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Tunesier sucht Europäerin - zwecks Heirat


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kartoniert
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März 2006

Beschreibung

Beschreibung

In S¿dtunesien bekommt der zw¿lf Jahre alte Fathi erstmals Kontakt mit Touristen, als er ihnen den Weg zu einer Bank zeigt und dabei einen halben Dinar Trinkgeld verdient ¿
Jahre sp¿r versucht er, illegal sein Gl¿ck in Frankreich zu finden. Doch dann wird er von neidischen Landsleuten verraten und von den Beh¿rden ausgewiesen.
Europa geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Er geht nach Djerba, um Arbeit zu suchen. Sein Freund Slim, ein langj¿iger Touristenkenner, f¿hrt ihn in die Spielchen ein, die junge Tunesier mit Touristinnen treiben ¿ und umgekehrt. Fathi aber will mit diesem ¿Business¿ nichts zu tun haben. Er verabscheut aus kulturellen und religi¿sen Gr¿nden diese Art von Kontakten zu Europ¿innen und kann nicht verstehen, wie seine Landsleute f¿r ein Handy und ein Paar Jeans ihre N¿te mit Europ¿innen verbringen, die ihre M¿tter sein k¿nnten.
Doch dann begegnet er Claudia, einer Schweizerin, mit der ihn eine Beziehung der besonderen Art verbindet ¿
Es ist ein Ph¿men unserer modernen Zeit, dass die Ehe als Form des Zusammenlebens eine Krise durchmacht. Multikulturelle Ehen haben nicht bessere und nicht schlechtere Erfolgschancen als gleichkulturelle. Ob ein Tunesier seine Cousine heiratet oder ein Schweizer seine Jugendfreundin, die Schwierigkeiten scheinen dieselben zu sein. Erfolg ist in beiden F¿en von gleichen Faktoren abh¿ig.
Der Hauptgrund f¿r das Scheitern vieler multikultureller Beziehungen ist, dass beide Seiten zu wenig ¿bereinander und die jeweils andere Kultur wissen. Sie lassen einander keine Zeit, diese Kultur kennen zu lernen. Man glaubt, einen Tunesier zu heiraten, bindet sich aber unbewusst an eine ganze Familie, oft an ein ganzes Dorf!
Die Gr¿nde f¿r eine Heirat sind in europ¿chen und nordafrikanischen L¿ern im Wesentlichen verschieden: W¿end im Westen haupts¿lich aus Liebe und aus eigenem Willen geheiratet wird, ist es in Nordafrika noch sehr ¿blich, dass die Hochzeit aufgrund materieller Erwartungen und Zw¿e stattfindet.
Kompliziert wird es, wenn einer der Eheleute aus dem einen, der andere aus einem anderen Grund heiratet ¿

Portrait

Amor Ben Hamida, né en 1958 à Medenine (Sud tunisien), vit et travaille à Zurich. Il a passé son enfance dès lâge de 12 ans dans le Village International Pestalozzi, à Trogen, où il a vécu avec des enfants de langues, nationalités et religions différentes et doù il garde de très bons souvenirs. Sa vie est caractérisée par cette expérience de tolérance multiculturelle. Il décrit ses expériences dans ses livres, des conférences et lectures.
EAN: 9783930761517
ISBN: 3930761513
Untertitel: Empfohlen ab 16 Jahre.
Verlag: Glare Verlag
Erscheinungsdatum: März 2006
Seitenanzahl: 135 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Anonym - 28.03.2009, 21:47
Tunesier sucht Europäerin - zwecks Heirat
Ich konnte dieses Buch auch kaum aus der Hand legen! Es spiegelt fast meine Liebe wieder! Ich möchte auch im Herbst einen Tunesier heiraten und diese Fragen die sich Fathi gestellt hat, zecks Kinder, religion, und zurückkehren nach Tunesien, stelle ich mir auch, wie wahrscheinlich auch mein Freund. Leider hat diese Themen noch keiner von uns angesprochen. Dieses Buch zeigt mir das es sehr wichtig ist über solche Dinge ( Kinder, religion der Kinder, zurückkehren nach Tunesien usw. ) vor der Hochzeit zu sprechen!Danke! ( gibt es dieses Buch vl auch in Arabisch oder Französisch? )
bourgi2002 - 11.10.2006, 18:00
... ich denke - nicht nur zwecks Heirat !
Selbst seit 5 Jahren mit einem jungen Tunesier verheiratet, machte mich die Vorankündigung des Verlages zu Amor Ben Hamida's Buch neugierig auf den Inhalt. Als ich das Buch nun vor einigen Wochen erhielt, war ich nicht nur überrascht, sondern teilweise auch betroffen. Etliche Passagen schienen mir bekannt und je weiter ich las umso mehr intensivierten sich diese. Die Facetten des Zusammenlebens zweier Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, ihre Liebe, ihre Gefühle und Träume. Einfühlsam und ehrlich beschreibt Amor Ben Hamida wie aus anfänglicher Zweisamkeit auch Einsamkeit werden kann. Bi-nationale oder mit großem Altersunterschied behaftete Partnerschaften stehen vielfach Intoleranz, Voreingenommenheit und dem Unverständnis des Umfeldes gegenüber. Widerstehen sie den Vorurteilen nicht und werden eigene Zweifel geschürt, dann ist abzusehen, wann diese Beziehung scheitern wird. Ich hoffe, dass sehr viele Mädchen und Frauen selbiges lesen werden, damit sie verstehen lernen und gegen evtl. Enttäuschungen gewappnet sind. In erster Linie aber, dass man nicht mit Gefühlen anderer spielt. Ein großes Dankeschön an Amor Ben Hamida und ich freue mich persönlich schon auf sein nächstes Werk, welches voraussichtlich im Januar 2007 als "Themensammlung" erscheinen soll.
hobbi - 21.07.2006, 18:44
sehr hilfreich
herzlichen dank für dieses buch! ich habs gestern nacht gelesen und an vielen stellen bitterlich geweint. erstmals wurde mir die tiefe der verzweiflung und sehnsucht bewusst, der lebensbeherrschende wunsch der familie ein besseres leben bieten zu können, der so viele junge tunesische männer dazu veranlasst, sich ins "paradies" zu verkaufen. das ziel des autors, die situation aus sicht der tunesier zu beleuchten ist meiner meinung nach sehr gut gelungen. besonders die briefe an seinen cousin bechir legen die wahren seelenempfindungen des hauptdarstellers offen. claudia wird als sehr veständnisvoll und auf ihren mann eingehend geschildert, und dennoch bringen unüberwindbare, ausserhalb der direkten liebesbeziehung liegende, herausforderungen die trennung. ich war und bin sehr berührt. wieder bestätigt wurde mir, dass in tunesien urlaubende europäische frauen sehr viel schlimmes anstellen können, wenn sie unbedacht und nur von ihren unbefriedigten bedürfnissen ausgehend handeln. und das scheinen viele zu tun... der erste teil dieses buches könnte das jugendliche leben meines südtunesischen freundes beschreiben. wir haben uns mitten in der wüste kennengelernt - demnach keine typische touristenbekanntschaft - und doch gibt soviele parallelen. wir sprechen über "bizznes" ganz offen und über den insistierenden wunsch seiner mutter, endlich eine tunesierin zu heiraten und kinder zu kriegen. er hat für örtliche verhältnisse einen guten job, verdient doppelt soviel wie viele andere in der gegend und doch zu wenig, um eine möglichkeit zu sehen für sich und familie ein annehmbares leben zu gestalten. sein größter wunsch ist es, seiner familie ein eigenes haus bauen zu können..... so wie im buch - für die mutter ! dieses buch hilft sehr, die realität zu erfassen, die ich wohl schon irgendwo geahnt hatte und doch bisher nicht wahrhaben wollte.... und es gibt MUT! Den Mut, nun mehr wissend, es vielleicht anders machen zu können..... DANKE ! es bringt illusionen in perspektive und kann uns beiden - und allen anderen in ähnlicher situation - nur hilfreich sein. ben hamida's erstes buch kann, wenn man bereit ist, offen und ehrlich "hinzuschauen", betroffenen sehr helfen, viel schmerz auf beiden seiten zu vemeiden. gibt's das buch bald auch auf französisch ?????? ich hätte so gerne, dass auch mein freund es lesen könnte. ich freu mich schon aufs nächste, ganz besonders auf das kapitel über die mutter.
doris züger schweiz - 19.06.2006, 20:03
tunesische männer
das buch ist sehr,sehr gut geschrieben.kaum angefangen konnte ich es nicht mehr aus der hand legen. da ich selber schon einige male in tunesien war,war mir vieles bekannt.doch noch nie habe ich die seite des mannes kennengelernt,was in diesem buch sehr gut zum ausdruck kommt.die gefühle und der stolz.das hin- und hergerissen sein zwischen religion und der hoffnung auf eine bessere zukunft.von träumen und der bitteren realität.
Ahlem Malouf - 18.05.2006, 23:57
Eine gelungene Gratwanderung
Also, das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich hab' es gleich komplett gelesen. Es ist wirklich gut geschrieben. Ich bin beim Lesen nicht ins Stocken geraten und es wurde mir nicht langweilig! Ich habe viele Jahre schon die Gelegenheit, mich mit beiden Kulturen, Religionen und Traditionen auseinanderzusetzen und viele der im Buch angesprochenen Denkweisen eines Menschen, der in Tunesien geboren und aufgewachsen ist, waren mir bekannt, aber viele auch neu. Mir ist wieder klar geworden, wie schwierig es ist, den Spagat zwischen unseren Kulturen zu machen und eine glückliches, zufriedenes Leben zu gewinnen - in Bezug auf eine Partnerschaft. Der Einfluss, den die Familie - auch in Europa hat - ist unglaublich groß. Je offener beide Familien mit der binationalen Partnerschaft ihrer Sprösslinge umgehen, desto positiver scheint das Gelingen einer solchen Ehe zu sein. Ich finde es sehr, sehr gut, dass dieses Buch geschrieben wurde und bewundere die gelungene Gratwanderung, die es schafft, nicht ins Pauschalisieren zu geraten. Viele von uns werden sich dort wiederfinden - auf der einen oder anderen Seite des Mittelmeeres.