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Innere Führung


€ 29,80
 
gebunden
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September 2007

Beschreibung

Beschreibung

Der Autor hält ein großes Plädoyer für die gestiegene Relevanz der Inneren Führung für die Bundeswehr. Er wendet sich an diejenigen, die Innere Führung verschmähen, aber auch an diejenigen, die ihr distanziert oder desinteressiert gegenüber stehen. Hartmanns Buch ist darüber hinaus eine Streitschrift. Innere Führung bedeutet für ihn, Partei für den Soldaten zu ergreifen und kritisch danach zu fragen, ob die Bundeswehr, aber auch Politik und Gesellschaft den richtigen Rahmen schaffen, in dem der Soldat seine schwierigen Aufgaben im Einsatz erfüllen kann. Besonderes Augenmerk legt der Autor auf die drohende Entkopplung von Gesellschaft und Streitkräften. Diese hätte enorme negative Folgewirkungen: für die demokratische Kultur in Deutschland, für die Bündnissolidarität und für die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr.
Mutig geht Hartmann auch auf solche Themen ein, die in der Vergangenheit heftige Kontroversen ausgelöst haben wie z.B. das Traditionsverständnis oder die Bedeutung von Erziehung in den Streitkräften.

Portrait

Uwe Hartmann, Dr. phil., Dipl. Päd., M.A., ist Offizier im Generalstabsdienst der Bundeswehr. Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen zur Inneren Führung in der Bunderwehr sowie über Carl von Clausewitz.
Nach einer Tätigkeit im Planungsstab des Verteidigungsministeriums von September 2005 bis Juni 2007 arbeitet Uwe Hartmann bei der NATO im belgischen Mons.
EAN: 9783937885148
ISBN: 3937885145
Untertitel: Erfolge und Defizite der Führungsphilosophie für die Bundeswehr. HC runder Rücken mit Schutzumschlag.
Verlag: miles-Verlag
Erscheinungsdatum: September 2007
Seitenanzahl: 280 Seiten
Format: gebunden

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Lutz Holländer - 05.04.2008, 14:03
Innere Führung: Markenzeichen oder Feigenblatt?
Die Innere Führung ist die grundlegende Vorschrift für den Dienst in der Bundeswehr. Mit anderen Worten: Ohne sie geht nichts in der Bundeswehr, sie durchdringt alle Bereiche des soldatischen Dienstes. Was so weitreichend und umfassend ist, gerät aber schnell in die Gefahr, alles und nichts zu sein. Aus diesem Grund ist es nur zu begrüßen, dass die in der Bundeswehr etwas eingeschlafene Diskussionskultur zum Thema Innere Führung, die ehrlicherweise immer mehr zu einer vom Rest der Bundeswehr abgekapselten Expertenrunde wurde, nun wieder in Gang zu kommen scheint. Nicht nur wird demnächst mit der Neufassung der ZDv 10/1 die alte Vorschrift behutsam erneuert, um den neuen Rahmenbedingungen von Transformation und Armee im Einsatz gerecht zu werden. Im Vorfeld ihres Erscheinens ist nun mit Hartmanns Buch ¿Innere Führung¿ ein neuer, innovativer Diskussionsbeitrag zur Inneren Führung erschienen, der die Diskussion in den nächsten Jahren wiederbeleben wird. Hartmann beleuchtet in der Rückschau zunächst Erfolge und Grenzen der Inneren Führung, um auf dieser Grundlage vier Themenbereiche zu identifizieren, in denen ein modernes Verständnis der Inneren Führung seine Handlungsfelder sehen muss. Dies sind das Verhältnis von Politik, Gesellschaft und Bundeswehr, die Führungskultur, Berufs- und Selbstbild des Soldaten sowie die Bereiche Tradition und Ethik. Einer der interessantesten, anregendsten Gedanken, die in Hartmanns Buch aufscheinen, sind seine Überlegungen zu der über die Bundeswehr hinausreichende Bedeutung der Inneren Führung. Denn das Ziel der Integration der Streitkräfte in die Gesellschaft ist nicht einseitig im Sinne einer Wachfunktion gegenüber der Armee zu verstehen. Vielmehr schafft die Integration der Streitkräfte auch auf Seiten von Gesellschaft und Politik Verantwortlichkeit gegenüber den Angehörigen der Streitkräfte, die nicht nur als Mittel der Politik, sondern eben auch als Menschen mit dem Anspruch auf Fürsorge zu sehen sind. Jedem, der ein wirkliches Interesse an der Inneren Führung und der Diskussion über ihre Inhalte hat, ist daher anzuraten, neben die Neufassung der ZDv 10/1 ein Exemplar von Hartmanns Buch zu stellen. Es kann der Inneren Führung nur gut tun.