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Der Buchhändler aus Kabul


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kartoniert
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März 2004

Beschreibung

Beschreibung

Bücher waren Sultans Leben. Seit er sein erstes Buch in der Schule bekommen hatte, begeisterte er sich für Bücher. Für Bücher und Geschichten.' Eigentlich ist er Ingenieur, doch Sultan Khan kann von Büchern nicht lassen. Auch wenn das Geschäft mit dem geschriebenen Wort seine Tücken hat. Wie viel Geschäftssinn bedarf es, um in einem Land fast ohne Verlage in Basaren und Bibliotheken die Ware aufzutreiben? Was tun, wenn bei den wechselnden Vorlieben der Regime abends wieder einmal Bücher mit verbotenen Abbildungen in Flammen aufgehen? Und wo treibt man den Esel auf, der die Raubdrucke über das Gebirge nach Pakistan bringen soll? Die Geschichten, die die norwegische Journalistin Asne Seierstad in den fünf Monaten ihres Aufenthaltes bei Sultan Khan bis zum Juni 2002 hörte und erlebte, fügen sich zu einer Familiengeschichte der ganz besonderen Art - auch und vor allem, weil die Frauen darin eine wichtige Rolle spielen. Wie sich Sultans Werbung um eine zweite Ehefrau widersetzen? Und was tun, wenn die Tochter zwar studieren darf, er sie ansonsten aber - ganz Patriarch im Sinne des Propheten - wie sein Eigentum behandelt? Denn dass eine Frau ihren eigenen Weg geht, das ist in Kabul nicht vorstellbar.

Portrait

Asne Seierstad, geboren 1970 in Oslo, arbeitete als Korrespondentin für verschiedene skandinavische Zeitungen. Für »Der Buchhändler aus Kabul« wurde sie mit dem renommierten Preis der norwegischen Buchhändler ausgezeichnet. Anfang 2003 war sie in Bagdad als Kriegsberichterstatterin vor Ort und schrieb für neun große europäische Tageszeitungen.
EAN: 9783548604305
ISBN: 3548604307
Untertitel: Ein Familiengeschichte. Originaltitel: Bokhandleren i Kabul. Et familiedrama. 'List bei Ullstein'.
Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg.
Erscheinungsdatum: März 2004
Seitenanzahl: 302 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Holger Wolandt
Format: kartoniert

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Kundenbewertungen

Merlin - 24.07.2004, 14:20
das Leben einer afghanischen Familie
Asne Seierstad beschreibt in ihrem Buch sehr detailliert und ohne die Wertung eines westlich eingestellten Journalisten das Leben des afghanischen Buchhändlers Sultan Khan und dessen Familie. Es geht um Tradition und Religion, um arrangierte Ehen und ihre Folgen für die Frauen. Und es geht um den alltäglichen Überlebenskampf in einem seit Jahrhunderten durch Kriege zerrissenen Land. Asne Seierstad stellt die Hauptfiguren in den Vordergrund und erzählt ihre Geschichte, ohne ständig darauf hinzuweisen, dass sie diese Geschichten selbst von ihnen gehört und mit ihnen erlebt hat. sie blendet ihre Anwesenheit in der Familie völlig aus. Ein sehr gut zu lesendes Buch, interessant und aufschlußreich.