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Von Kaisers Gnaden


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gebunden
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August 2008

Beschreibung

Beschreibung

Seit der Reformation sind die Konfessionen auf der Suche artigkeit wiederzuentdecken. nach einer Kirchenarchitektur, die ihrem Glauben und ihrer Liturgie entspricht. Da das protestantische Bekenntnis im Habsburger Imperium zur Bedeutungslosig-keit verurteilt war, ließe sich vermuten, dass es einen evangelischen Kirchenbau unter der Regie der streng katholischen Habsburger nicht gegeben haben kann. Das Gegenteil ist der Fall. In den Ländern des ehemaligen Habsburger Reiches drückt ihr Kirchenbau mehr von der protestantischen Identität aus als in den Kernländern der Reformation. Das spezifisch Protestantische lässt sich an den schlesischen Friedenskirchen, den ungarischen Artikelkir-chen oder den josephinischen Toleranzbethäusern ablesen. Und ebenso ist erkennbar, wie im Zuge der allmählichen Gleichberechtigung der evangelischen Konfession ihre Kirchen die protestantische Eigenart verlieren. Die bisher wenig beachteten evangelischen Kirchen in Mittelosteuropa von Breslau bis Lem-berg eignen sich hervorragend zur Veranschaulichung dessen, was das Besondere des evan-gelischen Kirchenbaus ausmacht. Ihre Vielfalt und Einzigartigkeit in den Ländern der Habs-burger Monarchie vor, während und nach der Gegenreformation wahrzunehmen und wieder zu entdecken, dazu lädt dieser informative und reich bebilderte Band ein.


Portrait

Reiner Sörries ist Direktor des Museums für Sepulkralkultur in Kassel und apl. Professor für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte an der Universität Erlangen.
EAN: 9783412201548
ISBN: 3412201545
Untertitel: Protestantische Kirchenbauten im Habsburger Reich. 1. , Aufl. 100 s/w-Abbildungen Ca. 60 farbige Abbildungen auf 32 Taf.
Verlag: Böhlau-Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: August 2008
Seitenanzahl: 225 Seiten
Format: gebunden

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Winfried Stanzick - 01.08.2009, 18:34
Von protestantischer Identität und ihrem Verlust.
Wenn man heute einen sakralen Raum betritt, sei es eine katholische, sei es eine evangelische Kirche, sei es eine Moschee oder eine Synagoge, dann sollte sie erzählen von dem, was die Menschen, die sie bauten, was die Menschen, die in ihnen Gottesdienst und Andacht halten, glauben. Sie sollten erzählen davon, was ihnen wichtig ist, welche Symbole sie tragen und was sie abwehren sollen. Margarethe Luise Goecke-Seischab und Frieder Harz haben vor kurzem in ihrem bei Kösel erschienenen Buch "Der Kirchenatlas" ein Buch vorgelegt, das eine Lücke füllte und interessierten Menschen helfen soll, sie durch bekannte und weniger bekannte Kirchengebäude Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zu führen und gleichzeitig auch eine Art Einführung und Nachschlagewerk in die Kirchenbaukunst von der Vor- und Frühromanik bis ins 21. Jahrhundert darstellt. Denn es braucht Kenntnisse, um Kirchen "lesen" zu können. Rainer Sörries, der Autor der vorliegenden Studie, ist ein ausgewiesener Kenner der Kirchenbauarchitektur. Das Buch "Von Kaisers Gnaden" untersucht sowohl kirchen- als auch kirchenbauhistorisch protestantische Kirchenbauten im Habsburger Reich. Seine kirchengeschichtlichen Einführungen und Erläuterungen helfen dem Laien, das Beschriebene historisch einzuordnen und zu verstehen. Rainer Sörries, der als Direktor des Museums für Sepulkralkultur in Kassel arbeitet und als Professor für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte in Erlangen lehrt, hat mit diesem Buch nicht nur ein kirchenbauhistorisches Werk vorgelegt , sondern auch ein Buch, das zwischen den Zeilen immer wieder erzählt von protestantischer Identität und ihrem Verlust.