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Ein perfekter Freund


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kartoniert
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Oktober 2003

Beschreibung

Beschreibung

Durch eine rätselhafte Kopfverletzung hat der Journalist Fabio Rossi eine Amnesie von fünfzig Tagen. Als er seine Vergangenheit zu rekonstruieren beginnt, stößt er dabei auf ein Bild von sich, das ihn zutiefst befremdet. Er scheint merkwürdige Dinge getan, ein seltsames Verhalten an den Tag gelegt zu haben in jener Zeit. Aber offenbar gibt es Leute, denen es lieber wäre, jener Fabio bliebe ausgelöscht.

Portrait

Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, lebt mit seiner Frau in Spanien und Guatemala. Er war Werbetexter und erfolgreicher Werber, ein Beruf, den er immer wieder durch andere Schreibtätigkeiten ergänzt oder unterbrochen hat. Unter anderem "GEO"-Reportagen, zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Seit 1991 lebt er als freier Autor, seit 1992 schreibt er die wöchentliche Kolumne "Business Class" in der "Weltwoche".§§Martin Suter ist am 29. März 2004 in Zürich mit der Goldenen Diogenes Eule ausgezeichnet worden.
EAN: 9783257233780
ISBN: 3257233787
Untertitel: Roman. 'Diogenes Taschenbücher'.
Verlag: Diogenes Verlag AG
Erscheinungsdatum: Oktober 2003
Seitenanzahl: 352 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Anja Winkler-Trott - 12.05.2012, 18:51
Suche nach dem Ich
Mein erstes Buch von Suter hat mich überzeugt. Die Sprache ist flüssig und präzise ohne Schnörkel. Fabio ist auf der Suche nach den letzten fünfzig Tagen, die ihm erinnerungstechnisch, durch einen Schlag auf den Kopf, abhanden gekommen sind. Sehr zu seinem Befremden verhalten sich alte Bekannte unnahbar und rätselhaft, seine Freundin ist nicht mehr erreichbar und die Geliebte hat er noch nie gesehen. Einzig sein langjähriger Freund Lukas scheint ihn über die "verschwundenen Tage" aufklären zu können, der aber geht ihm aus dem Weg. Fabio sucht nach dem Rätsel seines Lebens.
Polar - 24.02.2008, 20:53
Ein Freund, ein guter Freund, das ist...
Nicht umsonst wird der frühe Suter mit Simenon verglichen. Auch er ist in der Lage, aus einem scheinbar alltäglichen Umfeld eine spannende Geschichte zu stricken. Eine Amnesie folgt strengen Gesetzen: Der Held wacht auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Nicht immer steckt ein Genie dahinter, dessen graue Zellen nicht mehr funktionieren. Oft ein Verbrechen, wobei es sich nicht selten um Unschuldige handelt, die sich in die Lage versetzt sehen, ihre Unschuld beweisen zu müssen. Fabio Rossi ist Journalist, und man unterstellt ihm sogleich, dass er mit einer wichtigen Recherche beauftragt wurde, die ihn in diese missliche Lage gebracht hat. Wie Suter sein Erwachen, seine Nachforschungen beschreibt, die Amnesie als Ausdruck einer tiefen Lebenskrise anlegt, ist bemerkenswert. Subtil speist er das Mißtrauen seinem besten Freund gegenüber ein und konstruiert Fabios bisher gelebtes Leben wie etwas, das von ihm so nicht gelebt sein kann. Womit wir bei der Frage sind: Inwieweit wir unser eigenes Leben gerne noch einmal aufrollen würden. Neben dem Thrill sind es gerade die Fragen, die Sutter am Rand aufwirft, die seinen Roman lesenswert machen.
Tilman Schneider - 27.02.2007, 16:45
eines der besten Bücher von Martin Suter
Der Journalist Fabio Rossi erwacht im Krankenhaus . An seinem Bett sitzt eine junge Frau, die er nicht kennt, die sich aber als seine Freundin ausgibt. Von den letzten Tagen fehlt im die Erinnerung. Er versucht die Gedächtnislücken zu schließen, aber sein Arbeitsplatz ist neu besetzt, seine ganzen Computerdateien sind gelöscht und die Frau an die er sich erinnert, will nichts mehr von ihm wissen. Mit Hilfe seines alten Notebooks kommt er der Sache langsam näher und entdeckt, dass er einer ganz heißen Sache auf der Spur war.
Susanne Mündel - 24.11.2006, 21:15
Der perfekte Psychoroman
Was mich an Suters Romanen immer packt, ist dieses Vexierspiel mit der Persönlichkeit, in diesem Fall des Journalisten Fabio Rossi, der sich nach 50 Tagen Koma mühsam an sich selbst herantasten muß, nicht beurteilen kann, ob die Menschen, die sich um ihn kümmern, Freund oder Feind sin - beispielsweise will einer sein bester Freund sein, ist aber mit Fabios Frau zusammen und behauptet, die fremde Blondine wäre jetzt seine Freundin. Und er hat Unterlagen von Fabio verschwinden lassen. Was Fabio in eigener Sache recherchiert, fördert einen Mann zutage, von dem er nicht glauben kann, daß das tatsächlich er ist. In klarer, schöner Sprache erzählt Martin Suter diese psychologisch äußerst spannende Geschichte.
Thomas Schröder - 17.11.2006, 23:08
höchst spannend, lehrreich ¿ und auch der Humor kommt nicht zu kurz!
Welch ein Erwachen: Kaum Gefühl im Gesicht, keine Ahnung, wo man ist. Und die Frau, die sich so rührend um einen kümmert, soll die eigene Freundin sein? Fabio Rossi hat irgendjemand kräftig eins auf den Schädel gehauen und er hat einen Gedächtnis-verlust erlitten. 50 Tage fehlen ihm seitdem. Als Journalist begibt er sich nun auf Recherche in eigener Sache und rekonstruiert die letzten Tage vor dem Black-out. Er steht kurz vor der Enthüllung eines riesigen Skandals, als er die Macht der Lebensmittelkonzerne zu spüren bekommt... Martin Suter hat seine Geschichte raffiniert konstruiert, seine Sprache ist präzise, manchmal von einer fast unheimlichen Trockenheit. Und vor allem ist "Ein perfekter Freund" höchst spannend, lehrreich - und auch der Humor kommt nicht zu kurz!
Frank Streibhardt - 21.08.2005, 19:14
Guter Stil, jedoch leider etwas schwunglos
Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher drei bessere Suter-Romane gelesen habe ("Lila, Lila", "Small World" und "Die dunkle Seite des Mondes"). Leider kann es "Ein perfekter Freund" nicht mit den vorher genannten Büchern aufnehmen. Der Schreibstil von Martin Suter ist auch in diesem Buch einzigartig, dicht und flott zu lesen. Dem Buch fehlt es insgesamt etwas an der gewohnten Spannung. Es ist aber immer noch ein solides Durchschnittswerk.