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Quo vadis Auto ?


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Juli 2012

Beschreibung

Beschreibung

Die fossilen und auch die nachwachsenden Kraftstoffe dieser Erde sind endlich bzw. begrenzt. Die globale Motorisierung der Menschheit würde mit den heutigen Pkw ein Vielfaches des derzeitigen weltweiten Kraftstoffverbrauchs erfordern. Das ist auf Dauer unmöglich. Mit den großen, leistungsstarken, auf extreme Höchstgeschwindigkeiten ausgerichteten Pkw, die derzeit im Trend sind, lässt sich der Verbrauch auf 100km pro Fahrzeug höchstens halbieren. Bei einer Begrenzung auf Höchstgeschwindigkeiten von 90 km/h und einer Optimierung auf diesen Geschwindigkeitsbereich wären dagegen Verbräuche in der Größenordnung von ein bis zwei Liter auf hundert Kilometer schon mit den heutigen technischen Möglichkeiten machbar. Im Buch wird dies anhand von auch für den Laien nachvollziehbaren Beispielrechnungen und durch eine verständliche Darstellung der technischen Möglichkeiten und ihrer Grenzen aufgezeigt. Das Problem liegt daher nicht in der Technik, sondern in der Psychologie des Menschen, der sich anscheinend schwer tut mit dem Pkw vernünftig umzugehen.

Portrait

Kurt Rüüd, Jahrgang 1943, studierte Mathematik, Physik, Philosophie und Erziehungswissenschaften. Nach dem Staatsexamen war er als Universitätsassistent in der Lehrerbildung tätig und promovierte mit einer empirischen, pädagogisch-psychologischen Arbeit. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen sowie einiger Lehrbücher. Ehrenamtlich war er viele Jahre für die Aus- und Weiterbildung von Sportübungsleitern verantwortlich. Nach seinem Berufsleben in der Personalentwicklung ist er nun im Ruhestand als wissenschaftlicher Autor tätig.

Leseprobe


Rüüd, Kurt:
Quo vadis Auto ?



Warum schreibe ich dieses Buch so und nicht anders? Ist das nicht unseriös? Sollte ich mich nicht auf technisch, physikali-sche Fakten beschränken?.........Über ein zu ausführliches Eingehen auf technische Details würde nur die Übersichtlichkeit, der Zusammenhang verloren gehen. Die wesentlichen Aussagen aber wären die gleichen. ...........Darüber hinaus und das ist wirklich sehr wichtig, das ist das Wichtigste, das ist das eigentlich Entscheidende. Die psychologischen Fakten sind für unsere Zukunft und nicht nur für unsere, es hört sich etwas dramatisch an aber es stimmt, für die Zukunft der Menschheit, viel wichtiger als die technischen. Dafür ist die hier behandelte Verkehrsproblematik nur ein Beispiel unter vielen. Technische Probleme lassen sich, soweit sie sich im Rahmen des physikalisch möglichen bewegen, lösen, auch die der individuellen Mobilität für Alle, trotz begrenzter Ressourcen. Allerdings nur, wenn man es will, wenn man die Begrenztheit der Ressourcen als zentrale Randbedingung berücksichtigt und nicht dem Wahn erliegt, die Physik ließe sich kaufen. Es ist nun einmal so, dass die Physik die Grundlagen und Grundgesetze dieser Welt beschreibt und festlegt, nicht die Wirtschaft, auch wenn letztere sich das anscheinend oft einbildet.
Dinosaurier der Straßen
Vor Millionen Jahren starben die Dinosaurier aus. Eigentlich schade um sie. In ihrer Art waren sie perfekt. Das Supermonster, der Tyrannosaurus Rex, riesig, gewaltig, unwiderstehlich, aber auch er ist ausgestorben, erwies sich letztlich als untauglich. Heute findet Evolution nicht mehr nur genetisch, sondern auf allen Ebenen von Kultur und Technik statt. Ideen setzen sich durch oder auch nicht, Techniken setzen sich durch oder nicht o-der sind auch zum Aussterben verdammt. Lieber Leser, ich wende dies jetzt auf die Autoindustrie an. Hier haben wir verschiedene Trends, wobei der seit langem und auch im Augenblick erfolgreichste eindeutig immer noch der ist, der zum Ziel hat: Immer leistungsfähiger, größer, komfortabler, der Dinosauriertrend. Der PS-Protz mit Riesenrädern ist es, der dem Mann Potenz verleit, der Van für die Mutter, die etwas auf sich hält, sonst haben die lieben Kleinen keinen Platz. Die Dinosaurier, technisch perfekt, haben die Straßen erobert, aber nur kurzfristig, sie wissen noch gar nicht, dass sie bald aussterben werden. Denn ihnen wird es wie den Dinos der Kreidezeit gehen, sie werden schlicht und einfach verhungern, die weltweite Infrastruktur kann ihren Hunger nicht mehr stillen. Denn sie sind zu gefräßig. Das wird der Markt regeln oder die Politik oder beide gemeinsam. Das wären dann die positiven Regelmechanismen. Schlechter, aber durchaus auch möglich oder sogar wahrscheinlich ist es, dass sich die Monster noch längere Zeit weiterentwickeln, mit Vollgas ins Ölende und dann kommt der Hungercrash so plötzlich, dass auch die kleinen genügsamen verhungern..............
Hybridantriebe, was können sie bringen?
In aller Munde sind Hybridantriebe. Können die der "Deus ex Machina" sein, der unsere Verkehrsgewohnheiten retten wird. Schauen wir einmal genauer hin. Hybridantriebe sind Antriebe bei denen verschiedene Antriebsarten zusammenarbeiten. In der Praxis sind dies heute Verbrennungsmotoren und Elektromotoren. Aber es wird auch noch mit Schwungradspeichern experimentiert. Nach Meinung der Presse haben die deutschen Automobilhersteller diese Option verschlafen und den Japanern wieder einmal den Vortritt gelassen. Daran ist genauso viel richtig wie auch falsch. Richtig ist: Honda hat ein Hybridauto und Toyota hat die Stars der Szene, den Toyota Prius sowie den Kraftprotz Lexus, den es auch als Hybrid gibt und der damit unglaubliche Fahreigenschaften hat. Falsch ist, dass die deutsche Autoindustrie diese Entwicklung verschlafen hätte. Übrigens ist es auch falsch, dass die Hybridtechnik so neu wäre. Schon Anfang des 20-sten Jahrhunderts wurden sogenannte Benzin-elektrische-Mischautos gebaut, pikanterweise von Ferdinand Porsche, der damals bei der Firma Lohner arbeitete. Diese waren nichts anderes als Hybridautos. Der Verbrennungsmotor trieb einen Generator, der Strom erzeugte, mit dem elektrische Radnabenmotoren angetrieben wurden. Diesellokomotiven erzeugen mit ihrem Dieselmotor Strom, der dann zum Antrieb von Elektromotoren verwendet wird. Wir werden sehen, dass dies Konzepte sind, die man seriellen Hybrid nennt.
Doch zurück zur deutschen Autoindustrie, die bisher fast keine Hybride anbietet, nach Meinung vieler also diese Entwicklung verschlafen hat. Die deutsche Autoindustrie hat schlicht richtig gerechnet und ist zu dem Schluss gekommen, dass der Benzin-Hybrid an einen vergleichbaren Diesel im realen Fahrbetrieb bestenfalls herankommen kann, dass sich der Aufwand also nicht lohnt. Dieseltechnik plus Hybridtechnik aber wird unver-hältnismäßig teuer, so dass befürchtet wurde, dass die Preise vom Kunden nicht mehr akzeptiert würden. Die Frage ist, wenn das so ist, warum schreit plötzlich alle Welt nach dem Hybrid, gehört den Hybridfahrzeugen nicht doch die Zukunft?
Bevor ich diese Thematik fundierter diskutieren kann, muss ich erst einmal auf die Technik näher eingehen. Dazu ist zuerst zu klären, was Hybridsysteme eigentlich leisten sollen. Was verspricht man sich von ihnen und was davon können sie schon heute oder vielleicht zukünftig halten.
Sie sollen die Stärken von Elektroantrieben mit denen von Verbrennungsmotoren verbinden oder anders herum, deren jeweilige Schwächen vermeiden. Beginnen wir mit den Stärken und Schwächen des Verbrennungsmotors. Seine einmalige Stärke ist, ............
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der EU-Zyklus, nach dem der Verbrauch gemessen wird, kommt Hybridfahrzeugen sehr entgegen. Ihr Einsparpotenzial wird, außer im Stadtverkehr, überschätzt. Sie lohnen sich nur dann wirklich, wenn man den Schnellfahr-bereich kappt, z.B. durch allgemeine Geschwindigkeitsbeschränkungen. Dann allerdings ist die Hybridtechnik eine sehr sinnvolle Technik. Und zwar sowohl für ein komfortableres Fahren als auch zur Senkung des Verbrauchs, insbesondere wenn der Wirkungsgrad beim Zwischenspeichern von elektrischer Energie noch weiter verbessert wird.
Appell an die Politik
Liebe Frau Merkel, Sie sind Physikerin, Ihnen müsste dies alles einleuchten bzw. wenn Sie schon einmal gründlich darüber nachgedacht haben, sind die von mir geschilderten Schlussfolgerungen für Sie nichts Neues, sondern pure Selbstverständlichkeit. Setzen Sie diese Selbstverständlichkeit in Politik um. Es kann doch nicht sein, dass sogenannte Re-alpolitik sich an vermeintlichen Sachzwängen orientieren muss, die aber tatsächlich völlig irreal sind, die nur ein Wunschdenken widerspiegeln, aber das physikalisch Mögliche igno-rieren.
Orientieren Sie Realpolitik endlich mehr an der tatsächlichen physikalischen Realität der Welt, weniger an den leider auch sehr realen irrationalen Motivationen der Menschen.

Ihr
Kurt Rüüd
EAN: 9783837004083
ISBN: 3837004082
Untertitel: Hat die Vernunft eine Chance ?. 4. Auflage. Paperback.
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: Juli 2012
Seitenanzahl: 112 Seiten
Format: kartoniert
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