EBOOK

Keine Posaunen vor Jericho


€ 10,90
 
kartoniert
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Dezember 2004

Beschreibung

Beschreibung

»Ein provozierendes Buch mit allen Merkmalen einer Detektivgeschichte.« The New York Times Bisher diente biblische Archäologie zum Beweis der Heiligen Schrift, jetzt haben zwei international renommierte Archäologen den Spieß umgedreht und lassen die Ausgrabungen eine eigene Sprache sprechen. br /»Ihr dramatisch neues Bild von der Geschichte Israels zwingt zum Umdenken: Den Auszug aus Ägypten, die Einnahme Kanaans, das Großreich unter König David und den Tempelbau in Jerusalem unter König Salomon, bisher auch von den kritischsten Wissenschaftlern als gesichert angesehen, gab es ebenso wenig wie die Posaunen vor Jericho. Jerusalem unter David und Salomon war ein größeres Dorf - sicher ohne zentralen Tempel und großen Palast. br /»Das klar strukturierte und anschaulich geschriebene Buch gleicht einer Spurensuche entlang biblischer Geschichten, die Autoren rekonstruieren den tatsächlichen historischen Ablauf und fragen abschließend, wann und warum die Geschichte aufgeschrieben wurde.

Portrait

Israel Finkelstein, geb. 1949, ist Direktor des Archäologischen Instituts der Universität Tel Aviv und hat als Gastprofessor in Chicago, Harvard und an der Sorbonne gelehrt. Er gehört zu den führenden Archäologen in Israel und gilt als «einer der wichtigsten Innovatoren» (J. Croitoru, FAZ).

Pressestimmen

»Von allen Seiten rücken die Fahnder an [...] vor allem die historische Basis der Bibel wankt. Den jüngsten Hieb hat jetzt Israel Finkelstein, Chef-Ausgräber an der Universität Tel Aviv, geführt. Sein Buch bestätigt, dass Kerntexte der Bibel unwahr sind.«
Der Spiegel
EAN: 9783423341516
ISBN: 3423341513
Untertitel: Die archäologische Wahrheit über die Bibel. Originaltitel: The Bible Unearthed. 'dtv'. 27 Abbildungen, Ktn.
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: Dezember 2004
Seitenanzahl: 384 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Miriam Magall
Format: kartoniert

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Kundenbewertungen

Elisabeth Stein-Salomon - 06.12.2006, 07:35
Ein spannendes und überraschendendes historisches Sachbuch
Der israelische Archäologe Israel Finkelstein und sein amerikanischer Kollege Neil Asher Silberman zweifeln in ihrem Buch -Keine Posaunen vor Jericho- den Wert des alte Testaments als Quelle für die Geschichte des jüdischen Volkes an. Vieles, was in der Bibel steht, sei erst in einer sehr viel späteren Periode niedergeschrieben worden und stark von der Ideologie und der Theologie der späteren Schreiber beeinflusst worden. Die Autoren des vorliegenden Buches kommen zu erstaunlichen Ergebnissen, indem sie die archäologischen Funde nicht als Dekoration für den Bibeltext, sondern als wirklichen Zeitzeugen für die Ereignisse der damaligen Zeit nutzen. So können sie überzeugend nachweisen, dass Jerichos Mauern durch die Posaunen Joshuas nicht zum Einsturz gebracht werden konnten, weil Jericho zu der Zeit ein kleines Dorf ohne Stadtmauern war. Sie zeigen, dass der kulturelle Ursprung Israels nicht in einer von Jerusalem aus beherrschten Hochkultur liegt. Wahrscheinlich, so die beiden Forscher, waren David und Salomon regionale Stammesfürsten mit sehr viel weniger Einfluss, als es in der Bibel dargestellt ist. Die politischen Konsequenzen dieser Forschungsergebnisse sind weitreichend: gründet doch der Anspruch Israels auf Jerusalem als religiöses Zentrum und Hauptstadt auf den Berichten vom Bau des ersten Tempels durch König Salomon. Dieser Tempel hat nach Erkenntnis von Finkelstein wahrscheinlich gar nicht oder nur als unbedeutende Kultstätte existiert. Der Stil des Buches ist klar und präzise und die Autoren verzichten auf unnötige Polemik. Trotzdem werden solche Korrekturen am Geschichtsbild vor allem in orthodoxen Kreisen Israels natürlich nicht gerne gesehen. Ein spannendes und überraschendendes historisches Sachbuch.