EBOOK

Erntedank


€ 9,99
 
kartoniert
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Juli 2006

Beschreibung

Beschreibung

Der Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht: Auf der Brust eines toten Mannes in einem Wald bei Kempten liegt, sorgfältig drapiert, eine tote Krähe. Im Lauf der Ermittlungen taucht der Kommissar immer tiefer in die mystische Vergangenheit des Allgäus ein, und es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Mörder, bei dem die Zeit gegen ihn arbeitet. Denn alle Zeichen sprechen dafür, dass das Morden weitergeht ... Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle und deckt Abgründe auf.

Innenansichten

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Portrait

Volker Klüpfel, geboren 1971 in Kempten, aufgewachsen in Altusried, studierte Politologie und Geschichte. Er war Redakteur in der Kultur-/ Journal-Redaktion der Augsburger Allgemeinen und wohnt in Augsburg. Mit seinem Co-Autor Michael Kobr ist er seit der Schulzeit befreundet. Nach ihrem Überraschungserfolg »Milchgeld« erschienen zahlreiche weitere Kluftinger-Krimis, die unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2005 in der Sparte Literatur, mit der Corine 2008 und 2008 und 2009 mit der MIMI, dem Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurden.

Pressestimmen

»Kommissar Kluftinger hat in seinen Kniebundhosen durchaus das Zeug zum Columbo von Altusried. Und schon deshalb wird dieser Krimi auch über die Grenzen des Allgäus hinaus bekannt werden.« Die Welt
EAN: 9783492245111
ISBN: 3492245110
Untertitel: Kluftingers zweiter Fall. 'Piper Taschenbuch'.
Verlag: Piper Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Juli 2006
Seitenanzahl: 384 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Nelly - 03.10.2016, 16:29
Erntedank // Volker Klüpfel & Michael Kobr
Der Auftaktband der Kluftinger-Reihe, der da heißt Milchgeld, war noch ein wenig lasch. Daher war die Hoffnung wirklich groß, dass der zweite Teil nur besser werden kann. Irgendwie fehlte dem ersten Teil nämlich noch der Pfiff und das Einzigartige. Mit Erntedank beweist das Autoren-Duo, dass sie allerdings wirklich was auf dem Kasten haben, wenn sie denn wollen. Im Kempter Wald wird eine männliche Leiche gefunden. Das wäre ja schon ungewöhnlich genug, doch es wird richtig skurril. Auf der Brust des Mannes ist eine tote Krähe ausgebreitet, mit der wohl dem Opfer auch die Augen ausgehackt wurden. So nach dem Motto: "da hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus". Doch bei dem einen toten Mann bleibt es nicht. Bald wird eine weitere Leiche gefunden, ebenfalls unter ganz mysteriösen Umständen. Da muss der Kluftinger schon einmal ordentlich ermitteln. Nach ein wenig Recherchearbeit fällt auf, dass die Opfer, die auf den ersten Blick so unterschiedlich erscheinen, sich gar nicht so unähnlich sind, wie man denken mag. Doch trotzdem ist das große Rätsel zum einen, wie der Mörder sich seine Opfer aussucht und wie er auf die Verbindungen gekommen ist. Die dem Buch zugrunde gelegte Idee hat mir daher um einiges besser gefallen als noch der Vorgänger. Es dauert ein wenig, doch dann entdecken Kluftinger und seine Kollegen, dass jedem Mordfall eine alte örtliche Sage zugrunde liegt. In dieser Sage werden zumeist Menschen bestraft, die sich in irgendeiner Weise etwas zu Schulde kommen ließen. Und mit ein wenig Interpretationskraft lassen sich die Mordfälle damit ganz gut in Einklang bringen. Sowas ist doch immer ganz nett. Eine wirklich tiefgründige Geschichte macht doch mehr Spaß als der tausendste Serienmörder, der aus reiner Selbstüberschätzung und Blutgier tötet. Das bemängelte Fehlen des Allgäu-Touch aus dem ersten Band zieht sich allerdings doch noch ein wenig auch durch Teil 2. Kluftinger hätte diesen Fall wahrscheinlich auch wunderbar in der französischen Provenz oder am norddeutschen Wattmeer lösen können. Aber ich hab im Sinne einer vollständigen Rezension natürlich auch mal ins Hörbuch reingeschnuppert. Und was soll ich sagen? Da war es: Lokalkolorit und Dialekt. Sowas ist schriftlich wahrscheinlich einfach nicht so gut umsetzbar. Für mich als Urschwaben tat allerdings der Dialekt die ersten paar Minuten in den Ohren weh. Es klang etwas sehr gewollt. Sehr gut gefallen hat mir allerdings, dass die Autoren selbst sich die Ehre gegeben haben. Das ist doch mal etwas anderes und zeigt einem doch, wie sehr das Duo hinter ihrem Ermittler und seinen Geschichten steht. Nachdem man sich an den Erzählstil gewöhnt hat, kam man aber ganz gut in die Erzählung rein. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist allerdings der ständige Wechsel zwischen Volker Klüpfel und Michael Kobr. Der eine spricht den Kommissar und alles drum herum. Der andere übernimmt sämtliche anderen Rollen. Bei einem wechselhaften Dialog kann einen das als Hörer schon etwas durcheinanderbringen, zumal es auch sehr anstrengend sein konnte. Daher war die Erzählung ein ewiges Auf und Ab. Erntedank schlägt seinen Vorgänger um Längen. Mit dem zweiten Teil der Serie warten die Autoren mit einer gut durchdachten Story auf, die sich kontinuierlich aufbaut. Die Mordfälle in Verbindung mit den örtlichen Sagen machen eine spannende Geschichte, die den Leser gut unterhalten kann. Auch das Hörbuch ist einen "Blick" wert. Wenn man sich erst einmal mit der einzigartigen Erzählweise angefreundet hat, kann man auch hier viel Spaß haben. Damit ist die Hoffnung für diese Buchreihe wieder aufgekeimt.
horrorbiene - 11.08.2011, 10:50
Genial konstruiert, spannend und voller Humor
Kommissar Kluftinger ist in diesem Band wieder einmal eine herausragende Figur, die wirklich wie aus dem Leben gegriffen wirkt. Seine kauzige Art belebt grad diesen Teil wirklich hervorragend und es gab vielen Stellen, in denen ich mich selbst oder Bekannten in dieser Figur und seinem Handeln wiedergefunden habe. Auch kommt der Humor hier bei Weitem nicht zu kurz, obwohl im Allgäu ein sehr intelligent wirkender Serienmörder umgeht. Dieser Fall ist verzwickt und wirklich intelligent konstruiert, so dass der Leser wirklich mitermitteln und ¿rätseln kann, wer denn der Täter ist. Das Lesen hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und ich konnte mich nur sehr schwer von dem Buch lösen. Denn dieser Fall hat es wirklich in sich und er ist auch mitreißender als der Fall im Vorgängerroman, was auch an den mystischen Aspekten liegt, da Kluftinger zur Klärung des Falls alte Allgäuer Sagen zu Rate ziehen muss. Und auch die Auflösung des Falls lässt nichts zu Wünschen übrig. Was mich etwas irritierte war der Titel und die immer wieder in den Fließtext eingebetteten Strophen eines Erntedankliedes. Ich habe immer nach einer Verbindung zum Fall gesucht und diesen nicht recht entdecken können. Doch sonst, kann ich wirklich nichts kritisieren. Ansonsten hat dieser Band, was auch die anderen Bücher dieser Serie haben: Die richtige Mischung aus Spannung und Humor, Polizeiarbeit und Privatleben des Kommissars, Lokalkolorit und Mundart. Fazit: Kluftinger ist einfach ein Kultkommissar. Die Serie zu lesen macht unheimlich viel Spaß, da sie vor Charme nur so sprüht. Der Fall ist mitreißend und wirklich genial konstruiert. Dieser Teil hat mir ein kleinwenig besser gefallen als der Vorgänger, doch die gesamte Serie ist durch ihre einzigartige Mischung und den kauzigen Kommissar einfach genial.
Doireann - 02.08.2011, 13:35
Überzeugend
Ich bin kein Leser von Kriminalromanen. Eine Ausnahme sind solche, die etwas Besonderes sind. Dazu gehören die Fälle des Herrn Kluftinger allemal. Der zweite Band ist noch etwas spannender als der erste, man kann mit dem Lesen garnicht aufhören. Die Apannung bleibt mis zum Schluss erhalten, die Protagonisten sind so gut beschrieben, dass man sie nach der Lektüre persönlich zu kennen meint. Suchtpotenzial!
Frank Streibhardt - 28.08.2006, 22:06
Kultverdächtig
Der zweite Fall von Kriminalkommissar Kluftinger ist um Längen besser als sein erster Fall (Milchgeld). Witzig, spannend, idyllisch und gruselig zugleich, außergewöhnlich, hat einfach einen eigenen Stil. Kompliment!