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Über die Kriegskunst


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gebunden
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Februar 2005

Beschreibung

Beschreibung

Rund 500 Jahre vor Christi Geburt schrieb der chinesische General Sun Tsu für seinen Kaiser eine wissenschaftliche und gleichzeitig philosophische Abhandlung über die Kunst des Krieges. Seine Ansichten gliederte er in 13 Kapitel und innerhalb dieser Kapitel legte er zwischen 14 und 68 Thesen dar. Über sein Leben ist so gut wie nichts bekannt. Fest steht jedoch, dass der Mann, der seine Erkenntnisse auf Bambusstäben niedergeschrieben hatte, kein Freund des Krieges war. Gleichzeitig jedoch war er sich seiner schieren Unvermeidlichkeit bewusst. Sun Tsus Thesen beeinflussten die asiatische Kriegsführung über Jahrhunderte hinweg. Im 20. Jahrhundert entdeckte auch der Westen die Weisheiten des Generals aus der Provinz Ghi. Hier jedoch wurden sie weniger für bewaffnete Konflikte herangezogen, als vielmehr für die "Schlachten des Alltags" - für die Geschäftswelt beispielsweise.

Portrait

Nur wenig ist über das Leben des chinesischen Philosophen und Generals Sun Tsu bekannt, der zwischen ca. 534 v. Chr. und ca. 453 v. Chr. lebte. Einer Legende nach soll er als Sieger aus einer Schlacht im Reich Chu hervorgegangen sein, in der seine 30 000 Soldaten gegen eine zehnfache Übermacht siegten. Ungeachtet des Wahrheitsgehalts dieser Geschichte, ist die Wirkung, die seine Schrift Über die Kriegskunst bis heute auf den Leser ausübt, unbestritten.
EAN: 9783865390073
ISBN: 3865390072
Untertitel: Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft. Originaltitel: The Art of War.
Verlag: Marix Verlag
Erscheinungsdatum: Februar 2005
Seitenanzahl: 191 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Patrick Lindley
Format: gebunden

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Hartmut Zimmer - 04.02.2012, 22:54
Bewahre das Leben, so häufig wie möglich
Zweifellos können viele der Ratschläge Sun Tsus nicht mehr wörtlich genommen, sondern müssen in unsere Zeit übersetzt werden, auch wenn seine Leitsätze sicherlich nicht in grundsätzlichem Widerspruch zu heutiger (militärischer) Taktiklehre stehen. Sun Tsu kann -in positiver Weise- als Ratgeber für den bestmöglichen Einsatz der eigenen Kräfte und für das effiziente Haushalten mit den eigenen Mitteln verstanden werden. Mit Moral aber haben die Gedanken Sun Tsus ausdrücklich kaum etwas zu tun: Es geht ihm darum, mit eben allen zur Verfügung stehenden Mitteln den Sieg zu erreichen. Als höchste Kunst erscheint danach diejenige des Täuschens und Betrügens, um zum Ziel, zum Sieg zu gelangen. Dies aber ist doch eine sehr punktuelle, genauer gesagt: eine allzu oft skrupellose Weltsicht. Der Zweck ( der Sieg ) heiligt jedes Mittel, jede Hinterhältigkeit, jede Rücksichtslosigkeit, jede Brutalität. Das aber hat der Weltgeschichte schon mehrmals nicht besonders gut getan. Der (militärische) Sieg hat bei Sun Tsu den Anklang einer Ersatzreligion (aber verdient es Sun Tsu deshalb schon, zum Philosophen geadelt zu werden?). Und was sich bei ihm zunächst einmal in rein militärischer Dimension zeigt, findet sich 2500 Jahre später in anderen Ersatzreligionen wieder: etwa in der glaubensartigen Verehrung des (ökonomischen) Quartalsergebnisses, das häufig genug im Zentrum allen Denkens und Zielens steht und das mit allen Mitteln verfolgt wird, selten jedoch mit den Mitteln irgendeiner Moral. Die wahren Feinde des Gemeinwesens sind auf Dauer diejenigen morallosen Technokraten, denen am Ende jedes Mittel zur Zielerreichung recht ist. Heil dir, oh Skrupellosigkeit.