EBOOK

Das Bollerrad muss bollern, der Knicker, der muss rollern


€ 9,90
 
gebunden
Sofort lieferbar
September 2003

Beschreibung

Beschreibung

Es gibt Kinderspiele - nein, es gab sie -, die spurlos verschwunden sind. Und mit ihnen ein Stück Kulturgut. Unser technischer Fortschritt hat sie weggefegt, ersatzlos gestrichen. Die Übeltäter sind nicht allein Gameboy, Playstation und Handy. Der Hauptübeltäter ist das Auto. Auf den heutigen Hinterhöfen stehen Garagen. Die Straßen, auch die Straßen in den Wohnsiedlungen, werden von parkenden oder fahrenden Autos beherrscht. Hinzu kommt, dass die Erwachsenen - "Stress, Stress, Stress!" - zu Hause ihre Ruhe haben wollen und keine lärmenden Kinder auf Hof und Straße. Übergewicht, Schlafstörungen, Bewegungsmangel, Nervosität - Kinder, die sich austoben können, leiden darunter nicht. Viele der Sprüche und Lieder von damals hatten für die Erwachsenen etwas "Unanständiges". Aber für uns waren sie sicher eine Art Ventil in unserer pubertären Zeit. Wir zwölf- bis vierzehnjährigen Jungen waren ja damals nicht in der Pubertät. Wir waren im Flegelalter. Und die gleichaltrigen Mädchen waren auch nicht in der Pubertät. Sie waren im Zickenalter. Wenn wir "unanständige" Sprüche losließen, hatten wir dabei immer ein etwas schlechtes Gewissen. Aber das war ja wohl gerade der Kitzel. Man darf nicht vergessen: Wir gehen in eine Zeit zurück, in der dreizehnjährige Jungen noch hinter Bollerrädern herliefen und dreizehn jährige Mädchen stolz ihre Puppenwagen durch die Straßen schoben. Hier gleich eine Kostprobe: "Pipichen hat'n Röckchen an, das geht bis an die Knie. Und wenn Pipichen sich dann bückt, dann sieht man ihr ... Pipichen hat'n Röckchen an,das geht bis an die Knie. Und wenn Pipichen sich dann bückt, dann sieht man ihr ...

Inhaltsverzeichnis

Wir haben einen König und eine Königin
Eierlager quietschen
Das Bollerrad muss bollern
Pitschendopp und Peitsche
Wer göckelt, der stinkt
Napoleon sein Sohn
Eins, zwei, drei, vier, Eckstein
Pferdezügel aus der Strickliesel
"Wupp!", rufen die Mädchen
Glanzbilder in der Zigarrenkiste
Spiel mit dem Wind
Ärmchen, Brüstchen, Köpfchen
Die Büchse darf nicht kötteln
Schützenfest oder Karnevalszug
Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?
Tante Alamasunta aus Kakafunka

Portrait

Helmut Spiegel, geboren 1932 in Essen, wuchs in einer Arbeitersiedlung im Norden der Stadt auf. Sein Vater, ein Kruppscher Automobil- und Lokomotivschlosser, hätte es gerne gesehen, wenn der Sohn Ingenieur geworden wäre. Doch dieser stellte bald fest, dass er Technik besser beschreiben als betreiben konnte, und wurde Redakteur. Er arbeitete zunächst bei der NRZ in Essen, ab 1961 dann bei der WAZ in Witten, wo er bis heute mit seiner Familie wohnt.
EAN: 9783922750499
ISBN: 3922750494
Untertitel: Verlorene Kinderspiele - erzählt in Geschichten aus dem Ruhrgebiet.
Verlag: Henselowsky Boschmann
Erscheinungsdatum: September 2003
Seitenanzahl: 119 Seiten
Format: gebunden
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben