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Damit wir uns verstehen!


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Februar 2015

Beschreibung

Beschreibung

Wenn Fritz Muliar, der "alte König", die Bühne der Familie betrat, nahmen alle, auch sein Enkel Markus, die ihnen zugedachten Rollen ein. Die Beziehung zu Großvater Fritz, dem österreichischen Volksliebling und Kammerschauspieler, war von Ehrfurcht und Sehnsucht, von schmerzhafter Sprachlosigkeit und Distanz geprägt.Als Markus Muliar die Tagebücher seines Großvaters entdeckt, beginnt er zu verstehen, warum es so schwierig war für Fritz und seine Generation, über das Erlebte, Erlittene und Empfundene zu sprechen, und welche Folgen dieses Schweigen bis heute für die Enkelgeneration hat.Was steckte hinter den heroisierenden Erzählungen, den bagatellisierten Vorfällen und dem erstickenden Schweigen, das das Leben mit dem Großvater beherrschte?Die Einzelhaft im französischen Auxerre, die erste große Liebe im Wien der Vorkriegszeit, die Schrecken der Front - Fritz Muliar wollte sie verdrängen und vergessen. Er sonnte sich in seinen Erfolgen, die ihn in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts zum Star machten, eine Zeit, die Markus Muliar als Kind miterlebte.In dieser einfühlsamen autobiografischen Erzählung zeigt Markus Muliar auf, wie das Verdrängte dazu führte, dass Großvater und Enkel nie zu einer emotional herzlichen Beziehung finden konnten - ein Schicksal, das viele Familien kennen.

Portrait

Markus Muliar, Enkel des Burgschauspielers Fritz Muliar, geboren 1976, ist Cafetier in Wien. Nach seiner Ausbildung zum Tourismuskaufmann sammelte er Erfahrung beim Film und bereiste als Fotomodell mehrere Jahre die Welt. 2006 eröffnete er das "Café Markusplatz" in der Wiener Innenstadt, das er bis heute erfolgreich führt. 2013 brachte er eine Sammlung von Gedichten seines Großvaters als Hörbuch heraus.

Technik

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EAN: 9783218009812
Untertitel: Mein Großvater und ich.
Verlag: Verlag Kremayr & Scheriau
Erscheinungsdatum: Februar 2015
Seitenanzahl: 256 Seiten
Format: epub eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Angélique Sa - 19.03.2015, 20:38
Damit wir uns verstehen, müssen wir miteinander reden
Diese Biografie handelt von der Sprachlosigkeit und Distanz eines Enkels zu seinem Großvater. Markus Muliar ist Kaffeehausbesitzer in Wien und der Enkelsohn des österreichischen Volksschauspieler Fritz Muliar und arbeitet mit dem Buch Damit wir uns verstehen. Mein Großvater und ich seinen Werdegang auf. Durch verschiedene Erzählungen bekommt der Leser Einblicke in die einzelnen Lebensabschnitte von Markus, z.B. der Kindheit im open house , wo er unter Erwachsenen groß geworden ist, den Vater früh verloren, der übermächtige Großvater immer präsent. In der Jobfindungsphase meint Markus der Name Muliar öffnet ihm alle Türen, muss dann aber einsehen, dass auch Fleiß und Arbeit nötig sind. Als er dann schlussendlich nach verschiedenen Jobs zu einem Kaffeehausbesitzer wird, ist er endlich angekommen und fühlt sich in seinem Leben wohl. Sein Kaffeehaus befindet sich in der Nähe der Wohnung, in der er aufgewachsen ist. Der Kreis hat sich geschlossen. Nachdem Markus die Tagebücher seines Großvaters gefunden und gelesen hat, kann er viele Handlungen verstehen und auch nachvollziehen, warum Fritz Muliar das Alleinsein gehasst hat. Diese Biografie ist einfühlsam und sehr emotionsvoll, sie zeigt auf, wie schwierig es ist, sein Gegenüber zu verstehen, wenn man nicht redet. Der lebendige und anschauliche Schreibstil beschert mir schöne Lesestunden und ich konnte mir die Begebenheiten gut vorstellen. In einigen Dingen habe ich mich wiedergefunden, was mich zum Nachdenken anregt. Die wunderschönen Beschreibungen der Schauplätze in Wien machen Lust, diese Stadt einmal zu besuchen und zu einem Kaffee bei Markus einzukehren. Die Tagebücher sind auf einem anderen Papier gedruckt, so kann man deutlich erkennen, dies stammt aus der Feder von Fritz Muliar zur Zeit des 2.Weltkrieges. Das ist eine gute Idee. Der Epilog macht deutlich, wie wichtig das Miteinander Reden ist. Wenn die ältere Generation mehr über ihr Erlebtes reden würde, könnten sie vielleicht auch ihr Trauma etwas lindern. Ich finde, Reden befreit. Der letzte Satz des Buches Damit wir uns verstehen, müssen wir miteinander reden gilt nicht nur für die Kriegsgeneration, auch in unserem heutigem Leben erfahre ich immer wieder, wie wichtig miteinander reden ist. Diese Biografie kann ich nur jedem empfehlen, der gerne solche liest und auch jenen, die die Sprachlosigkeit der Kriegsgeneration nicht verstehen.