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Fliehe weit und schnell


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kartoniert
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September 2004

Beschreibung

Beschreibung

Fliehe weit und schnell


Die Pest in Paris! Das Gerücht hält die Stadt in Atem, seit auf immer mehr Wohnungstüren über Nacht eine seitenverkehrte 4 erscheint und morgens ein Toter auf der Straße liegt - schwarz. Kommissar Adamsberg sitzt in einer kleinen Brasserie in Montparnasse. Im Kopf hat er eine rätselhafte lateinische Formel, die auf jenen Türen stand - und vor sich, am Metroausgang, einen bretonischen Seemann, der anonyme Annoncen verliest. Auch lateinische darunter. Aber wo ist der Zusammenhang zwischen den immer zahlreicheren Toten in der Stadt und den sympathischen kleinen Leuten, die dem Bretonen so gebannt zuhören? Plötzlich hat Adamsberg, der Mann mit der unkontrollierten Phantasie, eine Vision.


Ein meisterhafter Roman voll düsterer Spannung, leiser Poesie und Vargas' unnachahmlich schrägen Dialogen. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2004, dem Preis der französischen Buchhändler und dem der Leserinnen von "Elle".


"Mörderisch menschlich, mörderisch gut." Frankfurter Rundschau


Portrait

FRED VARGAS, geb. 1957 und von Haus aus Archäologin. Sie ist heute die bedeutendste französische Kriminalautorin und eine Schriftstellerin von Weltrang. 2004 erhielt sie für "Fliehe weit und schnell" den Deutschen Krimipreis, 2012 den Europäischen Krimipreis für ihr Gesamtwerk.

Ihre Werke sind in über 40 Sprachen übersetzt und liegen sämtlich bei Aufbau in Übersetzung vor:In deutscher Übersetzung liegen im Aufbau Verlag vor:



Kriminalromane mit Kommissar Adamsberg:

Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

Bei Einbruch der Nacht

Fliehe weit und schnell

Der vierzehnte Stein

Die dritte Jungfrau

Die schwarzen Wasser der Seine

Das Zeichen des Widders (Graphic Novel)

Der verbotene Ort

Die Tote im Pelzmantel (Graphic Novel)

Die Nacht des Zorns



Kriminalromane mit den "drei Evangelisten":

Die schöne Diva von Saint-Jacques

Der untröstliche Witwer von Montparnasse

Das Orakel von Port-Nicolas



Andere:

Im Schatten des Palazzo Farnese



Essai:

Vom Sinn des Lebens, der Liebe und dem Aufräumen von Schränken

Von der Liebe, linken Händen und der Angst vor leeren Einkaufskörben (Herbst 2013)
EAN: 9783746621159
ISBN: 3746621151
Untertitel: Kriminalroman. Kommissar Adamsberg ermittelt. Originaltitel: Pars vite et reviens tard. 'Adamsberg'.
Verlag: Aufbau Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: September 2004
Seitenanzahl: 399 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Tobias Scheffel
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Elysius - 22.11.2010, 17:25
Typisch Vargas
Fliehe weit und schnell ist ein typischer Vargas. Ein fesselnder, vielschichtiger Kriminalroman mit markanten, teilweise verschrobenen Charakteren. Allen voran Kommissar Adamsberg. Meines Erachtens hat das Buch nur einen kleinen Schönheitsfehler, der leider immer wieder zu beobachten ist. Im Klappentext wird einfach zuviel von der Handlung vorab preisgegeben. Ich bin froh, dass ich mir es abgewöhnt habe diese Texte vollständig zu lesen. Ich denke man kann bei diesem Buch auf den guten Namen Vargas vertrauen und sich von diesem auf allerhöchstem Niveau geschriebenen Krimi in seinen Bann ziehen lassen.
Anonym - 06.06.2007, 23:35
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Von allen Fred Vargas-Romanen, ist dies mein Lieblingsbuch, vielleicht weil es mein erster Kontakt mit dieser Autorin und diesen Krimis war, bei denen die Verbrechensaufklärung eigentlich völlig nebensächlich ist, weil die Personen das Spannende sind, zumindest für mich: skurril, aber trotzdem glaubwürdig und so faszinierend, dass ich weiterlese, um diese Personen besser kennen zu lernen. Und erst wenn am Ende der Geschichte der Täter gestellt wird, fällt mir wieder auf, dass ich gerade einen Kriminalroman gelesen habe. Schon lange hat mich kein Buch mehr so ungemein gefesselt, wie dieses und die anderen Vargas.
Elvira Hanemann - 02.12.2006, 22:39
Vorsicht: kann Vargas - Sucht erzeugen!
Ich finde es ziemlich mutig, ein Buch über die Pest zu schreiben ¿ und das auch noch als Französin. Unweigerlich wird man doch gemessen an Albert Camus ¿Die Pest¿, eines der beeindruckendsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Nun, verglichen mit Camus käme Fred Vargas eher schlecht weg, aber ich möchte sie gar nicht wirklich vergleichen. Denn außer dem Thema und der Nationalität haben diese Bücher nur noch die Tatsache, dass sie beide gut sind gemein. Hier ein Stück Weltliteratur, dort ein gut gemachter, auch literarisch anspruchsvoller Krimi. Der Einstieg in diesen Roman ist sehr ungewöhnlich. Ein bretonischer Seemann wird uns vorgestellt, ein Mann, der wegen gefährlicher Körperverletzung bereits im Gefängnis war, der aufgrund seines Vorlebens nicht mehr als Seemann arbeiten darf und der sich nach Rücksprache mit seinem (schon längst verstorbenen) Urgroßvater als Ausrufer betätigt. Der Beruf des Ausrufers mag ja zu Zeiten des Uropas noch in Mode gewesen sein, heute ist er es sicher nicht mehr. Doch Joss Le Guern erfindet diesen Beruf einfach neu. Er stellt sich an eine Straßenecke, sammelt Briefchen, Mitteilungen jeder Art, An- und Verkaufsanzeigen, lässt sich das laute Vorlesen bezahlen und findet bald ein immer größer werdendes Stammpublikum, das seinem Ausrufen gerne zuhört. In letzter Zeit tauchen zwischen all den Liebesschwüren und Jobanzeigen immer öfter (gut bezahlte) Briefe auf, die in einer altertümlichen Sprache gehalten sind, anfangs ist der Sinn überhaupt nicht verständlich, aber Joss sind sie irgendwie unheimlich. Zeitgleich geschieht in Paris in einem völlig anderen Arrondissement eine sonderbare Sache, die offenbar gar nichts mit dem Ausrufer zu tun hat: Es finden sich gemalte altertümlich aussehende schwarze Vieren an manchen Haustüren. Oft sind in einem Haus alle Türen außer einer mit der 4 verziert. Es werden immer mehr Vieren, sie tauchen mittlerweile in den unterschiedlichsten Bezirken auf. Die Zeitungen rätseln: ist es eine neue Art von Graffiti oder möchte ein Aktionskünstler auf sich aufmerksam machen? Im Mittelalter glaubten sich die Menschen durch diese Zeichen an der Tür vor der Pest zu schützen. Es dauert nicht lange und der erste Tote wird gefunden hinter einer der ¿ungeschützten¿ Türen. Er liegt da, schwarz und mit Flohbissen übersät. Ein intelligent ausgearbeiteter spannender Krimi, der gekonnt mit Urängsten spielt und darüber hinaus ein wahrer Genuss für Freunde eines guten Sprachstils.
Helga Schuppan - 25.11.2006, 19:27
Fliehe weit und schnell
Joss LeGuern war früher Seemann. Jetzt nennt er sich 'Ausrufer'; er verliest gegen einen Obolus von 5 Franc Lokalnachrichten in Paris. Seit einigen Tagen sind merkwürdige Texte in altem Französisch und Latein dabei. In denen geht es um kleine Krabbeltiere und um Schrecken und Fäulnis - das alles wird die Menschheit heimsuchen. Im 18. Arrondissement erscheint zur gleichen Zeit eine seitenverkehrte 4, aufgemalt an vielen Wohnungstüren. Als die Zeichen sich mehren, taucht die erste und bald schon die zweite Leiche auf; mit Flohbissen übersät und schwarz, wie früher die Pest-Toten. Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg ermittelt und fragt sich bald: gibt es da einen Zusammenhang zwischen den Texten und den Morden? Wieder einmal ein exzellenter Vargas-Krimi. Sprachlich hervorragend und immer wieder mit Humor und Raffinesse. Leider finde ich die Auflösung nicht so gelungen - aber trotzdem: unbedingt lesenswert!
Thomas Schroeder - 17.11.2006, 23:45
die skurillen Figuren machen den Reiz aus
Der Bretone Joss Le Guern, ein ehemaliger Seemann, verdient seinen Lebensunterhalt als Ausrufer indem er Nachrichten, die ihm Leute mit einem kleinen Entgelt in eine Kiste werfen, zweimal am Tag auf einem Platz öffentlich verliest - und das im Droht der Millionenmetropole Paris eine Pestepidemie? Die skurrilen Figuren, die die Romane der französischen Krimiautorin Fred Vargas bevölkern, machen deren besonderen Reiz aus. Man fühlt sich beim Lesen immer etwas an die schräge Kinowelt der Amélie erinnert ¿ allerdings ohne den Zuckerguss! Fred Vargas ist für diesen Roman mit dem Deutschen Krimipreis 2004 geehrt worden!
Manfred Roos - 13.11.2006, 18:07
Ein herrliches Buch - sehr zu empfehlen
Fred Vargas, alleinerziehende Mutter, lebt eigentlich von ihrem Beruf als Archäologin und schreibt nur nebenbei als Ausgleich Krmis. Aber was hätten wir verpasst, wenn sie sich nicht für diesen Zeitvertreib entschieden hätte.Ihre Zentralfigur Jean Baptiste Adamsberg, der Leiter der Pariser Mordkommission, begleitet uns durch alle ihre Fälle. Und so kommt er auch diesmal schnell unter Druck, weil er so schnell nicht nachweisen kann, welche Verbindung die bei den Opfern des Serienmörders zurückgelassenenen mysteriösen Botschaften haben. Doch der verschrobene, ein wenig einsame, aber sympathische Kommissar führt am Ende die Fäden dieser unkoventionellen Geschichte zusammen und Vargas überzeugt erneut durch die Glaubwürdigkeit ihrer Figuren, ihre Milieuschilderungen und die Konzeption des Falles.