EBOOK

Exil am Mittelmeer


€ 26,00
 
kartoniert
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Mai 2005

Beschreibung

Beschreibung

Bereits vor 1933 war die südfranzösische Küste Anziehungspunkt für Intellektuelle und Schriftsteller. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland wurde sie zu Arbeitsort und Exilstation für viele Emigranten. Dieses Buch zeichnet anhand bisher zum großen Teil unveröffentlichter Briefe und Dokumente aus den Nachlässen von Klaus und Erika Mann, Anette Kolb, Alfred Neumann und Hermann Kesten zahlreiche Schicksale deutscher Schriftsteller nach. Erstmals vollständig veröffentlicht wird dabei das Tagebuch von Alfred Neumann aus den Jahren 1940/41, das auf beeindruckende Weise den Alltag eines Exilanten schildert. Einen Alltag, der geprägt war von »Papierkriegen« und dem Kampf um Ausreisegenehmigungen, dem alle Emigranten im chaotischen und ihnen feindselig gestimmten Frankreich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen ausgesetzt waren.Das Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung in der Monacensia - Literaturarchiv und Bibliothek in München vom 12. Mai bis 18. November 2005.

Portrait

Ulrike Voswinckel, geboren 1945 in Hamburg, studierte Gemanistik und Romanistik. Die Autorin und Filmemacherin lebt seit 1967 in München und schreibt Radio-Features über Literatur, Kunst und Boheme in München (1900-1933) und Exilliteratur.
Frank Berninger, geboren 1976 in Wasserburg am Inn, ist gelernter Buchhändler. Studium der Neueren deutschen Literatur in München. Er ist im Verlagswesen tätig.

EAN: 9783865201133
ISBN: 386520113X
Untertitel: Deutsche Schriftsller in Südfrankreich 1933 - 1941.
Verlag: Allitera Verlag
Erscheinungsdatum: Mai 2005
Seitenanzahl: 282 Seiten
Format: kartoniert

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Kundenbewertungen

f.g.nagelmann - 10.08.2009, 21:23
Sanary-sur-Mer als heimliche Hauptstadt der deutschen Literatur
Wer die Bücher von Manfred Hammes (Erzähl mir vom Süden) und Manfred Flügge (Wider Willen im Paradies) gelesen hat, der findet hier die dokumentarische Ergänzung. Das Leben der deutschsprachigen Exilanten wird über deren Briefe, Tagebücher und aus zahlreichem anderen Quellenmaterial erschlossen. Eine umfangreiche Einführung und die gut lesbaren Begleittexte lassen einen das Buch gerne zur Hand nehmen. Besonders wirksam erschließt sich alles über die (derzeit allerdings nicht mehr zu besuchende) Ausstellung, der zu wünschen, dass sie demnächst wieder gezeigt wird. Da finden sich die Allerweltspostkarten von Klaus Mann und die bedrückenden Beschreibungen von denen, die den Visa nach Portugal, Casablanca oder die Vereinigten Staaten nachjagten, um sich vor den in den Süden Frankreichs vorstoßenden deutschen Truppen zu retten. F.G.Nagelmann