EBOOK

Kriegsklingen


€ 15,00
 
kartoniert
Sofort lieferbar
Dezember 2006

Beschreibung

Beschreibung

Dies ist die atemberaubende Geschichte von Logen, dem Barbarenkrieger, der eigentlich nur seine Ruhe haben will - wenn er nicht ständig um sein Leben kämpfen müsste. Und die Geschichte von Großinquisitor Glokta, der eigentlich durch nichts zu erschüttern ist - bis er auf eine lebende Legende trifft, die in seiner Stadt eine magische Intrige spinnt, und die das ganze Reich zu erschüttern droht ...

Der junge britische Autor Joe Abercrombie gibt der Helden-Fantasy im Stil von Stan Nicholls und James Barclay ein neues Gesicht: Zwiespältige Charaktere, spannende Abenteuer und eine gute Portion Humor machen sein Romandebüt "Kriegsklingen" zu einem außergewöhnlichen Fantasy-Erlebnis.

Portrait

Joe Abercrombie arbeitet als freischaffender Fernsehredakteur und Autor. Mit seinen weltweit erfolgreichen Romanen um den Barbaren, den Inquisitor und den Magier hat er sich auf Anhieb in die Herzen aller Fans von packender, düsterer Fantasy geschrieben und schaffte es bereits mehrmals auf die Times-Bestsellerliste. Joe Abercrombie lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Bath.

Pressestimmen

So packend realistisch, zynisch und bissig im positiven Sinn, wie es dem Genre schon lange gefehlt hat.


EAN: 9783453532519
ISBN: 3453532511
Untertitel: Roman. Originaltitel: The Blade Itself - The First Law Book 1. 'Heyne-Bücher Allgemeine Reihe'.
Verlag: Heyne Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Dezember 2006
Seitenanzahl: 796 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Kirsten Borchardt
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Steppenwolf - 03.02.2011, 16:03
Auftakt eines meisterhaften Helden-Fantasy-Epos
Ich habe absolut nichts erwartet von diesem Buch. Klappentext klingt recht interessant, das Cover ist nicht besonders und der Titel, wie so oft bei deutschen Übersetzungen, ziemlich nichtssagend. Aber man darf sich nicht vom Äußeren täuschen lassen. ¿Kriegsklingen¿ ist ein schlichtweg geniales Buch. Die Handlung kommt zwar bis zum Ende nicht wirklich in Gang, sondern wirkt mehr wie eine lange Vorbereitung, aber die Charaktere sind derart klasse, dass sie einen dafür vollkommen entschädigen. Logen, ein Barbar mit legendärem Ruf in seiner Heimat, hat das ewige Kämpfen endgültig satt, aber er kann ihm auch einfach nicht entkommen. Zudem birgt er ein dunkles Geheimnis und der Blutige Neuner, sein Feind und ständiger Begleiter, ist nicht mehr fern. Inquisitor Glokta machen sein kaputtes Bein und der malträtierte Rücken schwer zu schaffen. Er ist ein zynischer Krüppel, aber seine inneren Monologe sind einfach nur göttlich. Ich habe selten so gelacht, Glokta ist einer der besten Charaktere, die mir je untergekommen sind. Dann wäre da noch Jezal, der Hauptmann, der seine ganze Aufmerksamkeit vorzugsweise auf sich selbst richtet. Er ist anfangs noch recht unsympathisch, aber seine große Stunde kommt und er gerät in Ereignisse, die ihm so gar nicht gefallen. Zuletzt ist da noch Bayaz, der Magus aus alter Zeit, an den einige nicht recht glauben wollen. Er hat einen scheinbar Plan und wirkt dabei wie ein Puppenspieler, der seine Figuren in Position bringt. Jeder Charakter hat ein sehr facettenreiches Wesen, sie besitzen Tiefgang und entwickeln sich im Verlauf der Geschehnisse. Man mag monieren, dass die Handlung in die zweite Reihe tritt, aber man sollte oder vielmehr muss diesen Roman als Charakter-Roman sehen. Die Bedrohung von außen wird meistens nur erwähnt, sie bleibt teilweise ungreifbar und auch die fehlende Karte, die schön gewesen wäre, leitet den Fokus deutlich auf die Figuren. Nach fast 800 Seiten hat man sie alle in Herz geschlossen: Logen mit seinem schlichten Gemüt, Glokta und seinen Zynismus, Jezal, der sich selbst mehr zu lieben scheint als andere und selbst Bayaz, den überheblichen Magus. Das Buch besticht vor allem durch seine Sprache. Sehr direkt, sehr breit gefächert, je nachdem welche Perspektive der Leser gerade erlebt. Durch die vielen Sichtweisen ist der Roman überaus abwechslungsreich geraten und ließe sich, wenn man genug Zeit mitbringt, in einem Zug durchlesen. Auch weil so eine unnachahmliche Spannung aufgebaut wird und man nach jedem Kapitelende einfach weiterlesen muss. Schließlich will man erfahren warum Glokta tut was tut und ob Logen noch am Leben ist. Fazit: ¿Kriegsklingen¿ ist eine echte Überraschung. Ich habe wirklich selten solch überragende Charaktere erlebt. Echte Helden-Fantasy vom Feinsten. Die Handlung bleibt zunächst ein wenig auf der Strecke, aber es sind große Vorbereitungen für den Folgeband getroffen worden, was die Spannung hoch hält. Zudem schreibt Abercrombie einfach überragend.
faldor - 07.10.2009, 13:48
Eher enttäuschend
Das erste Buch der Trilogie vermag nicht zu begeistern. Es passiert nichts Wesentliches. Der Leser wartet viele Hundert Seiten lang darauf, dass sich letztendlich ein klischeetaugliches Grüppchen verschiedener Charaktere findet, um die prunkvolle Stadt Adua, den Hauptort der Handlungen, erst am Ende des Buches zu verlassen. Bis dahin muss man sich mit dem Geplänkel einer sehr überschaubaren Anzahl von Hauptcharakteren abfinden, die kein Interesse wecken und keine Sympathie aufkommen lassen. Folter und Training für ein Fechtturnier bilden die fragwürde und spannungslose Rahmenhandlung, die wie unnötig seitenfüllender Ballast wirkt. Es bleibt einem völlig egal, wie jenes Turnier ausgehen wird. Die verwendete Vulgär- bzw. Fäkalsprache, obgleich anfangs stellenweise erfrischend, ist als stilistisches Mittel gewöhnungsbedürftig. Auffallend oft werden die gleichen Kraftausdrücke wiederholt. Plötzlich ist fast jeder in Gedanken oder Dialogen ein "Drecksack". Eintönig und ermüdend. Vielleicht aber nur einer lieblosen Übersetzung anzulasten. Der Sprachgebrauch hätte hier wesentlich abwechslungsreicher ausfallen können. Ebenso das auffällig oft vorkommende Saugen an Zahnlücken oder Zähnen nicht nur einer Person (dem Inquisitor, ihm fehlen mehrere Zähne), bis der Übersetzerin irgendwann das Lutschen an Zähnen eingefallen ist, um später wieder zum Saugen zurückzukehren. Es macht den Inquisitor nicht interessanter. Da verstehen sich andere Autoren besser darin, die Mimik, Gestik und äusserlichen Verschrobenheiten von Personen zu umschreiben. Düster und actionlastig ist das Buch beileibe nicht. Gelegentliche Scharmützel mit jeweils nur wenigen Beteiligten sind rasch vorbei. Es fehlt ihnen an Dramatik und an Relevanz. Von den fulminanten letzten 30 Seiten einmal abgesehen. Die Verteilung von Macht und Ländereien ist vage oder gänzlich unbekannt. Eine Karte zur Veranschaulichung der geographischen Gegebenheiten fehlt. Einziger Lichtblick: Die Schilderung der Gedankengänge einiger Hauptpersonen, selbst inmitten wörtlicher Rede. Teils humorvoll, teils unverblümt. Viel Durchhaltevermögen erforderlich. Aber ist Band 2 besser und lohnenswerter?
alexandra - 06.09.2009, 19:40
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Das Buch ist echt klasse! Zwar muss man sich mit Glokta und Jezal erst anfreunden, was nicht sehr leicht ist, aber ich war doch über die Wandlungen einiger Charaktere (nicht nur die beiden) angenehm überrascht. Vor allem Logen ist einem sehr sympatisch, wenn er immer wieder über die moderne Großstadt staunt... Interessant fand ich auch den derben Erzählstil, der sich in der Sprache und den Gedanken der Figuren niederschlägt. Wirklich empfehlenswert!