EBOOK

Kleine Geschichte Venedigs


€ 19,90
 
gebunden
Sofort lieferbar
September 2008

Beschreibung

Beschreibung

Weltmacht und Mythos â€" die Geschichte Venedigs Kaum eine Stadt übt seit Jahrhunderten eine solch ungebrochene Anziehung aus wie Venedig. Arne Karsten erzählt die Geschichte der Stadt im Wasser von ihren bescheidenen Anfängen in den Zeiten der Völkerwanderung über ihre Glanzzeit als Hauptstadt eines riesigen Handelsimperiums bis in die Gegenwart hinein. Zu Beginn unter byzantinischer Herrschaft, dehnte Venedig seinen wirtschaftlichen Einfluß rasch über den östlichen Mittelmeerraum aus, erwarb unerhörten Reichtum und wurde schließlich zur stärksten Seemacht des Mittelmeeres. Mit dem Handel blühten die Künste, die Malerei der Bellinis, Tizians und Tintorettos sowie die Architektur, die noch heute das einzigartige Stadtbild prägt. Die Kunststadt Venedig florierte auch weiter, als die politische Macht der Dogenrepublik ihrem Ende zuging, und der Mythos der Stadt wurde bis ins 20. Jahrhundert in Meisterwerken der Literatur und des Films besungen. Arne Karsten bietet eine knappe und äußerst lebendige, von zahlreichen Abbildungen begleitete Darstellung der politischen und wirtschaftlichen, der sozialen und der künstlerischen Entwicklungen der Serenissima.


Inhaltsverzeichnis

Einleitung Die Siedlung im Sumpf (Von der Spätantike bis 1204) Anfänge Mutter aller Mythen: Der Raub der Gebeine des heiligen Markus Die Quellen des Reichtums Die frühe politische Verfassung Aquileia und Grado Der Markusdom 1177 - Der Frieden von Venedig Byzanz 1204 - Der vierte Kreuzzug Die Handelsgroßmacht (1204-1509) Das Zeitalter der Kommune Die Entwicklung des Stadtbildes Die Organisation des Handels im Mittelalter Die große Pest Der Kampf mit Genua um die Vorherrschaft im Mittelmeer Der stato da mar Nobili, cittadini und popolani Die scuole Der Doge Francesco Foscari und die Eroberung der terra ferma Die Verfassung Zeremonien und Rituale Das Arsenal Rialto Caterina Cornaro und die Krone Zyperns Abwehrkampf und Selbstbehauptung (1509-1669) Agnadello Ein Kardinal ... ... und seine Neffen Die renovatio urbis und der Doge Andrea Gritti Wirtschaftliche Erholung Die Kunstmetropole Paolo Veronese und seine Werkstatt Lepanto Der Brand des Dogenpalastes 1577 Familienpaläste Die "Päpstlichen", die "Jungen" und Paolo Sarpi Santa Maria della Salute Familienruhm und Kirchenfassaden Der Kampf um Kreta und die Folgen Der wirtschaftliche Niedergang Später Glanz (1669-1797) Die Entwicklung des Patriziats Das Ende der Türkenkriege Die Stadt der Vergnügungen Die kulturelle Spätblüte Zusammenbruch und neuer Aufstieg (1797 bis heute) Das Ende der Republik Unter dem Doppeladler Venedig im Königreich Italien Die Ära des Faschismus Die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg Literatur Bildnachweis Personenregister Ortsregister


Portrait

Arne Karsten, geb. 1969, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin.
EAN: 9783406576409
ISBN: 3406576400
Untertitel: 70 Abbildungen, davon 35 in Farbe.
Verlag: Beck C. H.
Erscheinungsdatum: September 2008
Seitenanzahl: 271 Seiten
Format: gebunden

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

http://lotharpawliczak.blog.de/ - 13.04.2010, 14:09
Kleine Geschichte - großartig
Das ist eine populäre Darstellung vom einem Fachmann, die gut lesbar, anschaulich und nicht überfrachtet ist. Als Perfektions- und Fußnotenfanatiker vermisse ich natürlich genaue Quellenangaben, aber das kann ich hier, wo nichts untergelegt wird, wenn keine auslegbaren Quellen da sind, verschmerzen. Aber Arne Karsten sagt und beachtet es auch (S. 29, 31, 54f), daß rechtliche Normen und andere Schriftstücke durchaus different zur Alltagsrealität sind (ich verallgemeinere hier bewußt ein wenig, denn das soll ja auch heute noch vorkommen) und die Denk- und Verhaltensweisen in früheren Zeiten andere waren, als heute. Die sozialen und Verwaltungsstrukturen Venedigs werden ausreichend (S. 56-59, 84-95, 101-109, 207-211, 239-242) umrissen (für perfektionische Erbsenzähler gibt es ja Spezialliteratur), ebenso Handel und Wirtschaft (S. 64-70, 117-123, 152-159, 202-206). Natürlich ist auch von Kriegen und politischen Verwicklungen die Rede, von Katastrophen und Zeremonien und viel natürlich von Architektur und Kunst. Eine gute Literaturliste und ein Personenregister ist vorhanden. Den Venedig-Stadtplan auf dem Vorsatz muß ich aber kritisieren: Hier wären unbedingt Veränderungen im Verlaufe der Entwicklung kenntlich zu machen gewesen. Auch der Plan der Lagune hinten ist erläuterungs- und erweiterungsbedürftig. Das läßt sich ja mit einer Neuauflage machen und auch weitere veranschaulichende Karten könnten dann hinzugefügt werden. Arne Karsten hat auch ein Buch über den Bildhauer und Baumeister Gianlorenzo Bernini verfaßt (Bernini. Der Schöpfer des barocken Rom. München 2006, 2007), das so gut ist, daß es flugs in Italienische übersetzt wurde. Seine Arbeiten über Grabmähler sind vielleicht ein wenig zu speziell, um wirklich populär zu sein. Aber vielleicht läßt sich das ja bei diesem Thema noch machen, wenn er sich mit den interessanten, teilweise in ihrer Art ungewöhnlichen und weltweit einmalig-skurrilen Grabmälern in Venedig befaßt. Ich muß bei dieser Gelegenheit auch auf die Kurze Geschichte Venedigs von Gherardo Ortalli, Giovanni Scarabello (Deutsch Milano 1999, Pisa 2008; zuerst Ital. Roma 1990) aufmerksam machen, weil es (noch) nicht möglich ist, dazu eine Rezension bei www.amazon.de einzustellen, denn sie ist auf Deutsch in diesem Jahr in 2. Auflage in Pisa (Pacini Editore S.p.A.) erschienen, im Deutschen Buchhandel bislang aber nicht erhältlich. Dieses ebenso vorzügliche Buch ist keineswegs eine Konkurrenz zu dem Arne Karstens, vielmehr ergänzen sich beide ausgezeichnet. Fragen Sie also ihren Buchhändler nach beiden, vielleicht entsteht ja so auch ein Nachfragesog Deutschland-Italien.