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Thüringer Zollgeschichte


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Februar 2015

Beschreibung

Beschreibung

Broschur, Nikolaus Philippi, 68 Seiten, 2. bearbeitete und ergänzte Auflage 2015

ÜBER DAS BUCH:

Die Thüringer gerieten im 6. Jahrhundert unter fränkische Gewalt, 843 wurde Thüringen nach der Teilung des Frankenreiches Grenzgebiet. Im 11. Jahrhundert dagegen kam das Land unter ludowingische Herrschaft. Anschließend erlebte es mehrere Vererbungen und dadurch bedingte Teilungen. Machtgierige kirchliche und weltliche Fürsten bekämpften sich, um das Land in ihre Gewalt zu bringen.
So zählte man zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf dem Thüringer Gebiet nicht weniger als 27 fürstliche Herrschaften. Die Lage der Kleinstaaterei wurde durch die Freie Reichsstadt Mühlhausen und Erfurt als Mainzer Enklave noch unübersichtlicher. Markante Namen einiger Territorien aus dieser Zeit, wie Sachsen-Weimar-Eisenach, Gotha-Altenburg oder Sachsen-Coburg-Gotha, begegnen uns auch heute noch in der Geschichte Thüringens. All diese Herrschaften hatten eine eigene Finanzbarkeit und erhoben somit Zölle. - Auch sind heute noch Grenzsteine mit den entsprechenden Bezeichnungen und Markierungen dieser Territorien im Gelände zu finden.
Erst in diesem Jahrhundert gelang es, all diese Kleinstaaterei annähernd abzuschaffen. Weniger die Einsicht, sondern mehr die wirtschaftliche Notlage während des Ersten Weltkrieges zwang dazu. Damit war auch der Weg frei für neue Gesetze auf dem Gebiet des Finanzwesens - alte, also nicht mehr zeitgemäße, wurden verdrängt. So verschwanden auch, soweit immer noch vorhanden, die alten Zölle.
Die folgenden Beschreibungen geben einen Einblick in die Zollsituation seit der mittelalterlichen Zeit.

INHALT:

Eisenach

"Vier Pfennige Zoll und nicht mehr" 8

Zollzahlung im Mittelalter in der Wartburgstadt Eisenach 8
Festlegung des Rechts im 13. Jahrhundert 9
Drei Schillinge Strafe für Grenzverletzung 9
Schwur auf die Reliquien - der Koufmann Sal Varin Gotebefaln 10
Vergleich von 1543 10
Jahrmärkte und Zollfreiheit 11
Eisenachs Mauern und Tore 12
Nieder mit den Mauern 14
Anmerkungen 14

Erfurt

Kurmainzische Zollrecht im mittelalterlichen Erfurt 15

Die Entstehung Erfurts 15
Markt- und Zollrecht 16
"Von einem schillinge und darubir sal man geben einen phennic zu zolle" - der Zolltarif 17
Abtretung der Zollrechte 18
Revision des Zolls im 14. Jahrhundert 18
Ein kurmainzischer Küchenmeister als Zollverwalter 19
"... umbsunst zue drincken geben und sich foll sauffen..." - Verhalten der Zöllner 20
Unmut über die ungerechten Zölle 22
Die Schweden greifen ein 22
Weiterer Krieg um die Zölle 23
Das Ende der Zölle 24
Anmerkungen 24
Gotha

Vom Bierkrieg zum deutschen Zollverein 25
Villa Gothaha 25 Auf und ab durch Kriege 26 Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha 26
Gewerbe - Waid und Bier 27 Bierkriege und Tranksteuern 28 Brauprivileg der Ratspersonen 29 Handwerksleute der Böttcher 30
Kein Markt ohne Zoll 30 Marktmeister-Ordnung 32 Zollstätten um Gotha 32 Vom preußischen Zollgesetz zum deutschen Zollverein 34 Anmerkungen 36

Langensalza

Unterwegs in der alten Zoll- und Handelsstadt 37

Straffbuss wegen unrichtig befundener frembder Bötticher Waaren 37
Kloster, Kaiser, Kriege 37
Mauern, Türme, Wappen 38
Kur-Badebetrieb 39
Langensalza wird preußisch 39
Das 20. Jahrhundert 40
Große Söhne der Stadt 40
Bummel durch Langensalza 40
Wirtschaftliches Leben 41
Einnahmen der Handelsstadt Langensalza 42
Handel und Juden 42
Das preußische Zollgesetz von 1818 43
Chaussee-Geld 44
Ausblick 45
Anmerkungen 45

Mühlhausen

Notizen aus der alten Zoll- und Handelsstadt
Mühlhausen/Thüringen 46

".kam ein Wolf gelaufen zum Frauentor herein in die Zollhütte." 46
Das Haus an der Mühle 46
Kaiser und Könige 47
Schutz gegen Feindseligkeiten 49
Mühlhausens Konkurrenz 49
Thomas Müntzer 50
Der Landgraben - Schutz für Stadt und Bewohner 50
Kriege und Herrschaften 52
Handel und Zoll 52
Im Rathaus wurde Geschichte geschrieben 58
Anmerkungen 59

Schmalkalden

Zolltarif im Thüringer Wald aus
Schmalkaldens Geschichte 60

Kloster, Adel und Schmalkalden 60
Schürfen nach Erzen - Schmalkaldens Industrie 61
Im Auf und Ab der Zeit 62
Steinerne Zeugen der Geschichte 63
Der Adel fordert Zollabgaben 63
Anmerkungen 66

Innenansichten

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Portrait

Der Autor Nikolaus Philippi ist am 05.02.1941 in Sondra (Krs. Eisenach) geboren. Im Jahre 1954 erfolgte eine Übersiedlung in das Saarland. Nach Schulentlassung 1955 begann er eine Lehre als Stahlbauschlosser, die 1958 als Geselle abgeschlossen wurde. Anschließend fuhr er lange zur See.1968 fand ein beruflicher Neubeginn als Zollbeamter statt. An den Grenzen gab es "Berührung" mit Grenzsteinen, dabei wurden grundlegende theoretische und praktische Erfahrungen und Erkenntnisse erworben. Sein Grenzdienst im Hegau bot Gelegenheit zur Erweiterung von Erfahrungen vor Ort.Grenzen wurden und werden bekanntlich aufgrund geschichtlicher Fakten bestimmt und diese mit Grenzsteinen markiert. Da er sich schon immer für Geschichte interessierte, legte er nun seine Freizeitinteressen auf das Gebiet dieser Grenzsteine. Selbst jetzt als Pensionär beschäftigt er sich intensiv mit diesen Denkmälern.Zahlreiche Besuche in namhaften Archiven und Bibliotheken ergänzten sein gewonnenes Wissen. An dieser Stelle sei allen Institutionen gedankt, die durch wertvolle Hinweise über hiesige Grenzmäler diese Sache unterstützten. Besonderen Dank verdienen einheimische Heimatfreunde, die den Autor zu besonders interessanten und versteckt stehenden Grenzsteinen führten. Als bedeutende Literatur gilt das Werk des Autors "Grenzsteine in Deutschland" (ISBN 978-3-86777-125-2). Als Kenner der Materie verfasste er auch zahlreiche Abhandlungen über Grenzen und Grenzsteine anderer Regionen. Der älteste Grenzstein, den er aufsuchte und fotografierte, ist etwa 3000 Jahre alt und steht in Ägypten. Weitere antike Steine fand er in Griechenland und aus der Römerzeit in Italien.
EAN: 9783929000559
ISBN: 3929000555
Untertitel: Die Zollgeschichte der Städte Eisenach, Erfurt, Gotha, Langensalza, Mühlhausen und Schmalkalden in Thüringen. 2. Auflage.
Verlag: Rockstuhl Verlag
Erscheinungsdatum: Februar 2015
Seitenanzahl: 68 Seiten
Format: geheftet
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