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Trauma und Sucht


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kartoniert
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März 2006

Beschreibung

Beschreibung

Neue Forschungsergebnisse haben einen häufigen Zusammenhang zwischen Traumatisierungen in verschiedenen Lebensabschnitten und Suchtverhalten nachgewiesen. Hier werden erstmals Konzepte und Behandlungsansätze zu diesem komplexen Problem vorgestellt. Viele Untersuchungen zeigen, daß Menschen, die sexuellen Mißbrauch oder körperliche Mißhandlung in der Kindheit ertragen mußten, als Erwachsene deutlich häufiger von Alkohol, Drogen oder Medikamenten abhängig wurden als Nichttraumatisierte. Doch weder Suchttherapeuten noch Traumatherapeuten haben diese in der Forschung offenkundigen Zusammenhänge bisher thematisiert. Der Band leistet daher "Pionierarbeit", indem er zum einen den notwendigen Perspektivenwechsel begründet und zum anderen praktische behandlungstechnische Konsequenzen diskutiert und konzeptualisiert. Die Kernfrage lautet: Wie muß eine spezifische psychotherapeutische Behandlung beschaffen sein, damit Menschen mit Gewalterfahrungen ihre "Selbsttherapie" der Betäubung aufgeben können? Eine wirklich große Herausforderung für die Psychotherapie, für die das Buch erste Orientierung gibt. Viele Untersuchungen zeigen, daß Menschen, die sexuellen Mißbrauch oder körperliche Mißhandlung in der Kindheit ertragen mußten, als Erwachsene deutlich häufiger von Alkohol, Drogen oder Medikamenten abhängig wurden als Nichttraumatisierte. Doch weder Suchttherapeuten noch Traumatherapeuten haben diese in der Forschung offenkundigen Zusammenhänge bisher thematisiert. Der Band leistet daher "Pionierarbeit", indem er zum einen den notwendigen Perspektivenwechsel begründet und zum anderen praktische behandlungstechnische Konsequenzen diskutiert und konzeptualisiert. Die Kernfrage lautet: Wie muß eine spezifische psychotherapeutische Behandlung beschaffen sein, damit Menschen mit Gewalterfahrungen ihre "Selbsttherapie" der Betäubung aufgeben können? Eine wirklich große Herausforderung für die Psychotherapie, für die das Buch erste Orientierung gibt.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
I. Schäfer, M. Krausz
I: Perspektivenwechsel
Die Bedeutung von Traumatisierungen für die Entwicklung und den Verlauf von Suchterkrankungen
I. Schäfer
Prostitution, Sucht und Gewalt
S. Zumbeck
Gewalt und Traumatisierung durch Suchtkranke
M. Klein
Von der frühkindlichen Traumatisierung zur Abhängigkeit im Jugendalter
M. Kaya, M. H. Friedrich
II: Klinischer Umgang mit traumatisierten Suchtpatienten
Psychiatrische Komorbidität bei traumatisierten Suchtpatienten
W. Langeland, W. van den Brink
Diagnostische Aspekte bei Trauma und Substanzabhängigkeit
M. Driessen, S. Schulte, H. Wulff, F. Sutmann
Geschlechtsdifferenzierende integrative Therapie von Sucht und Traumafolgestörungen
S. Teunißen, M. Engels
Verhaltenstherapeutische Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung bei SuchtpatientInnen
M. Vogelgesang
Stationäre Entwöhnungsbehandlung suchtkranker Patienten mit komplexen Traumatisierungen auf der Basis eines tiefenpsychologisch fundierten -Therapiekonzeptes
H. Hinz
Ressourcenorientierung in der Behandlung traumatisierter suchtkranker Patientinnen und Patienten
L. Reddemann, S. Teunißen
III: Konzeptbildung
Behandlung traumatisierter Abhängiger mit der EMDR-Methode
M. Hase, A. Hofmann
Sucht und Trauma - Verstehen und Konzeptionalisierung auf der Basis empirischer Forschung und aktueller Krankheitstheorien
M. Krausz, J. Reimer
Versorgungsmodelle und Anforderungen an das Hilfesystem
I. Schäfer

Portrait

Ingo Schäfer, Dr. med., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung, Hamburg; Forschungsschwerpunkt: Trauma und Sucht.
Michael Krausz, Prof. Dr. med., Facharzt für Psychiatrie, ist Gründungsdirektor des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung an der Universität Hamburg und stellvertretender Leiter der Sektion "Sucht" bei der "World Psychiatric Association"; Mitherausgeber der Zeitschrift "Suchttherapie", Editor von "European Addiction Research".


Pressestimmen

>>... Die Herausgeber und Autoren geben viele Hinweise wie Gefährdungen erkannt und Chronifizierungen vorgebeugt werden können, da Standardtherapiemodelle nur unzureichend greifen. Zurzeit ist noch nicht einmal der Bedarf an spezifischen Angeboten klar, weil der gemeinsame Kontext lange Zeit ausgeklammert und nicht reflektiert wurde. ...
In dem Buch werden Anforderungen für die Therapieplanung an die Hilfesysteme und das Versorgungsnetz, wie flexiblere Bedingungen oder das Therapieprogramm "Seeking Safety", vorgestellt und können der Orientierung dienen.<<
Berit Lukas (Persona, Mai 2006)
EAN: 9783608890051
ISBN: 360889005X
Untertitel: Konzepte - Diagnostik - Behandlung. 'Leben lernen'.
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Erscheinungsdatum: März 2006
Seitenanzahl: 303 Seiten
Format: kartoniert
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