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Ungeduld des Herzens


€ 26,95
 
gebunden
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März 2015

Beschreibung

Beschreibung

Stefan Zweigs einziger vollendeter Roman ist das packende Psychogramm einer unmöglichen Liebe. Eindringlich schildert er die schmerzliche Sehnsucht eines vom Leben ausgeschlossenen Mädchens und die Not eines Mannes, der, ohne es zu wollen, eine Tragödie auslöst.

Auf einer Abendgesellschaft begegnen sie sich zum ersten Mal: der junge, mittellose Leutnant Anton Hofmiller und Edith, die Tochter eines reichen Gutsbesitzers. Mit seiner Aufforderung zum Tanz begeht Hofmiller einen folgenschweren Fauxpas - denn Edith ist gelähmt. Fortan leidet er unter einer schleichenden «Vergiftung durch Mitgefühl». Immer tiefer verstrickt er sich in einen unlösbaren Gewissenskonflikt, hin- und hergerissen zwischen dem aufrichtigen Wunsch, zu helfen, dem Stolz darauf, gebraucht zu werden - und der Scheu vor der Verantwortung. Denn Edith will kein Mitleid, sie will geliebt werden.

Stefan Zweig (1881-1942) wurde vor allem durch seine Novellen zu einem der weltweit meistgelesenen deutschsprachigen Autoren. Auch in seinem Roman erkundet er mit großer sprachlicher Eleganz feinste seelische Regungen. Tief dringt er in die Psyche seiner Figuren ein und fesselt mit eindrucksvollen Charakterstudien der sensiblen, unbeherrschten Edith, die leidenschaftlich auf Heilung hofft, und des naiven Offiziers, dem es nicht an gutem Willen, wohl aber an Mut fehlt.

Innenansichten

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Portrait

Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.
EAN: 9783717523765
ISBN: 3717523767
Verlag: Manesse Verlag
Erscheinungsdatum: März 2015
Seitenanzahl: 696 Seiten
Format: gebunden

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Kundenbewertungen

Winfried Stanzick - 27.03.2015, 11:36
Ein Klassiker in einer wunderbaren Manesseausgabe
Ungeduld des Herzens ist Stefan Zweigs einziger Roman. 1939 entstanden, wird er hier in einer wunderbaren neuen Ausgabe bei Manesse wieder aufgelegt. Sein Titel weist auf das zentrale Thema der Erzählung hin, das falsche Mitleid, das dem anderen nicht hilft, sondern schadet. Der Roman spielt unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet. Der in einer kleinen ungarischen Garnisonsstadt stationierte Leutnant Anton Hofmiller erhält eine Einladung in das Schloss des ungarischen Magnaten Lajos von Kekesfalva. Dessen gelähmte Tochter Edith verliebt sich in den jungen Offizier, Hofmiller aber empfindet nur Mitleid für das »kranke Kind«. Aus Feigheit verschweigt er Edith seine wahren Gefühle, macht dem unheilbaren Mädchen Hoffnung auf eine baldige Genesung. Er versteigt sich sogar dazu, sich mit Edith zu verloben, verleugne sie aber in der Öffentlichkeit. Als Edith den Verrat Antons bemerkt, nimmt sie sich das Leben. Als Roman bezeichnet, ist »Ungeduld des Herzens« aber eher eine sehr lange Novelle, in der Zweig seinen Protagonisten seine Gefühle bis in die kleinsten Details beschreiben lässt, so wie er das in vielen seiner anderen Novellen auch getan hat. Gleichzeitig ist es eine Hommage an das habsburgischen Kaiserreich, dem Zweig im Exil nachtrauerte und dessen Untergang er nicht verwinden konnte. Zweig nahm sich 1942 in Brasilien das Leben.