qualität der von extern wahrgenommenen Informationen und damit letzten Endes auf die Steigerung der Effektivität von Technologieentscheidungen im Unternehmen ab.
Die TA ist Teilaufgabe des Technologiemanagements, welches sich ¿mit der Gestaltung, Lenkung und Entwicklung des Technologie- und Innovationspotentials des Unternehmens befasst¿ und als eine ganzheitliche Aufgabe des Managements angesehen wird.
Die TA wird im Rahmen dieser Arbeit insbesondere im Hinblick auf technologieintensive Großunternehmen betrachtet, die international agieren. Als technologieintensiv gelten in dieser Arbeit Branchen, in denen die in die Produkte inkorporierten Technologien die Kundennachfrage maßgeblich beeinflussen. Dies ist dann der Fall, wenn die Wettbewerbsfähigkeit der in dieser Branche agierenden Unternehmen im Zuge von technologischen Innovationen erheblich eingeschränkt wird. Als Großunternehmen gelten gemäß der gängigen Definition Unternehmen, die über 1000 Mitarbeiter beschäftigen und deren Umsatz über 25 Millionen ¿ beträgt. Als weitere Eingrenzung wird hier der Grad der Internationalisierung herangezogen werden. Demzufolge soll die Geschäftstätigkeit in mehreren Ländern erfolgen, wobei die Auslandstätigkeit einen wesentlichen Teil der geschäftlichen Aktivitäten ausmachen muss.
Gang der Untersuchung:
Ziel dieser Arbeit, ist die Ausarbeitung eines Konzeptes zur Gestaltung der TA in einem technologieintensiven, multinationalen Großunternehmen. Diese soll die systematische Beobachtung des technologischen Umfeldes und die Berücksichtung der dabei gewonnenen Erkenntnisse im Unternehmen gewährleisten.
Dazu werden im Grundlagenkapitel zunächst die Kernbegriffe definiert. Im Anschluss daran erfolgt eine kurze Diskussion der grundlegenden Konzepte des strategischen Managements, bei welcher die Bedeutung der Technologien für diese herausgearbeitet wird. Dadurch wird zugleich auf die Notwendigkeit eines strategischen Technologiemanagements (TM) hingewiesen, welches im daran anschließenden Kapitel dargestellt wird. Für ein tiefergehendes Verständnis der Problematik der technologischen Entwicklung erfolgen sodann Ausführungen über theoretische Modelle, von denen Implikationen für die Gestaltung der TA abgeleitet werden. Nachdem der Rahmen für ein Konzept der TA gelegt wurden ist, wird eine Definition der TA gegeben und diese in eine Prozessstruktur des Unternehmens eingeordnet.
Für die konkrete Ausarbeitung des Konzeptes wird daraufhin eine aufbauorganisatorische und eine prozessbezogene Perspektive gewählt, die zugleich die Grundstruktur für die weitere Vorgehensweise darstellen. Die Einordnung der TA in die Aufbauorganisation des Unternehmens wird im dritten Kapitel diskutiert. Schwerpunkt der Betrachtung ist dabei die Frage, wie die TA-Aktivitäten koordiniert werden können, die von Mitarbeitern verschiedener Unternehmens- und Funktionsbereiche ausgeführt werden. Dazu werden insbesondere mögliche Koordinationsmechanismen geschildert und deren Anwendungsbereiche diskutiert.
Im vierten Kapitel wird sodann der Prozess der TA dargestellt. Die ausführliche Diskussion der einzelnen Phasen zeigt auf, welche Einflussfaktoren bei der Gestaltung zu beachten sind und welche Auswirkungen diese auf den Prozess der TA im Unternehmen haben. Diese Diskussion wird insbesondere vor dem Hintergrund des Konzeptes der lernenden Organisation geführt, da dieses Gestaltungskonzept des Unternehmens in der Theorie sowie auch in der Praxis die zeitgemäße Antwort auf Anforderungen zu sein scheint, mit denen sich die Unternehmen in dynamischen Branchen konfrontiert sehen. D.h. dass der Aspekt des Informationsflusses im Unternehmen und damit auch das Kommunikationsverhalten der Mitarbeiter bei den Ausführungen besondere Beachtung finden.
Anschließend wird in der Schlussbetrachtung eine integrierende Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse präsentiert, sowie ein kurzer Ausblick für mögliche Wege der weiteren Entwicklung der TA geliefert.
Inhaltsverzeichnis:
InhaltsverzeichnisIII
AbkürzungsverzeichnisV
AbbildungsverzeichnisVI
1.Einleitung1
1.1Problemstellung1
1.2Ziel und Gang der Untersuchung4
2.Theoretische Grundlagen6
2.1Begriffliche Abgrenzungen6
2.1.1Daten, Informationen, Wissen6
2.1.2Technologie7
2.1.3Innovation8
2.2Grundlegendes zur strategischen Unternehmensführung9
2.2.1Quellen der Wettbewerbsvorteile - Vom marktbasierten zum ressourcenbasierten Strategieansatz9
2.2.2Entwicklungstendenzen - Die Notwendigkeit der Berücksichtigung von Technologien im strategischen Management11
2.3Strategisches Technologiemanagement12
2.4Grundlegendes zur Technologieentwicklung14
2.4.1Konzepte des technologischen Wandels14
2.4.1.1Das S-Kurvenkonzept14
2.4.1.2Die Theorie des dominanten Designs15
2.4.1.3Diskontinuierliche Innovationen16
2.4.2Technologie-Klassifizierung17
2.4.3Implikationen für die Technologieaufklärung19
2.5Technologieaufklärung20
2.5.1Einordnung der Technologieaufklärung in das strategische Technologiemanagement20
2.5.2Einordnung der Technologieaufklärung in die Prozessstruktur des Unternehmens23
3.Gestaltung der Aufbauorganisation24
3.1Aufgaben der Technologieaufklärung auf den unterschiedlichen Organisationsebenen der Unternehmung25
3.2Koordinationsformen der Technologieaufklärung27
3.2.1Strukturelle Koordination27
3.2.1.1Zentrale Strukturen zur Koordination der Technologieaufklärung28
3.2.1.2Dezentrale Strukturen zur Koordination der Technologieaufklärung29
3.2.1.3Strukturen zur Einbindung unternehmensexternen Wissens30
3.2.1.4Internationale Strukturen31
3.2.2Informelle Koordination32
3.2.2.1Förderung der informellen Kommunikationsbeziehungen33
3.2.2.2Förderung der Innovationskultur34
3.2.3Hybride Koordination35
3.2.4Zusammenfassung37
4.Situationsadäquate Gestaltung der Prozessorganisation38
4.1Formulierung des Informationsbedarfs im Prozess der Technologieaufklärung39
4.1.1Scanning als Suchstrategie40
4.1.2Monitoring als Suchstrategie41
4.1.3Einsatzmöglichkeiten der Suchstrategien im Innovationsprozess41
4.1.4Bestimmung der Informationsbedürfnisse für Monitoring und Scanning42
4.2Beschaffung der Informationen im Prozess der Technologieaufklärung45
4.2.1Auswahl von Informationsquellen und Methoden der Informationsbeschaffung46
4.2.2Auswahl der Aufgabenträger48
4.3Bewertung der Informationen im Prozess der Technologieaufklärung53
4.3.1Festlegen der Bewertungsform53
4.3.1.1Selektion der Bewertungsmethode55
4.3.1.2Roadmapping als Instrument der Technologieaufklärung57
4.3.1.3Szenarioanalysen als Instrument der Technologieaufklärung58
4.3.1.4Bedarfsorientierte Bewertungsverfahren59
4.3.1.5Leaduser-Analysen als Instrument der Technologieaufklärung59
4.3.1.6Information Acceleration als Instrument der Technologieaufklärung60
4.4Kommunikation der Informationen im Prozess der Technologieaufklärung61
4.4.1Art der Berücksichtigung der Information61
4.4.1.1Integration in Planungs- und Entscheidungsprozesse62
4.4.1.2Kommunikationsroutinen und -strukturen63
4.4.2Wahl geeigneter Kommunikationsmedien65
5.Schlussbetrachtung67
LiteraturverzeichnisV
Eidesstattliche ErklärungXXII

Technik

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