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Leben lernen


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gebunden
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August 2003

Beschreibung

Beschreibung

Persönlich, anschaulich, fesselnd: ein Leben wie ein Roman! Es ist ein einzigartiges Leben, und es ist die Geschichte einer ganzen Generation: eine Kindheit im Krieg, eine grausame Flucht, ein mühsamer Neuanfang, eine unvollständige Ausbildung, eine rasante Karriere - und eine große, lebenslange Liebe. In seinen Erinnerungen macht uns Peter Härtling zu Zeugen einer Anverwandlung: Wir treffen ihn an seinem Schreibtisch und folgen ihm in die Vergangenheit, die in plastischen Bildern auftaucht, aber erst wieder zu Eigen gemacht werden muss. Der alte Mann steht dem Heranwachsenden oft staunend gegenüber, erlebt sich erneut in Rollen, die er längst abgelegt hat, und zeichnet nach, wie aus dem Flüchtlingskind und Frühwaisen ein junger Journalist, ein erfolgreicher Lektor und Verlagsleiter und schließlich ein viel gelesener und vielfach ausgezeichneter Schriftsteller wurde. Dabei stehen die Zeitumstände dem Leser unmittelbar vor Augen und werden in ihren Auswirkungen auf ein Einzelschicksal erfahrbar.Ungemein fesselnd erzählt Härtling seinen Weg hinein in das Zentrum des kulturellen und literarischen Lebens in der jungen Bundesrepublik und von vielen Persönlichkeiten, die ihm ihren Stempel aufdrückten. Immer hat man den Eindruck, dass Peter Härtling, der selbst schnell Einfluss gewann, die neuen Aufgaben eher zufielen oder angetragen wurden, als dass er sich um sie bemühte. Seine Frau Mechthild, die ihn seit mehr als fünfzig Jahren durch das Leben begleitet, unterstützte ihn auch in dem einen großen Entschluss: sich ganz dem Schreiben zu verschreiben. Wie Recht er damit hatte, beweist gerade auch dieses ergreifende Buch, das viele Motive aus seinem literarischen Werk ins Leben zurückholt und zugleich zeigt, wie das Leben in die Literatur führt und Literatur aus dem Leben entspringt.

Portrait

Peter Härtling, geboren am 13. November 1933 in Chemnitz, Gymnasium in Nürtingen bis 1952. Danach journalistische Tätigkeit; von 1955 - 62 Redakteur bei der 'Deutschen Zeitung', von 1962 - 70 Mitherausgeber der Zeitschrift 'Der Monat', von 1967 - 68 Cheflektor und danach bis Ende 1973 Geschäftsführer des S. Fischer Verlages. Seit Anfang 1974 lebt er als freier Schriftsteller in der Nähe von Frankfurt. 1992 wurde der Autor mit dem "Lion-Feuchtwanger-Preis" ausgezeichnet. 1995 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz, 2001 den "Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises" und 2006 den "Gerty-Spieß-Literaturpreis". 2007 wurde Peter Härtling für sein Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten geehrt, 2011 erhielt er den "Großen Preis" der Deutschen Akademie für Kinder-und Jugendliteratur, 2012 wurde ihm der "Jacob-Grimm-Preis" verliehen und 2014 der Hessischen Kulturpreis.

Pressestimmen

"Berührende Erinnerungen" Michael Stenger, Westdeutsche Allgemeine Zeitung
EAN: 9783462033113
ISBN: 3462033115
Untertitel: Erinnerungen. Neuauflage, Nachdruck.
Verlag: Kiepenheuer & Witsch GmbH
Erscheinungsdatum: August 2003
Seitenanzahl: 384 Seiten
Format: gebunden

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Kundenbewertungen

Stefan Gessner - 06.12.2006, 00:40
so spannend wie ein Roman
Peter Härtling hat seine Autobiographie geschrieben, die sich so spannend wie ein Roman liest. Es ist die Geschichte einer ganzen Generation, deren Kindheit und Jugend bestimmt war vom Krieg und seinen Folgen, aber auch von den Chancen, wenn man sie denn zu ergreifen wusste. Peter Härtling wurde in Chemnitz als Sohn eines Rechtsanwalts geboren. 1945 flüchtete die Familie nach Zwettl in Niederösterreich, wo der Zwölfjährige den Einmarsch der russischen Armee erlebt. Im gleichen Jahr stirbt sein Vater in einem russischen Kriegsgefangenen-lager. Die Familie flüchtet weiter nach Westen bis nach Nürtingen. Dort lebt er nach dem Selbstmord seiner Mutter mit Großmutter und zwei Tanten. Er beschreibt die Zeit des Heranwachsens, das stickige gesellschaftliche Klima der Adenauerzeit, die autoritäre Schulatmosphäre und seine Suche nach Standort und Orientierung. Trotz seines vorzeitigen Schulabgangs macht Härtling Karriere: Als junger Journalist veröffentlicht er erste Gedichte, er wird Cheflektor und später Sprecher der Geschäftsleitung des S.Fischer-Verlags. Mit 40 Jahren steigt er aus und wird freier Schriftsteller, viel gelesen und vielfach ausgezeichnet. Fesselnd erzählt Härtling seinen Weg hinein in das Zentrum des kulturellen und literarischen Lebens in der jungen Bundesrepublik und von seinen Begegnungen mit deren Repräsentanten: Heinrich Böll, der Familie Mann, Günter Grass, Hans Magnus Enzensberger, Klaus Bölling und Gerd Ruge, Franz Josef Strauß und Herbert Wehner. Es ist eine der angenehmen Überraschungen dieses sympathischen Erinnerungsbuches, dass Härtling sein Leben erzählt, ohne viel von sich herzumachen, obwohl er allen Grund dazu hätte und es ihm niemand verübeln würde. Er vereint seine wunderbare Erzählkunst mit unzähligen Informationen zur Zeitgeschichte un