EBOOK

1 Peter


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gebunden
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April 2005

Beschreibung

Beschreibung

A respected New Testament scholar provides a fresh commentary on Peter, her own translation of the Greek text, and detailed interaction with the meaning of the text, emphasizing the need to read 1 Peter in light of its cultural background.

Portrait

Karen H. Jobes (Ph.D., Westminster Theological Seminary) is Gerald F. Hawthorne Professor of New Testament Greek and Exegesis at Wheaton College. She has written the NIV Application Commentary on Esther as well as a detailed study of an ancient Greek version of Esther and is the coauthor of Invitation to the Septuagint.

EAN: 9780801026744
ISBN: 0801026741
Untertitel: illustrations. Sprache: Englisch.
Verlag: Baker Publishing Group
Erscheinungsdatum: April 2005
Seitenanzahl: 384 Seiten
Format: gebunden

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Martin Parra - 08.08.2008, 22:27
Mut zu neuen Ideen
Dieser 2005 erschienene Kommentar zum 1. Petrusbrief gehört sicherlich zu den besten, die in den letzten Jahren herausgekommen sind. Karen Jobes bewegt sich nicht auf ausgetretenen Pfaden, sondern präsentiert neue Ansätze, die jeder zukünftige Kommentator wird überdenken müssen. Sie setzt sich engagiert für die Verfasserschaft von Petrus ein. Als Datierung vermutet sie Anfang der 50er Jahre. Sie verteidigt die Einheitlichkeit des Briefes, Spekulationen über Mehrbrieftheorien, Taufhomilie oder Hymnenliturgie lehnt sie energisch ab. Ihre Schwerpunkte legt sie auf die Erhellung des Gedankenganges des Briefes und seine theologische Botschaft (auch in Bezug zur heutigen Zeit, wo das Christsein in vielen Ländern gefährlich ist) und auf die Verwendung der Septuaginta vom Verfasser. Nebensächlicher sind historische und soziologische Gesichtspunkte. Sie bietet nur gelegentlich Untersuchungen zur Textkritik, aber interessante und ausführliche grammatikalische und syntaktische Erklärungen zum Griechischen. Leser ohne Griechischkenntnisse werden dabei schnell überfordert sein, da diese Ausführungen im Lesetext eingebunden sind, d.h. nicht in Fußnoten. Einer ihrer neuen Ansätze bezieht sich auf die Situation der Fremdlinge in den fünf Regionen von Kleinasien (1Petr 1,1). Sie versucht darzulegen, daß es sich hierbei um vertriebene Ansiedler handelt, die von Claudius aus Rom verbannt wurden. Sie wären bereits in Rom Christen gewesen und hätten dort vielleicht Petrus kennengelernt. Eine weitere Bereicherung stellt der Exkurs am Ende ihres Buches über die Qualität des Griechischen von 1Petr dar, das von Experten allgemein als hochwertig eingeschätzt wird und einem einfachen Fischer, dessen Muttersprache aramäisch war, aberkannt wird. Anhand einer syntaktischen Textanalyse mit 17 Parametern, die auf R.A.Martin (1974) zurückgeht, läßt sich im Vergleich mit Texten von Polybius und Josephus erkennen, daß 1Petr eine Tendenz zu semitischen Einflüssen aufweist, die darauf hindeutet, daß griechisch nicht die Muttersprache des Verfassers war. Eine Schwäche dieses Kommentars besteht in einer gewissen Unausgewogenheit. Manche Abschnitte und Wortbedeutungen erklärt Jobes sehr ausführlich, anderes wird nur flüchtig berührt. Was ihre Übersetzung betrifft, hätte ich mir manche Erläuterungen gewünscht, welche Überlegungen sie zu dieser Entscheidung bewogen haben. Resümee: Wer sich mit 1Petr beschäftigt, kommt um diesen Kommentar nicht herum!