EBOOK

Gesammelte Erzählungen


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gebunden
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April 2004

Beschreibung

Beschreibung

Die gesammelten Erzählungen von Carson McCullers in einer schönen Geschenkausgabe.

Inhaltsverzeichnis

Aus dem Inhalt: - Wunderkind - Der Jockey - Brieffreundschaft - Der Nomade - Ein häusliches Dilemma - Der verfolgte Junge - Sucker - Wenn es so ist ... - Atem vom Himmel - Poldi - Die Fremden - Stück ohne Titel - Weihnachtszauber - Leben und Werk

Portrait

Carson McCullers, 1917 (Columbus in Georgia) - 1967 (Nyack bei New York); die größte amerikanische Dichterin, als solche wie sonst kein Autor zu Lebzeiten von Kollegen und Zeitgenossen anerkannt und gerühmt; von: William Faulkner, Richard Wright, Graham Greene, Marguerite Young, Arthur Miller, Henry Miller, Tanja Blixen, Truman Capote, Gore Vidal, Edna O'Brien, Edward Albee, V.S. Pritchett, W.H. Auden, Alfred Kantorowicz, Klaus Mann, Heinrich Böll, Martin Walser, Hans Magnus Enzensberger, Siegfried Lenz, Otto F. Walter, Dieter Lattmann, Gabriele Wohmann, Horst Bienek, Gerd Fuchs und vielen anderen.

Pressestimmen

Carson McCullers - Gesammelte Erzählungen

Da sind sie wieder, und gleich so schön verpackt: Der Diogenes-Verlag hat ein handliches Büchlein mit allen Erzählungen dieser jung gestorbenen Autorin auf den Markt gebracht, mit hübschem Schuber und Lesebändchen. Leider nur mit einem. Einen Merkfaden möchte man sich nämlich in jede Geschichte legen, denn hier ist er wieder: der melancholische Ton, der schon ihr frühreifes Romandebüt so hinreißend gemacht hat. "Das Herz ist ein einsamer Jäger" wurde ein Bestseller und verwandelte die damals Dreiundzwanzigjährige zur Star, bei der die großen amerikanischen Magazine wie "New Yorker" und "Harper's Bazar" um Kurzgeschichten nachfragten.

Ihre Gestalten reden nicht viel. Was gibt es auch zu sagen? Sie handeln mehr, aber so viel sie auch tun oder unterlassen: die Liebe kann nicht erwidert werden. Das ist der frustrierende Tenor einer zweimal verheirateten Frau, die in ihren letzten Jahren nach einem Schlaganfall, von Freunden umgeben, ans Bett gefesselt war. In ihren Geschichten ist es meistens heiß, denn es ist immer Sommer, und fast immer befinden wir uns im amerikanischen Süden der piefigen Fünfzigerjahre. Seltsame Vögel laufen uns da über den Weg, eingesperrt in den Gittern einer oft streng komponierten, fast kammermusikalischen Erzählung.

Heute schreibt man so nicht mehr. Warum eigentlich nicht? Die Gründe für die Melancholie, die Carson McCullers Gestalten aufs Gemüt drückt, die gibt es immer noch. Aber es gibt keinen mehr, der sie so hört wie diese Autorin, geschweige, dass jemand heute so zu schreiben verstünde.

© Andreas Reikowski

EAN: 9783257063929
ISBN: 325706392X
Untertitel: Schuber.
Verlag: Diogenes Verlag AG
Erscheinungsdatum: April 2004
Seitenanzahl: 448 Seiten
Format: gebunden

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Elisabeth Stein-Salomon - 04.12.2006, 23:02
brillant komponierte Erzählungen!
Nach dem Erscheinen ihres Romans ¿Das Herz ist ein einsamer Jäger¿ 1940 wurde die erst 23-jährige Autorin in einem Atemzug mit William Faulkner, Tennessee Williams oder Truman Capote genannt und war ernsthaft für den Literatur-Nobelpreis im Gespräch. Private Probleme und ihr schlechter Gesundheitszustand (sie hatte schon mit 24 Jahren einen Schlaganfall) behinderten später ihre literarische Tätigkeit und so hinterließ sie nur ein schmales literarisches Werk. Ihre brillant komponierten Erzählungen bannen aus stiller Distanz den amerikanischen Alltag ins Wort. Sie handeln von skurrilen Nachbarschaften, Illusionen, Einsamkeiten, unerfüllten Sehnsüchten und bitteren Selbsterkenntnissen. Mit wenigen Sätzen führt sie uns mitten ins Leben ihren zerbrechlichen Figuren, z.B. Emily, deren Alkoholsucht ihre Familie ins Unglück zu stürzen droht, oder dem Klavier spielenden Wunderkind Francis, das in der Pubertät zu hören bekommt, dass es eigentlich nur mechanisch, geradezu gefühllos Klavier spiele. McCullers beleuchtet Schlüsselsituationen im Leben ihrer Protagonisten,unsentimental und unpathetisch, aber voller Anteilnahme. Alle Geschichten enden offen, ohne den Konflikt zu lösen und geben dem Leser damit Fragen auf, regen ihn an sich gedanklich mit der Fortsetzung der Geschichte zu beschäftigen.