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Tatort Ägypten


€ 24,80
 
gebunden
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März 2008

Beschreibung

Beschreibung

Sie haben eine Urlaubsreise nach Ägypten gebucht und unternehmen natürlich auch eine Dampferfahrt auf dem Nil, um die alten Tempel und Gräber aus der Zeit der Pharaonen zu besichtigen. Dabei passiert es: Terroristen überfallen die Reisegruppe und verschleppen sie in die Sahara. Die Vergnügungsreise wird zum Horrortrip ...
Conan Doyles Entführungs-Thriller von 1897 entwickelt ein Szenario von erstaunlicher Aktualität. Er schildert das Verhalten von Menschen in Geiselhaft und geht mit psychologischem Gespür der Frage nach, woher sie ihre Kraft und Hoffnung beziehen. Und er wirft ein grelles Schlaglicht auf die sudanesischen Mahdisten des 19. Jahrhunderts, die historischen Vorläufer der islamistischen Terroristen von heute.
Doyle-Vita, speziell ---------
Der schottische Schriftsteller Arthur Conan Doyle (1859-1930) verbrachte mit seiner lungenkranken Frau die Wintermonate 1895/96 in Ägypten. Standesgemäß logierte das Paar im imperialen Mena House Hotel am Rande von Kairo, denn der Erfinder des Sherlock Holmes war zu der Zeit bereits weltberühmt und wohlhabend. Allerdings störten beunruhigende Nachrichten die Urlaubsidylle. Im Sudan hatten militante Islamisten unter der Führung des sogenannten Mahdi einen `Gottesstaat` errichtet und drohten, in Ägypten einzufallen. In Kairo formierte General Kitchener eine britisch-ägyptische Expeditionsarmee, die das Problem militärisch lösen sollte. Conan Doyle begleitete die in den Süden vorrückende Streitmacht als Kriegsberichterstatter für eine Londoner Tageszeitung. Nach England zurückgekehrt, verarbeitete er seine Erlebnisse und Ansichten in dem Entführungsroman The Tragedy of the Korosko.

Portrait

Arthur Conan Doyle wurde 1859 im schottischen Edinburgh geboren. Seine Eltern waren beide strenge Katholiken, daher war es nicht verwunderlich, daß ihr Sohn eine Jesuitenschule besuchen mußte. Später studierte Doyle in Edinburgh Medizin und heiratete 1884 Louise Hawkins. Bis 1891 arbeitete er als Arzt in Hampshire. Danach widmete er sich ausschließlich dem Schreiben.§Während des Südafrikanischen Krieges (1899 bis 1902) diente er als Arzt in einem Feldlazarett. Im Jahr 1902 wurde er zum Ritter geschlagen. Nach dem Tod seines Sohnes, der den Folge einer Kriegsverletzung erlag, beschäftigte er sich mit okkultistischen Studien. Arthur Conan Doyle starb am 7. Juli 1930 in seinem Haus in Windlesham, Sussex.§1887 schuf er den wohl berühmtesten Detektiv der Weltliteratur: Sherlock Holmes, den Meister des rationell-analytischen Denkens. Die Figur Holmes überschattete Doyles literarisches Schaffen derart, dass der Autor seinen Protagonisten sterben ließ - und ihn knapp zehn Jahre später wiederauferstehen lassen musste: zu groß war die Popularität von Holmes und seinem Partner Dr. Watson.
EAN: 9783939518747
ISBN: 3939518743
Untertitel: Ein Drama in der Wüste. Originaltitel: The Tragedy of the Korosko. zahlreiche Abbildungen.
Verlag: Wiesenburg Verlag
Erscheinungsdatum: März 2008
Seitenanzahl: 235 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Reinhard Hillich
Format: gebunden

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Kundenbewertungen

southkap - 16.04.2009, 21:10
Tatort Ägypten
"Tatort Ägypten" (engl. Titel "The Tragedy of the Korosko") ist ein spannend und zugleich sprachlich sehr ästhetisch geschriebener Roman, der - obwohl Ende des 19. Jahrhunderts verankert - nicht an aktueller Brisanz verloren hat. Es ist schon interessant, dass die Angst vor islamistischen Terror und der Entführung von Touristen bereits den berühmten Autoren von Sherlock Holmes so stark beschäftigte, dass er diesem Thema ein ganzes Buch- eben "The Tragedy of the Korosko" - widmete. Neugierig war ich, wie die sprachliche Umsetzung des über hundert Jahren alten und bildhaft geschriebenen Textes vom Englischen ins Deutsche gelungen ist. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut, denn ich fühlte mich einerseits ins 19. Jahrhundert mitgenommen und zugleich in der sprachlichen Welt des 21. Jahrhunderts abgeholt. Zwar kann man deutlich lesen und spüren, dass der Roman einer anderen Ära und sprachlichen Kultur entspringt, aber der Text wirkt weder unangenehm antiquiert noch schwülstig. Mit dieser Übersetzung ist dem promovierten Literaturwissenschaftler Reinhard Hillich wirklich ein bemerkenswerter Brückenschlag zwischen den Epochen und zwischen der englischen und deutschen Sprache gelungen. Sehr hilfreich und interessant, um den kolonialgeschichtlichen Kontext des Romans zu erfassen, sind außerdem die Anmerkungen und das Nachwort von Reinhard Hillich. So erklärt er im Nachwort nicht nur, was Doyle mit diesem Buch beabsichtigte, sondern zeigt auch biografische Hintergründe des Textes auf, die der Autor selbst verschwieg. Letzteres ist besonders interessant für alle Doyle Fans. Abgesehen vom Roman selbst, den ich mit Genuss gelesen habe, hat mich auch die Aufmachung des Buches überzeugt. Das Layout, ein angenehmes Schriftbild und die Schwarzweißillustrationen des berühmten Sherlock-Holmes-Illustrators Sidney Paget zeigen, dass der Wiesenburg Verlag keine Kosten und Mühen gescheut hat, um ein qualitativ hochwertiges Buch (zu einem fairen Preis) auf den Markt zu bringen.