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Das Buch der Geheimnisse


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Juli 2008

Beschreibung

Beschreibung

Jeder Mensch ist irgendwie auf der Suche. Nach gutem Essen, Komfort, nach Reichtum, sozialem Status, guten Freunden, Sex oder Vergnügen. Aber auch wenn wir am Ziel unserer Wünsche angekommen sind, stellt sich oft keine Freude ein; denn die tiefste Sehnsucht gilt einem Geheimnis, das tief in uns schlummert und sich nur dem offenbart, der danach sucht. Der große spirituelle Lehrer Deepak Chopra vermittelt eine Sicht der Welt, die unser naturwissenschaftliches Weltbild ergänzt und den Einzelnen in einen großen Zusammenhang einbettet, in dem er wahrhaft Sinn finden kann.

Portrait

Dr. Deepak Chopra stammt aus Indien. Wie kein anderer verbindet er das Wissen des Westens mit der Weisheit des Ostens. Lange Zeit hat er in einem Krankenhaus gearbeitet. Als erfolgreicher Internist und Endokrinologe stellte er in den 80er Jahren fest, dass der westlichen Medizin gleichsam die Seele fehlt. Daher machte er sich auf die Suche nach einer ganzheitlichen Medizin, die ihn bald in den Grenzbereich von Wissenschaft und Glauben brachte, dem er sich auch heute noch mit Erfolg widmet. Seine mehr als 50 Bücher sind Bestseller: Sie wurden in 35 Sprachen übersetzt und insgesamt 20 Millionen Mal verkauft. Das Time Magazine zählt Chopra zu den 100 herausragenden Köpfen des 20. Jahrhunderts.

Leseprobe

Einleitung


Wir schlagen das Buch der Geheimnisse auf


Am meisten hungert der Mensch nicht nach Nahrung, Geld, Erfolg, sozialem Status, Sicherheit, Sex oder gar danach, vom anderen Geschlecht geliebt zu werden. Immer wieder gelingt es Menschen, all das zu erreichen, und dennoch sind sie nicht zufrieden - ja, oft sind sie sogar noch unzufriedener als zuvor. Am meisten hungert der Mensch nach einem Geheimnis, das ihm erst dann enthüllt wird, wenn er bereit ist, einen verborgenen Teil seiner selbst zu entdecken. In den uralten Weisheitstraditionen wird diese Suche mit dem Tauchen nach der wertvollsten aller Perlen verglichen. Das ist eine poetische Art und Weise zu sagen, dass wir weit ins offene Meer hinausschwimmen, uns tief in uns selbst versenken und geduldig suchen müssen, bis wir die kostbarste aller Perlen finden.
Diese Perle wird auch Essenz, Atem Gottes, Wasser des Lebens, heiliger Nektar genannt - all diese Begriffe benennen etwas, das wir in unserer eher nüchternen, wissenschaftlichen Zeit schlicht als Transformation bezeichnen würden. Eine Transformation ist eine grundlegende Veränderung der Form, etwa die Verwandlung einer Raupe in einen Schmetterling. Bezogen auf das menschliche Leben bedeutet es, Angst, Wut, Zweifel, Unsicherheit, Hass und Leere in ihr Gegenteil zu verkehren. Ist das überhaupt möglich? Nun, eines ist gewiss: Der heimliche Hunger, der an den Seelen der Menschen nagt, hat nichts mit Äußerlichkeiten wie Geld, gesellschaftlicher Stellung und Sicherheit zu tun. Es ist unser Inneres, das sich nach dem Lebenssinn, dem Ende des Leids und Antworten auf die Rätsel von Liebe, Tod, Gott, der Seele, von Gut und Böse sehnt. Ein oberflächliches Leben wird weder diese Fragen beantworten noch die Sehnsucht stillen, die uns dazu treibt, sie zu stellen.
Nur, wenn wir die verborgenen Dimensionen in uns finden, können wir unseren tiefsten Hunger stillen.
Nach dem Aufstieg der Wissenschaft hätte diese Gier nach Wissen eig
entlich nachlassen müssen, doch sie ist nur noch stärker geworden. Es gibt keine neuen Fakten mehr über die verborgenen Dimensionen des Lebens aufzudecken. Es ist nicht nötig, noch mehr Computer- oder Kernspintomographien von Patienten während einer Nahtoderfahrung oder von tief in die Meditation versunkenen Yogis zu machen. Die Phase des Experimentierens ist abgeschlossen, und wir können sicher sein: Das menschliche Gehirn wird folgen, wohin das Bewusstsein strebt. Unsere Neuronen sind in der Lage, die höchsten spirituellen Erfahrungen zu erfassen. Doch in mancherlei Hinsicht wissen Sie und ich weniger über das Rätsel des Lebens als unsere Vorfahren.
Wir leben im Zeitalter des rationalen Gehirns. Die Großhirnrinde hat sich in den vergangenen Jahrtausenden stark entwickelt und überschattet nun den älteren, instinktiveren Teil, das primitive Gehirn. Die Großhirnrinde wird oft als Neuhirn bezeichnet, doch die älteren Gehirnteile beherrschten den Menschen Jahrmillionen lang, so wie sie noch heute die meisten Lebewesen beherrschen. Das Althirn kann weder Ideen aus dem Hut zaubern noch kann es lesen. Aber es besitzt die Fähigkeit zu fühlen und vor allem zu sein. Das Althirn ließ unsere Vorfahren die Nähe einer rätselhaften Gegenwart überall in der Natur erahnen.
Diese Gegenwart, die sich in jedem noch so kleinen Teil der Schöpfung findet, durchdringt auch Ihr Leben. Sie selbst sind ein Buch der Geheimnisse, das darauf wartet, aufgeschlagen zu werden - obwohl Sie sich vermutlich als etwas gänzlich anderes sehen. An jedem beliebigen Tag sind Sie Arbeitnehmer, Vater oder Mutter, Mann oder Frau, durchstöbern als Konsument die Geschäfte eines Einkaufszentrums auf der Suche nach etwas Neuem oder warten als Mitglied eines Publikums ungeduldig auf die nächste Darbietung.
Wenn man die Wahrheit der einen Wirklichkeit lebt, enthüllen sich alle Geheimnisse ohne Mühe und ohne Qual.
Es läuft auf die Jahrtausende alte Entscheidung zwischen Trennung und Einheit hinaus. W
ollen Sie zersplittert, voller Widersprüche, zwischen den ewigen Kräften des Lichts und der Dunkelheit hin- und hergerissen sein? Oder wollen Sie den Zustand der Trennung überwinden und zur Ganzheit finden? Sie sind ein denkendes, fühlendes und handelndes Wesen. Die Spiritualität verschmilzt diese drei Eigenschaften zu einer einzigen Wirklichkeit. Denken ist nicht wichtiger als Fühlen. Unsere Gefühle widersetzen sich nicht stur unserem rationalen Gehirn. Wir handeln, wenn sowohl unser Denken als auch unser Gefühl melden: Das ist richtig. Ob Sie in der einen Wirklichkeit leben, erkennen Sie daran, dass Sie im Fluss des Lebens schwimmen, ohne auf Hindernisse oder Widerstand zu stoßen. In diesem Fluss sind Inspiration, Liebe, Wahrheit, Schönheit und Weisheit natürliche Aspekte unseres Daseins. Die Seele ist die eine Wirklichkeit, und die Oberfläche des Lebens ist lediglich eine Verkleidung mit tausend Masken, die uns daran hindert, die Wahrheit zu erkennen. Vor tausend Jahren hätte niemand etwas gegen diese Behauptung einzuwenden gehabt. Damals war man sich einig, dass die Seele die wahre Quelle des Lebens ist. Heute müssen wir das Rätsel des Lebens mit neuen Augen betrachten, denn als stolze Kinder von Wissenschaft und Vernunft sind wir Waisen der Weisheit.
Deshalb setzt dieses Buch auf zwei Ebenen an. Zum einen will es Sie davon überzeugen, dass die unbekannten Dimensionen des Lebens tatsächlich ein Geheimnis bergen. Zum anderen will es die nötige Leidenschaft und Hingabe in Ihnen wecken, die Sie brauchen, um dieses Geheimnis zu finden. Sie können diese Aufgabe nicht so lange aufschieben, bis Sie sich bereit fühlen. Sie sind seit jenem Tag bereit, an dem Sie vergaßen, weiter nachzufragen, wer Sie sind und was Sie hier sollen. Leider blenden die meisten Menschen die vielen tausend Erfahrungen aus, die eine Transformation ermöglichen könnten. Würden wir nicht so viel Energie ins Leugnen, Unterdrücken und Zweifeln investieren, wäre jedes Leben eine ständige Offenbar
ung.
Letztendlich müssen Sie glauben, dass Ihr Leben es wert ist, mit grenzenloser Leidenschaft und völliger Hingabe erkundet zu werden. Es waren viele tausend kleine Entscheidungen nötig, um das Buch der Geheimnisse geschlossen zu halten. Doch um es aufzuschlagen, genügt ein einziger Augenblick.
Ich verstehe den folgenden Satz aus dem Neuen Testament wörtlich, in dem es heißt: Bittet, so wird euch gegeben; klopfet an, so wird euch aufgetan. Es ist tatsächlich so einfach.
Wenn Sie voller Überzeugung sagen können: Ich muss es wissen, ich kann keine Sekunde länger warten,werden Ihnen alle Geheimnisse des Lebens offenbart. Buddha, der unter dem Bodhi-Baum sitzt, und Jesus, der in der Wüste vom Teufel versucht wird, symbolisieren das Drama der Seele, das zu wiederholen Sie geboren wurden. Zweifeln Sie niemals daran: Sie sind das wichtigste Wesen auf dieser Welt, denn auf der Ebene der Seele sind Sie die Welt. Sie müssen sich das Recht auf Wissen nicht verdienen. Sie können mit dem nächsten Gedanken, dem nächsten Gefühl, dem nächsten Tag beginnen, die tiefste spirituelle Weisheit zu entdecken, die rein und frei fließt, wie ein Bergbach im Frühling. Das Selbst kann Geheimnisse nicht bis in alle Ewigkeit vor sich bewahren - wie gut uns auch beigebracht wurde, das Gegenteil zu glauben.


1. Geheimnis


Das Rätsel des Lebens ist wirklich


Das Leben, wie Sie es kennen, ist eine dünne Schicht von Ereignissen, die über einer tieferen Wirklichkeit liegt. In dieser tieferen Wirklichkeit sind Sie ein Teil von allem, was geschieht, was je geschah und je geschehen wird. In dieser tieferen Wirklichkeit wissen Sie mit absoluter Sicherheit, wer Sie sind und was Ihre Aufgabe ist. Sie sind weder verwirrt noch stehen Sie mit irgendeinem anderen Menschen auf Erden in Konflikt. Ihre Lebensaufgabe ist es, der Schöpfung zu helfen, sich zu entfalten und zu wachsen. Wenn Sie sich betrachten, sehen Sie nur Liebe.
Das Rätsel des Lebens ist frei
lich nichts von alledem. Es ist das Wissen, wie man diese Dinge an die Oberfläche holt. Wenn mich jemand fragte, wie man beweisen könne, dass das Leben tatsächlich ein Rätsel birgt, würde ich antworten: Der einfachste Beweis liegt in der gewaltigen Kluft zwischen tiefer Wirklichkeit und Alltagsleben. Seit unserer Geburt bekommen wir ununterbrochen Hinweise darauf, dass eine andere Welt in uns steckt. Sind Sie noch nie ins Staunen geraten? Wir geraten ins Staunen, wenn wir schöne Musik hören oder natürliche Schönheit erblicken, die uns einen Schauer über den Rücken jagt. Oder wenn wir etwas Vertrautes mit neuen Augen betrachten - die Morgensonne, einen Baum, der sich im Wind wiegt, das Gesicht eines schlafenden Menschen, den wir lieben - und in diesem Augenblick wissen, dass das Leben mehr ist, als es zu sein scheint.
Sie haben unzählige Hinweise bekommen und übersehen, weil die Botschaft nicht klar war. Ich habe erstaunlich viele Menschen mit unglaublichen spirituellen Anfängen kennen gelernt: Manche sahen als Kinder, wie die Seele ihrer Großmutter im Augenblick des Todes den Körper verließ, wie sie an einem Geburtstag von Lichtgestalten umgeben waren, sie haben ihren Körper verlassen oder sahen, als sie von der Schule nach Hause kamen, ein geliebtes Familienmitglied im Flur stehen, das gerade bei einem schrecklichen Unfall ums Leben gekommen war. (Ein Mann erzählte mir, er sei in den ersten zehn Jahren seines Lebens ein Seifenblasen-Bub gewesen, sei in seiner Seifenblase hoch über der Stadt geschwebt und habe darin unbekannte Länder bereist.) Millionen von Menschen - das ist nicht übertrieben, sondern das Ergebnis öffentlicher Meinungsumfragen - sahen sich schon einmal von einem schimmernden weißen Licht umgeben oder hörten eine Stimme und wussten, dass es die Stimme Gottes war, oder hatten in ihrer Kindheit unsichtbare Schutzengel, Fantasiegefährten, die sie beschützten, während sie schliefen.
Schließlich wurde mir klar, dass der überwiegende Teil der Mens
chen Erfahrungen dieser Art gemacht hat -wahrhaft geheime Reisen in eine Wirklichkeit, die nur durch einen dünnen Schleier der Skepsis von dieser Welt getrennt ist. Wenn wir diesen Schleier lüften, verändert sich unsere Wahrnehmung. Das ist eine persönliche, gänzlich subjektive, aber höchst reale Veränderung.
Wenn Sie ein Rätsel zu lösen hätten, das überall ist und sich doch nicht zu einem Gesamtbild zusammenfügt, wo würden Sie anfangen? Ein großer Detektiv wie Sherlock Holmes würde seine Suche auf eine Grundhypothese aufbauen: Etwas Unbekanntes möchte erkannt werden. Ein Rätsel, das nicht gelöst werden will, weicht einfach immer weiter zurück, je näher man der Lösung kommt. Anders das Rätsel des Lebens: Seine Geheimnisse werden sofort offenbar, wenn man nur weiß, wo man suchen muss. Aber wo kann das sein?
Die Weisheit unseres Körpers ist ein guter Einstieg in die verborgenen Dimensionen des Lebens. Sie ist gänzlich unsichtbar und doch nicht von der Hand zu weisen -Mitte der Achtzigerjahre räumte die medizinische Forschung allmählich die Existenz einer derartigen Weisheit ein. Davor war man der Ansicht gewesen, Intelligenz beschränke sich auf das Gehirn.
Doch dann entdeckte man Anzeichen von Intelligenz zuerst im Immun-, dann im Verdauungssystem. Man fand heraus, dass Botenmoleküle dieser beiden Systeme durch alle Organe zirkulieren und Informationen vom und zum Gehirn überbringen, aber dass diese Systeme auch selbstständig arbeiten. Ein weißes Blutkörperchen, das zwischen eindringenden feindlichen Bakterien und harmlosen Pollen unterscheiden kann, fällt eine intelligente Entscheidung, obwohl es ohne Verbindung zum Gehirn im Blutstrom schwimmt.
Vor zehn Jahren wäre es absurd gewesen, von intelligenten Organen zu sprechen. Zwar war bekannt, dass die Darmschleimhaut über viele tausend Nervenenden verfügt, doch das waren lediglich abgelegene Außenposten des Nervensystems - eine Möglichkeit, die niedere Arbeit der Nährstoffgewinnung aus der Nahrung zu üb
erwachen. Nun stellt sich heraus, dass unsere Eingeweide doch nicht so unbedeutend sind. Ihre weit verstreuten Nervenzellen bilden ein fein abgestimmtes System, das auf äußere Ereignisse reagiert - eine kritische Bemerkung des Vorgesetzten bei der Arbeit, eine drohende Gefahr, einen Todesfall in der Familie. Auf die Reaktionen des Magens kann man sich ebenso verlassen wie auf die Gedanken des Gehirns -und sie sind ebenso kompliziert. Unser Darm, unsere Leber und unsere Magenzellen denken. Nur denken sie nicht in einer aus Worten zusammengesetzten Sprache wie das Gehirn. Das, was die Menschen als Bauchgefühl bezeichnen, entpuppte sich als Hinweis auf jene komplexe Intelligenz, die in vielen Billionen Zellen am Werk ist.
Im Zuge einer umwälzenden medizinischen Revolution betraten Wissenschaftler eine verborgene Dimension, von der niemand etwas geahnt hatte. Schon seit Jahrmillionen sind uns die Zellen im Denken überlegen. Genau genommen könnte ihre Weisheit, die so viel älter ist als die Weisheit der Großhirnrinde, das beste Modell für das Einzige darstellen, was noch älter als sie ist: den Kosmos. Vielleicht ist uns auch das Universum im Denken überlegen. Wohin ich mich auch wende, überall wird die Absicht der kosmischen Weisheit spürbar. Im Grunde will sie dasselbe wie ich - wachsen, sich entfalten, erschaffen. Der größte Unterschied besteht darin, dass mein Körper besser mit dem Universum zusammenarbeitet, als ich es kann.
Zellen haben kein Problem damit, ganz und gar Teil des Rätsels des Lebens zu sein. Ihre Weisheit liegt in allumfassender Leidenschaft und völliger Hingabe. Sehen wir nun, ob sich die Elemente körperlicher Weisheit mit den verborgenen Dimensionen in Einklang bringen lassen, nach denen wir suchen:


Die Weisheit, mit der wir bereits leben
Identifikation mit der Intelligenz des Körpers
1.Wir dienen einem höheren Zweck.
2.Wir stehen mit allem Leben in Kontakt.
3.Unser Bewusstsein ist offen für Veränderungen. Es ist
sich jeden Augenblick aller Dinge in unserer Umgebung bewusst.
4.Wir akzeptieren, dass alle anderen uns gleichgestellt sind, und nehmen sie ohne Urteil oder Vorurteil an.
5.Wir nutzen jeden Augenblick mit neuer Kreativität, statt uns an Altes und Überholtes zu klammern.
6.Unser Sein wird sanft von den Rhythmen des Universums getragen. Wir fühlen uns sicher und geborgen.
7.Unter Effizienz verstehen wir, dass der Fluss des Lebens uns bringt, was wir brauchen. Für Gewalt, Kontrolle und Kampf haben wir nichts übrig.
8.Wir fühlen uns mit unserer Quelle verbunden.
9.Wir sind dem Geben verpflichtet, denn das Geben ist die Quelle allen Überflusses.
10. Wir sehen alle Veränderungen, auch Geburt und Tod, vor dem Hintergrund der Unsterblichkeit. Das, was sich nicht verändert, erscheint uns am wirklichsten.
Bei keinem dieser Punkte handelt es sich um ein spirituelles Ziel. Es sind alltägliche Fakten aus dem Leben unserer Zellen.
Höherer Zweck: Jede Zelle unseres Körpers erklärt sich bereit, dem Wohle des Ganzen zu dienen. Ihr persönliches Wohlergehen steht erst an zweiter Stelle. Wenn nötig, stirbt sie, um den Körper zu schützen, und oft tut sie das auch - die Lebensdauer einer beliebigen Zelle beträgt nur einen Bruchteil unseres ganzen Lebens. Stündlich gehen Tausende von Hautzellen zugrunde, sterben Abwehrzellen im Kampf gegen eindringende Mikroben. Egoismus hat keine Chance, nicht einmal dann, wenn das Überleben der Zelle auf dem Spiel steht.
Kontakt: Jede Zelle hält mit allen anderen Zellen Kontakt. Botenmoleküle rasen überall hin, um auch die fernsten Außenposten des Körpers von einem Wunsch oder einer Absicht in Kenntnis zu setzen - wie unwichtig sie auch sein mögen. Rückzug oder die Weigerung zu kommunizieren kommen nicht infrage.
Bewusstsein: Zellen passen sich jeden Augenblick von neuem an die Gegebenheiten an. Sie bleiben flexibel, um sofort reagieren zu können. Festgefahrene Gewohnheiten stehen nicht zur Debatte.
Akzep
tanz: Zellen akzeptieren, dass sie alle gleich wichtig sind. Jede Körperfunktion ist von allen anderen Körperfunktionen abhängig. Alleingänge führen nicht zum Ziel.
Kreativität: Jede Zelle hat ganz spezielle Funktionen (z. B. können Leberzellen 50 verschiedene Aufgaben erfüllen), die allerdings immer wieder auf kreative Art und Weise kombiniert werden. Ein Mensch kann Nahrung verdauen, die er noch nie zuvor gegessen hat, Gedanken denken, die noch nie zuvor gedacht wurden, tanzen, wie man es noch nie zuvor gesehen hat. Das Festhalten an alten Verhaltensweisen bringt uns nicht weiter.
Sein: Zellen folgen dem allgegenwärtigen Kreislauf von Ruhe und Betriebsamkeit. Dieser Kreislauf kommt auf vielfältige Weise zum Ausdruck, etwa in schwankenden Hormonspiegeln, dem Blutdruck und den Rhythmen der Verdauung. Am deutlichsten aber wird er angesichts des Schlafs. Warum wir schlafen müssen, bleibt ein medizinisches Rätsel, doch wenn wir ohne die positive Wirkung des Schlafs auskommen müssen, hat das schwerwiegende Funktionsstörungen zur Folge. In der Stille völliger Inaktivität reift die Zukunft unseres Körpers heran. Zwanghafte Aktivität oder Aggressivität führen zu nichts.
Effizienz: Zellen verbrauchen so wenig Energie wie möglich. Für gewöhnlich speichern sie innerhalb der Zellmembran nur Brenn- und Sauerstoff für drei Sekunden. Zellen vertrauen darauf, dass für sie gesorgt ist. Ein übermäßiger Verbrauch von Brennstoff, Luft oder Wasser findet nicht satt.
Verbundenheit: Die Zellen wissen aufgrund ihres gemeinsamen genetischen Ursprungs, dass sie im Grunde alle gleich sind. Leberzellen unterscheiden sich zwar von Herzzellen, und Muskelzellen unterscheiden sich von Gehirnzellen, doch das hat keinerlei Auswirkungen auf ihre gemeinsame und unwandelbare Identität. Eine Muskelzelle lässt sich im Labor genetisch in eine Herzzelle verwandeln, wenn man sie auf den gemeinsamen Ursprung zurückführt. Gesunde Zellen bleiben mit ihrer Quelle verbunden, egal wie oft sie sic
h teilen. Ein Außenseiterdasein ist für sie uninteressant.






Pressestimmen

"Hier geht es nicht um Erleuchtung im Schnellverfahren. In seinem gut durchdachten Buch bringt Chopra den Leser dazu, hart an seiner spirituellen Seite zu arbeiten." Publisher's Weekly
EAN: 9783442218417
ISBN: 3442218411
Untertitel: Originaltitel: The Book of Secrets. 'Goldmanns Taschenbücher'.
Verlag: Goldmann TB
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Seitenanzahl: 384 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Andrea Panster
Format: kartoniert
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