EBOOK

Meines Vaters Land


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kartoniert
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Oktober 2007

Beschreibung

Beschreibung

Am 26. August 1944 wird der Abwehroffizier Hans Georg Klamroth wegen Hochverrats hingerichtet. Jahrzehnte später sieht seine jüngste Tochter in einer Fernsehdokumentation über den 20. Juli Bilder ihres Vaters aufgenommen während des Prozesses im Volksgerichtshof. Ein Anblick, der Wibke Bruhns nicht mehr loslässt. Wer war dieser Mann, den sie kaum kannte, der fremde Vater, der ihr plötzlich so nah ist. Die lange Suche nach seiner, ja auch ihrer eigenen Geschichte führt sie zurück in die Vergangenheit: Die Klamroths sind eine angesehene großbürgerliche Kaufmannsfamilie und muten wie ein Halberstädter Pendant zu den Buddenbrooks an. Unzählige Fotos, Briefe und Tagebücher sind der Fundus für ein einzigartiges Familienepos.

Portrait

Wibke Bruhns, Jahrgang 1938, aufgewachsen in Internaten. Abbruch eines Volontariat bei der Bild-Zeitung aus politischen Gründen. Sie schrieb für die Zeit und wechselte zum Fernsehen, wo sie 1971 als erste Frau vor die Kameras von "Heute" trat. Nach 1973 Produktion von Beiträge für Panorama. Für den Stern Korrespondentin in Israel und Washington. Auszeichnung mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, 2006 mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis. Heute ist Wibke Bruhns freie Autorin.
EAN: 9783548367484
ISBN: 3548367488
Untertitel: Geschichte einer deutschen Familie. Neuauflage. mit Fotos.
Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg.
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Seitenanzahl: 387 Seiten
Format: kartoniert

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Elisabeth Stein-Salomon - 11.11.2006, 18:05
Geschichte hautnah!
Auf der Grundlage von Dokumenten, die sie nach dem Tod ihrer Mutter in den Schubladen eines Schreibtischs fand zeichnet die Journalistin Wiebke Bruhns die Biografie ihres Vaters nach: von der Kindheit über der Teilnahme am Ersten Weltkrieg im Baltikum, der Lehrzeit in Hamburg, der Heirat mit der wohlhabenden Fabrikanten-tochter Else Podeus aus Wismar, der Übernahme des Familienunternehmens, der Geburt der Kinder - bis zu seiner Zeit als Abwehroffizier während des Zweiten Weltkrieges, zunächst in Dänemark und dann in Berlin, wo er schließlich als Mitwisser der 20.-Juli-Attentäter am 26. August 1944 wegen Hochverrats hingerichtet wurde. Wibke Bruhns erkennt bei ihrer Recherche bald, dass der Vater nicht dem Idealbild des Widerstandskämpfers entsprach, das sie sich anfänglich von ihm gemacht hatte. Raffiniert montiert sie Briefzitate, Informationen zur politischen und wirtschaftlichen Lage und ihre eigenen Kommentare zu einer anschaulichen Schilderung, die uns Geschichte hautnah miterleben lässt. Wibke Bruhns differenziertes Portrait des Vaters und seiner Zeit bringt uns der Wahrheit über das dritte Reich ein gutes Stück näher.