EBOOK

Geschichten ohne Heimat


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kartoniert
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März 2004

Beschreibung

Beschreibung

In einem seiner beiden Schreibsekretäre fanden sich Mappen mit Manuskripten, an denen er, im Lauf der Jahre, immer wieder gearbeitet hat. Ich kannte die meisten Geschichten, er hatte sie mir vorgelesen, als er sie schrieb. Von manchen Texten existieren vier, fünf Fassungen. Er hat sie immer weiter zu verdichten versucht. Er hatte, als er diese Geschichten, manchmal ganz kurze Kalendergeschichten, schrieb, keine Sammlung im Auge oder im Sinn, er schrieb zweckfrei, schrieb Sachen auf, die ihn beschäftigten, bedrängten oder die ihm Spaß machten und ihm gefielen. [.] Geschichten ohne Heimat hat er auf die Deckseite der Pappmappe geschrieben, in der er die Texte versammelte. Eben weil er nicht wußte, wohin sie gehörten, was er mit ihnen anfangen würde.
x09 x09 x09 x09 x09 x09 x09Aus dem Nachwort von Eva Strittmatter


Die ganze Strittmatter-Welt

Der Band mit Texten aus dem Nachlaß Erwin Strittmatters bietet eine dichte Sammlung unterschiedlicher Genres: von der "Kalendergeschichte", wie Strittmatter seine Naturreflexionen in jener für ihn so bezeichnenden poetischen Verknappung nannte, über Short stories mit der konzentrierten, pointierten Beschreibung alltäglicher Vorgänge bis zur intensiven Erzählung. Dazu gehört die satirische Geschichte "Die Cholera", die in der DDR nicht gedruckt werden durfte, oder der hintergründig-ironische Text "Ein Grundstück bei Rheinsberg kaufen" und die sensible, facettenreiche Beschreibung eines Besuches bei Halldór Laxness.

"Kleine Texte und doch die ganze Strittmatter-Welt: Pferde, Kiefern, Frostnächte, violette Himmel, Maiglöckchenhügel - und der ganz normale Wahnsinn namens Mensch.
x09 x09 x09 x09 x09 x09 x09 x09 x09Der Spiegel

Portrait

Erwin Strittmatter wurde 1912 in Spremberg als Sohn eines Bäckers und Kleinbauern geboren. Das Realgymnasium verließ er mit 17 Jahren, begann eine Bäckerlehre und arbeitete danach in verschiedenen Berufen. Von März 1941 bis Frühjahr 1945 gehörte er der Ordnungspolizei an, war im Polizeigebirgsjäger-Regiment 18 an Einsätzen in Slowenien, Finnland und Griechenland beteiligt, seit 1942 Bataillonsschreiber und seit 1944 Kriegsberichter. Nach dem Kriegsende arbeitete er als Bäcker, Volkskorrespondent und Amtsvorsteher, später als Zeitungsredakteur in Senftenberg. Seit 1951 lebte er als freier Autor zunächst in Spremberg, ab 1952 in Berlin. 1954 verlegte er seinen Hauptwohnsitz nach Schulzenhof bei Gransee. Dort starb er am 31. Januar 1994.

Romane: Ochsenkutscher (1951), Tinko (1955), Der Wundertäter I-III (1957/1973/1980), Ole Bienkopp (1963), Der Laden I-III (1983/1987/1992).
Außerdem veröffentlichte er Erzählungen, Kurzprosa und Stücke. Postum erschienen, von Eva Strittmatter herausgegeben: Vor der Verwandlung. Aufzeichnungen (1995), Geschichten ohne Heimat (2002), Kalender ohne Anfang und Ende. Notizen aus PieSt'any (2003).
2012 erschien: Nachrichten aus meinem Leben. Aus den Tagebüchern 1954-1973.

www.zeitzeugen-tv.com/strittmatter-t

EAN: 9783746654362
ISBN: 374665436X
Untertitel: 'Aufbau Taschenbücher'. 8 Faksimiles.
Verlag: Aufbau Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: März 2004
Seitenanzahl: 239 Seiten
Format: kartoniert
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