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Die Gewalt


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März 2006

Beschreibung

Beschreibung

Die Gewalt ¿ so Michel Wieviorkas Untersuchung ¿ war bis in die 1980er Jahre noch nicht die zentrale Figur des B¿sen. Man sprach von sozialen Beziehungen und somit von Konflikten und erfasste das Gemeinschaftsleben im Rahmen der Nationalstaaten. Heute ist die Gewalt an die Stelle des Konflikts getreten, und die kulturellen Identit¿n erzeugen Spannungen und ¿gste. Terrorismus und Krieg siegen ¿ber die friedlichen Verhandlungen und vertiefen t¿ich das weltweite Politikdefizit, wobei sie die Ideologie von einem ¿Kampf der Kulturen ¿ zu einer sich selbst erf¿llenden Prophezeiung machen. Die Gewalt entfaltet sich ¿ber diese Ph¿mene, sie stellt das B¿se dar, und die gro¿ Frage lautet,
ob es m¿glich ist, ihr das Gute entgegenzusetzen, und wenn ja, wie.
Michel Wieviorka widmet sich der Analyse der ver¿erten Gewaltformen und untersucht die Herausforderung, die die Gewalt f¿r die Sozialwissenschaften darstellt. Er bricht mit den klassischen Methoden der Soziologie, weil das Problem, dass die Gewalt aus einem Prinzip hervorgeht, welches dem Sozialen vorgelagert ist, mit den existierenden Erkl¿ngsans¿en nicht erfasst werden
kann. Dennoch ist seine Analyse eine zutiefst soziologische, da sie die Bedingungen beschreiben m¿chte, unter denen das B¿se sich herausbildet, sich verbreitet, sich ausdr¿ckt oder auf das es zur¿ckgeht.
Um der Gewalt, das hei¿ dem B¿sen, auch in seinen subjektivsten Dimensionen, eine soziale Konzeption des Guten entgegenzustellen, m¿ssen die Probleme einerseits in Konflikte, Debatten, Reformen und Verhandlungen umgewandelt werden, und andererseits muss die Gesellschaft die Gewalt sozialisieren,
ihr vorbeugen und sie unterbinden.
Und was f¿r die Gewalt gilt, gilt auch f¿r viele andere Gebiete: Neue Instrumente der Analyse, der Paradigmen und Herangehensweisen, die den Fragen der gegenw¿igen Welt entsprechen, m¿ssen erfunden werden ¿ ob es sich
dabei um den Vormarsch der kulturellen Identit¿n, den Rassismus, Ph¿mene der Entinstitutionalisierung, die Wandlung der Arbeit oder die R¿ckkehr Gottes handelt.

Portrait

Michel Wieviorka ist Professor an der École des Hautes Études en Science Sociales ( EHESS ) in Paris und leitet als Nachfolger von Alain Touraine das Centre dAnalyse et Intervention Sociologiques. Er forscht insbesondere zu Antisemitismus, Rassismus und Gewalt. In der Hamburger Edition erschien 2003 "Kulturelle Differenzen und kollektive Identitäten".
EAN: 9783936096606
ISBN: 3936096600
Untertitel: Originaltitel: La violence. Voix et Regards.
Verlag: Hamburger Edition
Erscheinungsdatum: März 2006
Seitenanzahl: 229 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Michael Bayer
Format: gebunden
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