EBOOK

1983


€ 22,00
 
gebunden
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Februar 2008

Beschreibung

Beschreibung

Yorkshire, 1983. Ein Schulmädchen wird vermisst. Detective Chief Superintendent Maurice Jobson übernimmt die Ermittlungen und präsentiert der Öffentlichkeit schnell einen Hauptverdächtigen. Als dieser in der Untersuchungshaft angeblich Selbstmord begeht, stellt Rechtsanwalt John Piggott eigene Nachforschungen an und stößt auf kriminelle Machenschaften, die bis in höchste Polizeikreise reichen: Pornohandel, schmutzige Immobiliengeschäfte und eine Reihe von Kindesentführungen, die nie aufgeklärt wurden. Auch damals hieß der leitende Ermittler Maurice Jobson. Temporeich und mit großer Leidenschaft erzählt David Peace von dunklen Obsessionen, vermeintlich rechtschaffenen Bürgern und einem tödlichen Spiel mit der Wahrheit. "1983" ist der vierte und letzte Teil des Red Riding Quartetts, einer Chronik Englands in den siebziger und frühen achtziger Jahren, mit der David Peace zu einer der wichtigsten Stimmen der neuen englischen Literatur avancierte.

Portrait

David Peace wurde 1967 in Yorkshire geboren. Nach dem Studium in Manchester arbeitete er zunächst als Englischlehrer in Istanbul, später in Tokyo, wo er heute noch mit seiner Familie lebt. Für sein Werk wurde David Peace mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem "Deutschen Krimi Preis", dem "James Tait Black Memorial Prize" und dem "Grand Prix du Roman Noir". Er wurde als einziger Krimischriftsteller in die renommierte "Granta's List of Best Young British Novelists" aufgenommen.
EAN: 9783935890526
ISBN: 3935890524
Untertitel: Originaltitel: Nineteen Eighty Three.
Verlag: Liebeskind Verlagsbhdlg.
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Seitenanzahl: 509 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Peter Torberg
Format: gebunden

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Polar - 06.04.2008, 16:23
Am Ziel
1983 bildet den Abschluss der auf vier Bände angelegten Schilderung des Yorkshire-Rippers. Allesamt auf höchstem sprachlichen Niveau und in einem atemberaubenden Tempo beschrieben. Die Seiten fliehen förmlich voreinander. In 1983 bündeln sich die einzelnen Stränge der vorhergehenden Bände, tauchen Wiederholungen auf, die dem Leser das Gesamte ins Gedächtnis zu rufen und wirkt die Spirale um eine weitere Windung angezogen. Selten ist der Spannungsbogen eines Plots so bis zum Zerreißen gedehnt worden. Fast erscheint es einem, als beabsichtige Peace vor allem eines: die realistische Darstellung immer wieder anzutreiben, so dass sie einem fast expressionistisch vorkommt. Als besäßen weder der Autor noch der Leser Zeit zum Verschnaufen. Es werden Gefühle eingefangen, pervers ausgestellt, Verzweiflung nackt zurückgelassen, durchgedrehte Mörder in ihrem Rausch darstellt und Klagegesänge um die Opfer erhoben. Es ist ein Hexenkessel. Oft nur durch Wortsprenkel, kurze Sätze umrissen. Alles wirkt wie in einem Kessel unter Hochdruck. Wer es wagt, den Deckel abzuheben, dem fliegt alles um die Ohren. Somit bildet 1983 einen würdigen Abschluss eines in allen Facetten ausgeleuchteten Thrillers, obwohl einem Leser, der zuvor nicht die anderen Bände 1984, 1977, 1980 gelesen hat, viel entgeht. Egal wer in diesem Schlussband auftaucht, er scheint zu spät zu kommen, scheint sich auf irgendeine Weise schuldig gemacht zu haben. So ist Polizeiarbeit noch nicht dargestellt worden. So gehetzt sind Anwälte ihren Mandanten noch nicht ausgeliefert gewesen. So gelähmt haben Angehörige wie Zeugen noch nicht zusehen müssen, wie die Wahrheit sich vor ihren Augen vernebelt. Ein Thriller wie ein Video-Clip, schnell geschnitten, voller vieler bunter, schonungsloser Bilder.