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Mit dem Rücken zur Wand


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kartoniert
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August 2015

Beschreibung

Beschreibung

Der zweite Teil der »Trilogie der Wendepunkte«: Berlin (1932/33). Wohnungselend und Arbeitslosigkeit haben ihren Höhepunkt erreicht. In dieser Zeit lebt Hans Gebhardt, fünfzehn Jahre alt, begeisterter Turner, Hinterhofkind.
Berlin 1932/33. Wohnungselend und Arbeitslosigkeit haben ihren Höhepunkt erreicht, die Weimarer Republik geht ihrem Ende entgegen. Der fünfzehnjährige Hans aus der Ackerstraße hat noch Glück gehabt, denn er hat zwar keine Lehrstelle, aber wenigstens Arbeit gefunden in der Fabrik. Doch die politischen Auseinandersetzungen spiegeln sich auch in seiner Familie wider. Und Hans muss sich immer wieder entscheiden: für oder gegen seinen Bruder Helle, den Kommunisten; für oder gegen seine Schwester Martha, deren Freund zur SA geht; für oder gegen seine Freundin Mieze, die Halbjüdin ist. - »Kordon zeigt politische Zusammenhänge auf, ergreift Partei. Doch er doziert keine Zeile lang. Er erzählt.« Regine Krentz, Luzerner Neueste Nachrichten

Portrait

Klaus Kordon, geb. 1943 in Berlin, war Transport- und Lagerarbeiter. Er studierte Volkswirtschaft und unternahm als Exportkaufmann Reisen nach Afrika und Asien, insbesondere nach Indien. Klaus Kordon ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt heute als freischaffender Schriftsteller in Berlin. Zahlreiche seiner Veröffentlichungen wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Für sein Gesamtwerk erhielt er den "Alex-Wedding-Preis" der Akademie der Künste zu Berlin und Brandenburg und 2013 wurde er mit dem "Großen Verdienstkreuz" der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
EAN: 9783407789228
ISBN: 340778922X
Untertitel: 'Beltz Taschenbücher'. Empfohlen ab 14 Jahre. Neuauflage. Mit Abbildungen.
Verlag: Beltz GmbH, Julius
Erscheinungsdatum: August 2015
Seitenanzahl: 464 Seiten
Format: kartoniert

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Jörg Krieger - 16.10.2007, 18:59
Zeitgeschichte für Jung und Alt
"Die Roten Matrosen oder ein vergessener Winter", erzählt die Geschichte einer Arbeiterfamilie im "Roten Wedding" einem Arbeiterviertel im Zentrum Berlins, zum Ende des ersten Weltkrieges und den politisch unwirklichen Anfängen der Weimarer Republik, jener Zeit die von Massendemonstrationen und Bürgerkrieg zwischen und innerhalb der politischen Lager gezeichnet war. Der Roman vermittelt den Wunsch nach Frieden, Demokratie und sich endlich mal wieder einmal Sattessen. Hauptfigur in diesem ersten, von drei Büchern, ist der 14 Jährige Helle (Helmut), mit ihn und seinem Mitwirken am Zeitgeschehen wird uns ein Bild jener Zeit vermittelt, welches kein Geschichtsbuch wiedergeben kann. Die Zeitgeschichte bekommt durch Helle, seiner Familie und seinen Freunden ein Gesicht welches lange haften bleibt. So hart die beschriebenen Umstände auch sind, eins verliert sich in diesem Buch nie, die Hoffnung auf eines Tages vielleicht doch bessere Zeiten, auch wenn diese Weit in die Zukunft liegen sollten. In den Dialogen zwischen Helle und dem politischen Vater, und wiederum dessen politische Freunden, werden die politischen Umstände und Konflikte jener Zeit, die bis in das Klassenzimmer von Helle ausgetragen werden, für Helle und für den Leser gut reflektiert. Wobei "gut reflektiert" hier relativ ist, Menschen mit erzkonservativer und kaisertreue Gesinnung könnten anders Urteilen. Kurz geschrieben, es ist ein Buch welches an Lebendigkeit und Bildhaftigkeit keine Wünsche offen lässt und den Wunsch nach Mehr weckt. Darum sollten die Fortsetzungen ¿Mit dem Rücken zur Wand¿ und "Der erste Frühling" griffbereit, neben einem Geschichtslexikon und einem Berliner Stadtplan im Regal liegen. Vier Sterne oder Münsen desshalb, weil das zweite Buch "Mit dem Rücken zur Wand" mir noch ein Tick besser gefällt. Altersempfehlung. Ich möchte"ab 14 Jahre" für Alleinleser als Untergrenze ansetzen.