EBOOK

Nur die Zeit heilt alle Wunden


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kartoniert
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September 2003

Beschreibung

Beschreibung

"Zwischen Himmel und Erde geschehen Dinge die man nicht sehen kann und doch passieren sie." In diesem Sinne möchte die Autorin Manuela Schumann ein Tabuthema aufgreifen, welches sich mit den Schattenseiten von Psychotherapien auseinandersetzt.

Portrait

Die Autorin Manuela Schumann, geboren 1972 in Berlin, engagiert sich seit Jahren für die Wissensvermittlung in Sachen "Psychotherapie und deren Risiken und Nebenwirkungen". Selbst sammelte Sie turbulente und einschneidende Erfahrungen, aus diesen resultiert das vorliegende Buch. M.Schumann lebt heute nach wie vor in Berlin und ist Medien- und Grafikdesignerin.
EAN: 9783831148547
ISBN: 3831148546
Untertitel: Erschütternde Analyse einer Psychotherapie. Paperback.
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: September 2003
Seitenanzahl: 160 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Hartwig D. - 29.05.2006, 12:43
Psychoterrorpie
Dieses Buch "erschütternd" zu nennen, wäre eine Untertreibung. Es ist ein authentisches, fast tagebuchartiges Dokument einer von Anfang an mißglückten Therapie. Ein Mensch, der Hilfe sucht, wendet sich vertrauensvoll an einen Experten - und wird von diesem falsch behandelt, beschädigt, benützt, mißbraucht. Wegen Kindesmißhandlung, Vergewaltigung, schwerer und leichter Körperverletzung, selbst wegen Rufschädigung und Ehrenbeleidigung werden- teils schwere - Strafen verhängt. Nur wer psychische Vergewaltigung begeht, wer sich schwerster Seelenverletzung und Familienzerstörung schuldig macht, braucht sich keine Sorgen zu machen. Kein Gesetz verhindert, daß sich ein Therapeut, zum Terrorpeuten mutiert, unter Ausnützung der besonderen Abhängigkeit seiner Klienten ("Opfer" wäre wohl das richtige Wort) mit den Manipulationsmethoden von Sektengurus dieser Menschen bemächtigt und ihr Leben zerstört - vielleicht irreparabel. Ich dachte, was unserer Familie zugestoßen ist, ist ein großer Sonderfall, quasi der einzige Psychotherapieskandal dieser Art. Ich war der Meinung, unsere "Psychoterrorpeutin" sei nur ein schwarzes Schaf in einer sonst makellosen Herde. Die Lektüre des vorliegenden Buches hat mir die Augen geöffnet: Vermutlich sehen wir hier noch weniger als die vielzitierte Spitze des Eisberges. Man beachte insbesondere den Hinweis der Autorin, daß kein Verleger die Courage hatte, dieses unglaublich wichtige Buch herauszugeben. Kritische Distanz gegenüber Mißbrauch und Übergriffen in der Psychotherapie ist offenbar nicht "in". (Oder läßt sich bloß nicht genug Geschäft mit solchen Büchern machen?) Ich wünsche mir für dieses Thema das Medienecho, das es verdient - und Userforen, Selbsthilfegruppen, öffentliche Unterstützung, und, und...
Christian - 13.02.2004, 11:01
Wenn es nicht so ernst wäre...
Das Buch ist aus der subjektiven Sicht einer ehemaligen Klientin geschrieben, und das richtig gut. Selbst wenn man eine gewisse Toleranz abzieht, die sich zwischen eventueller Übertreibung und falscher Wahrnehmung bewegt, dann bleibt immer noch genug übrig, dass man die Hände über den Kopf zusammenschlagen muß. Was spielt sich eigentlich in Psychotherapien ab ? Wer kontrolliert überhaupt sogenannte Therapeuten ? Diese Fragen enstehen bei dem Lesen des Buches. Ich überlege mir dreimal, solche Therapien in Anspruch zu nehmen! Hochachtung vor der Ehrlichkeit dieser Autorin, die sich selber auch in Frage stellt und eigene Fehler offenbart.
van Kankrien - 19.01.2004, 08:16
So kann's gehen. Unbedingt lesen!
Es ist so, dass das Thema Psyhotherapie zunehmend an Interesse in der Bevölkerung gewinnt. Inzwischen nehmen unzählige Menschen die sonst so verpönte Psychotherapie in Anspruch. Aber mit der sprunghaften Zunahme an Patienten bzw. Klienten, zeigen sich auch immer mehr Fälle, in denen Therapien mehr Schaden anrichten als das sie heilen. Doch die meisten Patienten denen Schreckliches und Unvorstellbares in Therapien widerfahren ist, schweigen aus Scham, aus Angst oder Verletztheit. Die Autorin hingegen hat sich mit diesem Buch entschlossen, andere über ihre eigenen schlimmen Erfahrungen "aufzuklären", es nicht zu verschweigen, dafür zu informieren, um zu Mahnen. Dieses geschieht hier aber nicht durch Schuldzuweisungen, einseitiger Argumentation oder überdimensionierten Zorn etc., nein, mit einfachen, verständlichen und auch anrührenden Worten, lässt sie jeden Leser an ihren Erlebnissen teilhaben. Sie dokumentiert eine Zeit der Extreme und man versteht und fühlt mit. Dieses Buch offenbart eklatant einen Fall, in dem es um Machtmissbrauch, Abhängikeit, Verlustängsten und großer unangemessener Zuneigung jedweder Art in einer Psychotherapie geht. David gegen Goliath. Hauptdarsteller: Behandlerin + Patientin. Es ist mir bisher kein anderes Buch bekannt, welches in dieser besonderen Art und aus der besonderen Sicht einer Klientin geschrieben wurde. Auch die Karikaturen sind einfach toll, die die Autorin als "Bildliche Darstellung" im zweiten Teil des Buches verwendet hat... Wenn der Anlass nicht so traurig wäre, könnte man dabei sogar etwas lächeln. Kurzum,trotz der brisanten Thematik ein lesenswertes Buch, rundum interessant, nicht überzogen und sehr glaubhaft ! Eben ein sehr lehrreicher Erfahrungsbericht, der keine Angst macht sondern aufklärt. Von mir fünf Sterne!
Leseratte - 30.10.2003, 09:59
Was es nicht alles gibt !
Durch ein Plakat in der Stadt bin ich aufmerksam geworden und kaufte dieses Buch aus Neugier. Ich wusste noch gar nicht, auf was ich mich da einlasse. Es ist ein Buch, deren Inhalt mich absolut wütend und traurig zugleich machte. Es handelt von einer Psychotherapie, in der die Patientin (Autorin) von einer Psychologin behandelt wurde, die ihre Arbeit wohl eher alles andere als ernsthaft durchführte. Wenn ich einmal so eine Therapie bräuchte, hätte ich enorme Angst an so eine Psychologin zu geraten. Da kann man glatt nur alle anderen warnen sich das dreimal zu überlegen. Ich habe das Buch zweimal gelesen, beim ersten mal war ich zu schockiert, deshalb habe ich es gleich nochmal gelesen und trotzdem lief mir ein Schauer über den Rücken. Ganz klar kommt zum Ausdruck, wie abhängig die Autorin von der Psychologin war und darauf basierend eskalierte die gesamte Therapie. Die Autorin beschreibt ihren "Teufelskreis" und erzählt von den "Sklavenarbeiten" zu die sie von der Psychologin dann mehr oder weniger gedrängt wurde. Essen kochen, Einkaufen, Putzen, Begleitgänge...etc. Allerdings vermisse ich hier den Ausgang hinsichtlich der Beschwerden. Immerhin gehört so eine Psychologin selbst in Behandlung und darf nicht auf Patienen losgelassen werden. Was ist aus ihr geworden ? Praktiziert sie noch ? Das sind Fragen die leider offen bleiben. Aber vielleicht gibt es ein zweites Buch ? Ich habe es in zwei Stunden gelesen und kann nur jedem empfehlen es zu lesen. Ach ja, am Ende des Buches sind lustige Karrikaturen über die man sich amüsieren kann. Allerdings bleibt einem das Lachen im Halse stecken wenn man bedenkt das es reale Erlebnisse sind. Mein persönlicher Buchtipp !