EBOOK

Schuhhaus Pallas


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gebunden
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Februar 2008

Beschreibung

Beschreibung

Amelie Fried auf den Spuren ihrer Familiengeschichte in der NS-Zeit. Frieds Großvater lebte als Jude und Österreicher in Ulm und besaß dort das Schuhhaus Pallas. Nach 1933 gerät er ins Visier der Nationalsozialisten: Nahe Verwandte des Großvaters werden im KZ ermordet. Er selbst überlebt nur durch einen unglaublichen Zufall. Nach dem Krieg führt die Familie wieder ihr gutbürgerliches Ulmer Leben. Amelie Frieds Vater wird der große Zeitungsverleger seiner Heimatstadt - trotzdem schweigt dieser Mann des Wortes sein Leben lang über die Nazizeit. Warum, das unter anderem versucht seine Tochter in diesem Buch zu ergründen. Sie selbst musste nach ihrer Familiengeschichte erst forschen. Sie erzählt sie, weil ihre eigenen Kinder sie erfahren sollen - sie und alle anderen, die wissen wollen, was damals gewesen ist.

Portrait

Amelie Fried, 1958 in Ulm als Tochter des Zeitungsherausgebers Kurt Fried und der Buchhändlerin Inge Fried Ruthard geboren
1975 Abitur
1976-1983 Studium der Theaterwissenschaften, Publizistik, Kunstgeschichte und Italienisch in München; währenddessen Arbeit in freien Theatergruppen; Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München (Abschluß 1989)
seit 1984 Arbeit als Moderatorin fürs Fernsehen z.B. "Live aus dem Alabama" (BR), "Live aus der Alten Oper" (ZDF), "Kino, Kino" (BR), "Stern TV" (RTL) und "Kinderella - das Elternmagazin" (TM3); Arbeit als freie Journalistin (ELLE, Eltern, AZ, SZ, MAX u.a.) und als Drehbuchautorin
1995 erschien ihr erstes Kinderbuch "Die Störenfrieds. Geschichten von Leo und Paulina" (Mosaik Verlag)
Amelie Fried lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.

Pressestimmen

"Amelie Frieds Buch ist für Jugendliche so wichtig, weil sie nicht von Gut und Böse erzählt, nicht die Schrecken der Vernichtung in den Vordergrund stellt, sondern den schrittweisen Verlust der eigenen Selbstachtung ... Es sind die inneren Fluchten und privaten Geschichten, die den Irrsinn dieser und jeder Ideologie so anschaulich machen."
Konrad Heidkamp, Die Zeit, 13.03.08

"Amelie Fried beschreibt das Schicksal ihrer Familie mit großer Distanz und zugleich drängender innerer Beteiligung. Sie erzählt eine im Wortsinn tragische, bittere Familiengeschichte."
Wieland Freund, Die Welt, 02.02.08

"Eine Geschichte gegen das Schweigen. Und eine exemplarische Geschichte."
Martina Scherf, Süddeutsche Zeitung, 14.02.08

"Ein äußerst gelungener Versuch, auch junge Leser für den Themenkomplex der Schoa und des Schweigens der Opfer zu sensibilisieren."
Jüdische Zeitung, 02.08

"Es gibt Bücher, die müssen geschrieben werden. Amelie Frieds 'Schuhhaus Pallas' ist solch ein Buch. Es gelingt ihr hervorragend, hinter der Familiengeschichte immer wieder die historischen Umstände und Entwicklungen zu zeigen."
Sylvia Schwab, Deutschlandradio Kultur, 11.02.08
EAN: 9783446209831
ISBN: 3446209832
Untertitel: Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte. Empfohlen von 12 bis 13 Jahren. 8. Auflage. Mit Abbildungen.
Verlag: Hanser, Carl GmbH + Co.
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Seitenanzahl: 192 Seiten
Format: gebunden

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Tilman Schneider - 28.06.2008, 15:07
ehrlicher Bericht
Amelie Fried hat die Geschichte ihrer Familie nieder geschrieben. Anhand von Zeitdokumenten und begleitet von Bildern wird es besonders deutlich. Ein wichtiges SAchbuch zum Thema Juden im dritten Reich von der Bestsellerautorin Amelie Fried.
gela.r - 18.03.2008, 19:31
Spurensuche
Im Gedenkbuch der Münchner Juden - ausliegend im Leo Baeck Institut in New York, entdeckt Amelie Frieds Mann den Nachnamen seiner Frau. Als er sie nach Verwandten in München fragt, wird sie hellhörig und beginnt zu recherchieren. Ihr Großvater war Jude, Österreicher und besaß in Ulm das Schuhhaus Pallas.. Nur durch Zufall überlebte er die Nazizeit. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf verwandtschaftliche Verbindungen, aber auch auf eine Mauer des Schweigens. Erst durch ihre Hartnäckigkeit bekommt sie Antworten auf ihre Fragen und findet in USA den Bruder ihres Großvaters. Stück für Stück hat sie ihre Familiengeschichte zusammengetragen um sie ihren Kindern erzählen zu können. Dabei versucht sie auch zu verstehen, warum ihr Vater - Zeitungsverleger in Ulm - nie etwas über seine schmerzliche Vergangenheit erzählt hat. Ein ergreifendes Zeitdokument nicht nur für Jugendliche.