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Die Ostsahara im Spätquartär


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September 2006

Beschreibung

Beschreibung

Die Ostsahara gilt als größter hyperarider Raum der Erde. Jüngste Forschungen haben gezeigt, dass in den letzten ca. 13000 Jahren ein geradezu dramatischer Klimawandel abgelaufen ist. Der Widerspruch zu der heutigen Aridität und der Tatsache eines Wasserexports aus den großen Becken der Ostsahara an die nordafrikanische Küste wird vor dem Hintergrundder geologischen und paläoklimatischen Entwicklung diskutiert. Die Rekonstruktion des ostsaharischen Geoökosystems führte jüngst zu überraschenden Ergebnissen. So erwiesen sich beispielsweise einige schwer zugängliche Synklinalen der Ostsahara als bedeutendeWasserdampfquellen. Ihre Existenz im Inneren des Kontinents führte zu einem rückgekoppelten System mit niederschlagsauslösendem Effekt und Grundwasserbildung. Die Ostsahara ist der größte hyperaride Raum der Erde. Die Forschungen zeigen, dass in den letzten ca. 13.000 Jahren ein geradezu dramatischer Klimawandel abgelaufen ist. Die Rekonstruktion der ostsaharischen Geoökosysteme auf der Basis von geomorphologisch-paläohydrographischen, sedimentologischen und paläozoologischen Befunden führt zu überraschenden Ergebnissen. Beispielsweise erweisen sich einige schwer zugängliche Syneklisen der Ostsahara während der früh- bis mittelholozänen Feuchtphase als bedeutende Wasserdampfquellen. Die Existenz von fischreichen Süßwasserseen und ausgedehnten Sümpfen im Inneren des Kontinents führte zu einem rückgekoppelten System mit niederschlagsauslösendem Effekt und Grundwasserbildung. Paläodrainagesysteme hoben den endorheischen Status auf; sie bildeten Migrationsbahnen für äthiopide Großsäuger und neolithische Ethnien. Der Widerspruch zwischen der heutigen Aridität und der Tatsache eines Grundwasserexports aus den großen Becken der Ostsahara an die nordafrikanische Küste wird vor dem Hintergrund der geologischen und paläoklimatischen Entwicklung diskutiert.

Inhaltsverzeichnis

Einführung: Die Ostsahara als größter hyperarider Raum der Erde.- Geologisch-geomorphologische Strukturen und Paläohydrographie.- Kurze Erläuterung zur Legende der Karte "Geomorphologie und Paläohydrographie der östlichen Sahara (16°-28°N, 14°-31°E) 1:1:2.500.000".- Rekonstruktion der Paläoökosysteme anhand von Fossilien, Felsbildern und Fesselsteinen.- Rekonstruktion von Niederschlagshöhen.- Chronologie und Korrelation mit zentralasiatischen Wüsten.- Zusammenfassung.

Innenansichten

Portrait

Hans-Joachim PachurStudium der Chemie, Biologie, Geologie und Geographie in Dresden, Hannover, Berlin. Promotion und Habilitation. Seit 1987 Professur für Geomorphologie und Physische Geographie an der Freien Universität Berlin. Arbeitsgebiete: Seesedimente als Archive der Landschaftsentwicklung, ihre Kontamination mit Schwermetallen und Umweltchemikalien sowie Hydrologie von Ballungsräumen. Paläogeoökologie des altweltlichen Wüstengürtels mit regionalen Schwerpunkten in den ariden Räumen des Tschads, Libyens, Ägyptens und des Sudans sowie der Tengger- und Badain Jaran-Shamo in Zentralasien.
Norbert AltmannStudium der Geographie, Biologie und Physik in Berlin. Seit 1990 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geomorphologischen Laboratorium des Instituts für Physische Geographie der Freien Universität Berlin. Forschungstätigkeiten im Sonderforschungsbereich 69 "Geowissenschaftliche Probleme arider und semiarider Gebiete" und im DEKLIM-Projekt "High-Resolution Reconstruction of the Palaeoenvironment in Northern Africa and Central Asia during the Last Interglacial/Late Pleistocene Transition". Teilnahme an Expeditionen in die Ostsahara (Ägypten, Sudan, Libyen) und den Sahel (Sudan, Tschad).

Pressestimmen

Aus den Rezensionen:
"... Dem Leser wird deutlich, dass Hans-Joachim Pachur mit diesem Werk ... einen wesentlichen Teil seiner wissenschaftlichen Lebensleistung in vorbildlicher Weise ... zugänglich gemacht hat. ... exzellent illustriert, hervorragende Dienste liefert ... die zugehörige, sehr informationsdichte geomorphologisch- paläohydrographische Karte ... Das Werk ... besticht durch seinen Detailreichtum. ... Es wird sicher allen Fachkollegen und Studierenden wertvolle Dienste leisten ... Es ist ein Werk, an dem künftige Generationen Trockengebietsforscher nicht werden vorbei gehen können. ... Das Buch ist in bewährter Springer-Art gefertigt ... und repräsentativ mit den Kartenbeilagen im kartonierten Schuber verlegt ..."
(Bernhard Eitel, in: Die Erde, 2006, Issue 4, S. 377 f.)
EAN: 9783540204459
ISBN: 3540204458
Untertitel: Ökosystemwandel im größten hyperariden Raum der Erde. Mit 495 Abbildungen, 41 Tabellen. Schuber. 9 Beilagen.
Verlag: Springer-Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: September 2006
Seitenanzahl: XII
Format: gebunden
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