EBOOK

Energieeinsparung in Gebäuden


€ 118,00
 
gebunden
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Dezember 2003

Beschreibung

Beschreibung

Die Neuauflage basiert auf den Anforderungen der EnEV
(Energieeinsparverordnung) 2002 und bietet aktuelle Praxisbeispiele,
insbesondere zu BHKW' s (Blockheizkraftwerken). Das Handbuch
behandelt die technischen Möglichkeiten der Energieeinsparung für den
Hochbau und skizziert Entwicklungstendenzen. Es erfasst die gesamte
Energieanwendung im Hochbau und ist so gegliedert, dass sowohl dem
akademisch als auch dem praktisch interessierten Leser dieses Thema
verständlich dargelegt wird. Das Buch ergänzt die
technisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse um in der Praxis gemachte
Erfahrungen. Der aktuelle Wissensstand auf diesem Gebiet wird
vermittelt. Das Buch wendet sich an folgende Zielgruppen:
Architektenbüros, Bauherren, Bauunternehmer, Bauträger,
Energieversorgungsgesellschaften, Ingenieurbüros, Kommunale
Verwaltungen. Durch die umfassende Darstellung der
Energieanwendungstechnologien kann das Handbuch auch für
Unterrichtszwecke an der Hochschule eingesetzt werden. Aus dem Inhalt:
Wärmedämmung / Heizungstechnik / Warmwasserbereitung / Beleuchtung /
Haushaltsgeräte / Gebäudeautomation / Kraft-Wärme-Kopplung /
Erneuerbare Energien für die Stromerzeugung / Contracting - Rationelle
Energienutzung mit Partnern.

Inhaltsverzeichnis

1;Vorwort;6 2;Inhalt;10 3;1 Bedeutung der Energieeinsparung im Gebäudebereich;20 3.1;1.1 Umsetzung des Nationalen Klimaschutzprogramms im Gebäudebereich;21 3.2;1.2 Energieeinsparverordnung;22 3.3;1.3 Förderung und Öffentlichkeitsarbeit für energiesparendes Bauen;35 3.4;1.4 Gestaltungsmöglichkeiten der Niedrigenergiebauweise;36 4;2 Wärmedämmung;82 4.1;2.1 Einleitung;83 4.2;2.2 Energieverbrauch von Gebäuden;83 4.3;2.3 Wärmeschutz;85 4.4;2.4 Bauphysikalische Kenngrößen;87 4.5;2.5 Wärmedämmstoffe;88 4.6;2.6 Wärmedämmkonstruktionen;93 4.7;2.7 Wärmebrücken;97 4.8;2.8 Fenster;99 4.9;2.9 Passivhaus;101 4.10;2.10 Dämmung von Rohren mit warmen Medien;103 4.11;2.11 Gebäudebestand;104 4.12;2.12 Ausblick;108 5;3 Heizungstechnik;110 5.1;3.1 Konventionelle Heizungstechnik;112 5.2;3.2 Brennwerttechnik;138 5.3;3.3 Wärmepumpen;160 5.4;3.4 Klimatisierung;205 5.5;3.5 Heizungstechnik in Kombination mit erneuerbaren Energien;241 6;4 Warmwasserbereitung;272 6.1;4.1 Konventionelle Warmwasserbereitungstechnik;276 6.2;4.2 Warmwasserbereitung mittels Brennwerttechnik;293 6.3;4.3 Warmwasser-Wärmepumpen;298 6.4;4.4 Warmwasserbereitungstechnik in Kombination mit erneuerbaren Energien;305 7;5 Beleuchtung;318 7.1;5.1 Einleitung;319 7.2;5.2 Lichttechnische Grundlagen;319 7.3;5.3 Stand der Technik;320 7.4;5.4 Entwicklungstendenzen;328 7.5;5.5 Beispiele;329 8;6 Haushaltsgeräte;332 8.1;6.1 Elektro-Haushaltsgeräte;333 8.2;6.2 Gas-Haushaltsgeräte;352 9;7 Gebäudeautomation;370 9.1;7.1 Grundsätzliches;371 9.2;7.2 Aufgaben und Nutzen der Gebäudeautomation;372 9.3;7.3 Aufbau und funktionale Ebenen der Gebäudeautomation;373 9.4;7.4 Anforderungen an die Automationsstationen (AS) und ihre Funktionen;375 9.5;7.5 Anforderungen an die Managementeinrichtungen und ihre Funktionen;378 9.6;7.6 Kommunikation in der Gebäudeautomation;379 9.7;7.7 Einzelraumregelung/Raumautomation;383 9.8;7.8 Management Konzepte;385 9.9;7.9 Instandhaltung;387 9.10;7.10 Energieeinsparpotentiale im Gebäude;388 9.11;7.11 Entwicklungstendenz
en in der Gebäudeautomation;390 9.12;7.12 Fazit;391 9.13;7.13 Beispiel der Energieeinsparung durch Einsatz moderner Technologien;391 10;8 Kraft-Wärme-Kopplung;396 10.1;8.1 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit Verbrennungsmotoren;397 10.2;8.2 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit Gasturbine;424 10.3;8.3 Mini-Blockheizkraftwerke;442 10.4;8.4 Brennstoffzellen in der Kraft-Wärme-Kopplung;448 11;9 Erneuerbare Energien für Stromerzeugung;462 11.1;9.1 Windenergie;463 11.2;9.2 Photovoltaik;470 12;10 Contracting Rationelle Energienutzung mit Partnern;476 12.1;10.1 Einleitung;477 12.2;10.2 Wer bietet Contracting an?;478 12.3;10.3 Contracting Formen;479 12.4;10.4 Ausblick;482 13;Lieferverzeichnis Energieeinsparung in Gebäuden;508 13.1;1. Wärmedämmung 6. Gebäudeautomationstechnik;509 13.2;2. Heizungstechnik 7. Kraft-Wärme-Kopplung;509 13.3;3. Warmwasserbereiter;509 13.4;4. Beleuchtungstechnik;509 13.5;5. Haushaltsgeräte;509 13.6;6. Gebäudeautomationstechnik;509 13.7;7. Kraft-Wärme-Kopplung;509 13.8;8. Erneuerbare Energieanlage für Stromerzeugung;509 13.9;9. Consulting;509 13.10;10. Prüfung und Zertifizierung;509


Leseprobe

3 Heizungstechnik (S. 92-93)

R. Braun, J. Eberhardt, R. Egger, H. Eickenhorst, M. Fall, P. Göricke, K. Hain, H.-U. Hildebrand, T. Jannemann, L. Joos, B. Seyda, A. Strehler, Ch. Vens, W. Weßing

Die Entwicklungen in der Heizungstechnik nach 1945 wurden im wesentlichen durch äußere Einflüsse geprägt. Hierbei spielten sowohl wirtschaftliche, politische als auch ökologische Prozesse eine wesentliche Rolle.

Bis Anfang der 50er Jahre dominierten bei der Beheizung der Wohngebäude die festen Brennstoffe. Die Räume wurden überwiegend über Einzelöfen beheizt, die mit Holz, Kohle oder Briketts beschickt wurden. Warmwasser-Zentralheizungen waren noch relativ selten vertreten und wurden als offene Schwerkraftanlagen ausgeführt. Zur Wärmeerzeugung dienten Gußgliederkessel in denen feste Brennstoffe, überwiegend Koks, verbrannt wurde.

Zu Beginn der 60er Jahre wurden die festen Brennstoffe sukzessive abgelöst durch das Heizöl. Die Erschließung riesiger neuer Erdölvorkommen vor allem im „Nahen Osten" führte dazu, daß Öl als Brennstoff zu konkurrenzlos niedrigen Preisen (0,06–0,10 DM/l) angeboten wurde. Ab Mitte der 60er Jahre begann die Einführung des Erdgases. Das Stadtgas, das bis dahin in den Haushalten überwiegend für Kochen und Warmwasserbereitung zum Einsatz kam, wurde durch das Erdgas ersetzt. Die Kohleheizungen wurden neben der Heizöl- auch von Erdgas-Heizungen abgelöst. Der einfachste Weg war das Auswechseln eines Kohleofens gegen einen Ölheizofen oder Gasraumheizer bzw. ein Elektrospeicherheizgerät. Diese Lösungen kamen in der Vergangenheit in erster Linie bei der Altbausanierung zum Zuge.

Im Gegensatz zu der weitgehend unkontrollierten Verbrennung von festen Brennstoffen kann beim Einsatz von H
eizöl oder Gas die Wärmezufuhr durch Ein- und Ausschalten des Brenners auf einfache Weise dem Wärmebedarf angepaßt werden. Dies führte zur Entwicklung von vollautomatischen Heizungsregelungen, die bereits bei Gasraumheizer angewendet worden sind.

Hauptsächlich im Neubaubereich aber auch bei vielen Altbausanierungen lösten die Warmwasser- Zentralheizungen die Einzelfeuerstätten (Ölheizöfen und Gasraumheizer) mehr und mehr ab, da sie insgesamt einen höheren Komfort und größere Flexibilität bieten. Nicht nur für große Gebäude und Wohneinheiten, sondern auch im Bereich der Ein- und kleineren Mehrfamilienhäusern sowie auch sogar in Etagenwohnungen wurde die Zentralheizung Standard.

Mit der Energiekrise 1973 stieg der Preis für Primärenergie innerhalb weniger Tage um das 6- bis 8-fache. Nicht nur dadurch, daß die Heizkosten drastisch anstiegen, bewirkte die Energiekrise auch eine Veränderung des Bewußtseins im Umgang mit Energie. Man erkannte einerseits die Abhängigkeit von den Ölförderländern, andrerseits aber auch die begrenzte Reichweite der Primärenergie- Ressourcen insbesondere unter dem Gesichtspunkt, daß Öl auch als Rohstoff für die chemische Industrie nahezu unersetzlich ist. In öffentlichen Diskussionen, besonders der Massenmedien wurde gefordert, Öl und Gas durch regenerative Energien (über Solar- und Wärmepumpenanlagen) zu substituieren. Die anfängliche Euphorie endete letztlich in der ernüchternden Erkenntnis, daß diese Techniken in den meisten Fällen unwirtschaftlich waren und man auf absehbare Zeit auf den Einsatz von Öl und Gas als die wichtigsten Primärenergieträger in der Gebäudeheiztechnik nicht verzichten kann.

In Zusammenhang mit dem Treibhauseffekt gewinnt in den letzten Jahren die CO2-Emission
zunehmend an Bedeutung. Der Grund sind die Warnungen der Klimaforscher vor einem weiteren antrophogenen CO2-Anstieg in der Atmosphäre. Sie befürchten, daß der hieraus resultierende Temperaturanstieg auf der Erde die klimatischen Verhältnisse aus dem Gleichgewicht geraten läßt. Weltweit werden deshalb Programme entwickelt, mit dem Ziel, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Bundesregierung will die CO2-Emission mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen bis zum Jahre 2005 insgesamt um 25 bis 30 % reduzieren. So wurden seit 1994 alle heizungsrelevanten Verordnungen novelliert.

CO2 ist ein unvermeidliches Reaktionsprodukt bei der Verbrennung aller fossilen Primärenergieträger, die ausnahmslos aus den Elementen Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) bestehen. Es gibt somit keine Chancen, Kohlendioxid völlig zu vermeiden, solange man bei der Verbrennung und Energieumwandlung auf fossile Energieträger angewiesen ist. Die Anteile an Kohlenstoff und Wasserstoff sind jedoch in den verschiedenen Primärenergieträgern unterschiedlich verteilt, so daß bei der Verbrennung mit dem Luftsauerstoff (O2) die jeweiligen Abgasbestandteile Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf (H2O) in unterschiedlichen Mengen entstehen.


EAN: 9783802723766
ISBN: 3802723767
Untertitel: Stand der Technik. Entwicklungstendenzen. gemäß EnEV 2002. 2. Auflage. Zahlreiche Abbildungen und Tabellen.
Verlag: Vulkan Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2003
Seitenanzahl: 512 Seiten
Format: gebunden
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