EBOOK

Ludwig Wittgenstein


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kartoniert
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Oktober 2005

Beschreibung

Beschreibung

Aus dem Sohn einer schwerreichen Unternehmerfamilie wurde der asketische Guru der analytischen Philosophie: So faszinierend wie Ludwig Wittgensteins Lebensweg ist auch sein intellektueller Werdegang - vom gewieften Logiker und antimetaphysischen Mystiker zum einfühlsamen Konstrukteur ausgeklügelter Sprachspiele.

Portrait

Joachim Schulte ist Autor mehrerer Bücher über Ludwig Wittgenstein und Mitherausgeber der Kritischen Editionen von Wittgensteins Hauptwerken.


Pressestimmen

»Mit dem Erwerb der Wittgenstein-Biographie Joachim Schultes macht der Leser tatsächlich ein wahres Schnäppchen. Denn er bekommt für ein paar Euro eine sehr übersichtlich und unprätentiös geschriebene Einführung in Leben, Werk und Wirkung des Sprachphilosophen … Joachim Schulte erweist sich einmal mehr als einer der besten Kenner der verschlungenen Wege, die Wittgensteins reiches Denken eingeschlagen hat, und bietet dem Leser einen Ariadnefaden durch die Sinnlabyrinthe der sprachphilosophischen Analysen des Meisters. Gut ausgewählte Bibliographien zu den einzelnen Werkaspekten runden die Darstellung ab. Darüber hinaus gibt Schulte dem Leser einen knappen Überblick über die überaus reiche Wirkungsgeschichte Wittgensteins nicht nur in der Philosophie, sondern auch in Musik, Film, Literatur und bildender Kunst … Alles andere als ein Wittgenstein light. Schultes Biographie macht auf jeder Seite dem Leser Lust, in das so originelle Werk dieses Klassikers einzutauchen.«
EAN: 9783518182093
ISBN: 3518182099
Untertitel: Leben. Werk. Wirkung. 'Suhrkamp BasisBiographien'. Neuauflage. Zahlreiche Abbildungen.
Verlag: Suhrkamp Verlag AG
Erscheinungsdatum: Oktober 2005
Seitenanzahl: 160 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Christian Rother - 27.03.2009, 22:04
Einblicke in den Terminus ad quem
Als Autor mehrerer Bücher und Aufsätze über Wittgenstein und einer seiner Nachlaßverwalter darf Joachim Schulte zu den wichtigsten Wittgensteinforschern zählen. Sein bei Suhrkamp in der Reihe "BasisBiographie" erschienenes Buch "Ludwig Wittgenstein" zeugt von großer Sachkenntnis und souveränem Umgang sowohl mit der komplexen Philosophie wie auch der nicht minder komplizierten Persönlichkeit Wittgensteins. Von letzterer erhält der Leser im ersten Teil einen plastischen Eindruck. Hierzu tragen insbesondere auch Erinnerungen von Zeitgenossen bei, so etwa wenn Feigl über Wittgensteins Impulsivität während eines Streits mit Carnap berichtet (31). Anschaulich auch die Beschreibung der Ambivalenz von Wittgensteins Charakter, der allen "Selbstzweifeln zum Trotz" am 7.2. 1931 notiert: "Wenn mein Name fortleben wird, dann nur als der Terminus ad quem der großen abendländischen Philosophie. Gleichsam wie der Name dessen, der die Alexandrinische Bibliothek verbrannt hat" (40). Dass Wittgenstein nicht unbedingt an falscher Bescheidenheit litt, wird also nicht bloß durch jene Sentenz aus dem Vorwort des "Tractatus" belegt, in welcher er meint, "die Probleme im Wesentlichen endgültig gelöst zu haben." Der zweite Teil gibt einen konzisen Überblick über die wichtigsten Theoriebestände von Wittgensteins Philosophie(n). Schulte folgt dabei nicht der häufig vertretenen Unterscheidung zwischen einem frühen Wittgenstein des "Tractatus" und einem späten der "Philosophischen Untersuchungen", sondern fordert eine höhere Beachtung der dazwischen liegenden "mittleren Periode", deren Bedeutung sich nicht darin erschöpfe, Übergang und Vorstufe des späten Wittgensteins zu sein (124). Von dieser Betrachtung abgesehen, hält sich Schulte aus werkgeschichtlichen Spezialfragen heraus und beschränkt sich auf das für ein einführendes Werk Wesentliche. Die ausführliche Beschreibung der mittleren Phase bringt es jedoch mit sich, dass einige derjenigen Konzepte und Ideen, die zu den bedeutendsten Theoriestücken der Wittgensteinschen Philosophie insgesamt zu zählen sind, zu knapp erläutert werden, so etwa das Privatsprachenargument und das Problem der Empfindungssprache (95ff). Die Darstellung von Wirkung und Rezeption der wittgensteinschen Werke beschließt Schultes Buch, dessen Gebrauchswert durch eine Zeittafel, eine ausführliche Bibliografie sowie ein Personen- und ein Werkregister noch erhöht wird. In Format und Umfang ähnelt die BasisBiographie zum Verwechseln den bekannten Bildmonographien von Rowohlt. Man hat sich bei Suhrkamp noch etwas mehr um Lesefreundlichkeit bemüht: Längere Zitate finden sich, farblich unterlegt, in Kästchen. An den Seitenrändern dienen Stichworte zum schnellen Auffinden der jeweiligen Inhalte. Das Buch kann jedem empfohlen werden, der sich einen ersten Einblick in Wittgensteins Biographie und Denken verschaffen möchte.