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Krieg und Frieden im Prozess der Globalisierung


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Mai 2009

Beschreibung

Beschreibung

Das mit dem Westfälischen Frieden des Jahres 1648 begründete
System der neuzeitlichen Staaten hatte im klassischen Völkerrecht
seinen angemessenen Ausdruck erhalten. Alle Staaten
waren gleichberechtigt. Als souveräne Akteure hatten sie nach
innen das Monopol der rechtsförmigen Gewalt inne. Im Verhältnis
zu anderen Staaten waren sie berechtigt, jederzeit vom
Zustand des Friedens in den Zustand des Krieges überzuwechseln.
Das im klassischen Völkerrecht grundgelegte Recht eines
ius ad bellum wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der Charta
der Vereinten Nationen aus dem Völkerrecht entfernt. Seither
gelten im Völkerrecht das Prinzip eines die Staaten bindenden
Gewaltverbots und das System der kollektiven Sicherheit.
Der Prozess der Globalisierung ist durch einen andauernden
Verlust von staatlicher Souveränität gekennzeichnet: nach innen
durch die Abnahme staatlich-administrativer Handlungskompetenz,
nach außen durch die wechselseitige Abhängigkeit der
Einzelstaaten von einer Vielfalt miteinander verbundener Faktoren.
Angesichts der gleichzeitigen Abhängigkeit aller Akteure
von Ereignissen, die sich geographisch betrachtet weit entfernt
von den Grenzen der Staatsterritorien abspielen, ist der Prozess
der Globalisierung mit einer dramatischen Destabilisierung des
Konzepts der überlieferten Staatenwelt verbunden.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung diskutieren die Beiträge
dieses Bandes die neue Situation von Krieg und Frieden in
einer sich globalisierenden Welt.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
Herfried Münkler
Kriegsszenarien des 21. Jahrhunderts
Lothar Brock
Demokratischer Friede - Republikanischer Krieg. Das Verhalten von
Demokratien gegenüber Nicht-Demokratien in Krisen- und Konfliktsituationen
Hauke Brunkhorst
Gerechter Krieg oder demokratische Konstitutionalisierung
internationaler Regime?
Klaus Dicke
Kollektive Sicherheit in der Krise? Möglichkeiten und Grenzen
der Friedenssicherung durch Recht und Politik
Norbert Lohfink
Glaube und Gewaltanwendung. Nach den Gründungsdokumenten
von Judentum, Christentum, Islam
Otfried Höffe
Grundlagen der globalen Koexistenz. Westliche oder universale Werte?
Matthias Lutz-Bachmann
Die Androhung und der präventive Einsatz militärischer Gewalt.
Herausforderungen für das Internationale Öffentliche Recht
Andreas Niederberger
Völkerrecht und internationale Politik zwischen Widersprüchlichkeit
und notwendiger Ambiguität. Philosophische Überlegungen zur Rolle
von Recht und Dekonstruktion in den internationalen Beziehungen

Portrait

Matthias Lutz-Bachmann ist Professor für Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie Adjunct Professor of Philosophy am Department of Philosophy der Saint Louis University, St. Louis/USA (Graduate Faculty).Andreas Niederberger ist derzeit Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt.
EAN: 9783934730878
ISBN: 3934730876
Verlag: Velbrueck GmbH
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Seitenanzahl: 200 Seiten
Format: kartoniert
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