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Caligula - Wilhelm II. und der Cäsarenwahnsinn


€ 20,90
 
gebunden
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Oktober 2001

Beschreibung

Beschreibung

Als im Jahre 1894 der Historiker Ludwig Quidde in einer Monographie Person und Schicksal des r¿mischen Kaisers Caligula unter das Deutungsmuster C¿renwahnsinn stellte, ¿bersetzte er bewusst eine historische Figur in das politische und kulturelle Klima des ausgehenden 19. Jahrhunderts in Deutschland. Die Wirkung dieser Brosch¿re war gewaltig. Der Herrscherwahnsinn kam durch Quidde ins Gerede: Damit ist nicht nur ein fl¿chtiges Medienereignis umschrieben. In dem ¿ffentlichen Diskurs, der seinen Ausgang vom r¿mischen Scheusal Caligula nahm, werden die Schwierigkeiten und Bruchstellen einer Monarchie greifbar, die weit ¿ber den konkreten Fall hinausreichen. Diesen Diskurscharakter von Quiddes Caligula-Schrift nahmen die Autoren Karl Holl, Hans Kloft und Gerd Fesser zum Anlass ihrer historischen Studie. Der Band bietet einen dreifachen Zugriff auf das Material: die Verbindung von biographischer, historischer und zeitgen¿ssischer Dimension. An der Schrift selbst l¿t sich ein wichtiges St¿ck Medien- und Rezeptionsgeschichte im zweiten deutschen Kaiserreich dokumentieren, an der Person Ludwig Quiddes Biographie und Weltanschauung eines zeitgen¿ssischen Historikers, an Wilhelm II. die Anf¿igkeit und Gef¿dung des monarchischen Systems, das durch den ¿Caligula¿ eher spielerisch und doch nicht ohne Nachhaltigkeit herausgefordert wurde.
EAN: 9783861087823
ISBN: 3861087820
Untertitel: Antikenrezeption und wilhelminische Politik am Beispiel des 'Caligula' von Ludwig Quidde. Zahlreiche Abbildungen.
Verlag: Edition Temmen
Erscheinungsdatum: Oktober 2001
Seitenanzahl: 204 Seiten
Format: gebunden
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